23.05.2022

Austrian Blockchain Award 2022: Einreichung nur mehr diese Woche

Der Austrian Blockchain Award wird von Austrian Blockchain Center (ABC) und Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zum dritten Mal vergeben.
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WKÖ / ABC: Austrian Blockchain Award
(c) WKÖ / ABC: Austrian Blockchain Award

NFT-Hype, Krypto-Crash, Euphorie und Panik – die bekanntesten Blockchain-Anwendungen, Kryptowährungen und NFTs lassen die Welt (wieder einmal) seit Monaten nicht los. In Vergessenheit gerät dabei leicht, dass es gar nicht so wenige Menschen gibt, die versuchen, die Blockchain-Technologie auch für andere Dinge – abseits von Spekulation – sinnvoll einzusetzen. Eine wissenschaftliche Heimat haben sie in Österreich am interdisziplinären Austrian Blockchain Center (ABC), an dem zahlreiche heimischen und inzwischen auch einzelne ausländische Unis, FHs und Forschungseinrichtungen beteiligt sind. Dieses vergibt dieses Jahr zum dritten mal gemeinsam mit der Wirtschaftskammer (WKÖ) den Austrian Blockchain Award.

Fortschritt, Nutzungspotenzial und Praxistauglichkeit

Vergeben wird der Austrian Blockchain Award 2022 in den Kategorien Forschung, Wirtschaft und Non-Profit und Sonstige. In die zweite Kategorie fallen auch Bewerbungen von Startups herein. Eingereicht werden können Projekte und Lösungen auf Blockchain-Basis, die „einen Fortschritt gegenüber bisherigen Technologien darstellen“, „ein hohes Nutzenpotential haben“ und „deren Praxistauglichkeit bewiesen werden kann“, wobei zumindest ein Prototyp oder eine Teilrealisierung vorliegen muss, heißt es von ABC und WKÖ.

Austrian Blockchain Award 2022: Nach Online-Bewerbung erfolgt Vorauswahl

Und damit es auch hier ein wenig von der in der Krypto-Welt so präsenten FOMO (Fear of missing out) gibt: die Online-Bewerbung läuft nur mehr bis Sonntag, den 29. Mai. Nach einer Vorauswahl durch die Jury werden dann einige Projekte eingeladen, zusätzliche Beschreibungen, technische Details und Links zur Anwendung oder zum Prototyp bereitzustellen, die in der zweiten Phase beurteilt werden.

Kriterien und Preise

Dabei gebe es ein Punktesystem, erklären die Veranstalter. Kriterien sind dabei unter anderem Einzigartigkeit, Nachhaltigkeit, Nutzen für den Standort, Relevanz für die Zielgruppe und Usability. Die Preisverleihung findet dann am 14. September 2022 statt. Der erste Preis in der Kategorie Wirtschaft sind 5000 Euro, die Plätze zwei und drei gewinnen jeweils einen Rechts-Workshop. Neben den Preisen in den anderen Kategorien gibt es auch die Sonderpreise „Smart Philanthropy“ und „Smart Technology“ über die Kategorien hinweg.

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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