22.06.2017

Kurioser Usecase: Artificial Intelligence benennt Meerschweinchen

Die Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz werden immer mehr. Einen ganz besonderen Usecase hat nun eine Meerschweinchenrettungsstation in Portland/USA gefunden.
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(c) fotolia.com - Cora Müller

„Snickers“, „Pumpkin“, „Ginger“ und „Rascal“ – das sind übliche Namen für Meerschweinchen in den USA. Die Liste lässt sich noch lange weiterführen. Und doch gingen Portland Guinea Pig Rescue, einem Tierheim für Meerschweinchen, irgendwann die Namen aus. Das brachte das Team auf eine ungewöhnliche Idee: Sie wandten sich an die Wissenschaftlerin Janelle Shane, die unter anderem an den Einsatzmöglichkeiten für Artificial Intelligence im Kunst- und Literatur-Bereich forscht. Sie fragten Shane, ob sie ihr neuronales Netzwerk, das etwa bereits antike Sprichwörter imitieren kann, auch neue Meerschweinchen-Namen kreieren kann.

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Aufgabe an einem Tag gelöst

„Ich sagte ‚Ja, mit einer Liste gängiger Namen kann mein System das lernen‘,“ schreibt Shane in ihrem Blog. Am nächsten Tag hätte sie eine lange Liste mit den Namen aller Meerschweinchen bekommen, die das Tierheim je gerettet hatte. Dazu hatte das Team des Rescue Centers im Internet noch weitere Listen gefunden und hinzugefügt. Insgesamt waren es über 600 Namen. „Noch am selben Tag hatte ich die Lösung“, schreibt Shane. Ihr neuronales Netzwerk untersuchte dabei typische Buchstaben- und Silbenabfolgen und baut damit neue Namen. Die ersten Nager mit AI-generierten Namen wie „Fuzzable“ und „Princess Pow“ warten in der Rettungsstation bereits auf neue Besitzer.

Hier ein paar Beispiele:

Keine perfekte Trefferquote

Neben einer großen Zahl an passenden Namen, brachte Shanes System auch einige hervor, die sich dann doch nicht so gut eignen. Teils weil sie unaussprechbar sind, teils weil wie eine andere Bedeutung haben. So schlug das neuronale Netzwerk auch Namen wie „Madly Mean“, „Pot“ und „Bho8otteeddeeceul“ vor.

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Liste der besten und schlechtesten Namen:

Shanes Favoriten…

  • Fufbey
  • Spackles
  • After Pie
  • Dab
  • Pugger P
  • Snifket
  • Fuzzable
  • Fabsy
  • Dilrus
  • Gooper
  • Rockass
  • Bless
  • Hanger Dan
  • Nuzzy
  • Spockers
  • Mumkle
  • Splanky
  • Fubby
  • Dandan

…und abgelehnte Namen

  • Me
  • Madly Mean
  • Pot
  • Mucky
  • Fusty
  • Fleshy
  • Trickles
  • Butty Brlomy
  • Moonyhen
  • Boooy
  • Bho8otteeddeeceul
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Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

ParityQC, der Quantenarchitekt aus Innsbruck, vermeldet eine Partnerschaft mit dem Quantensoftware-Unternehmen Classiq, um die Parity-Twine-Technologie der Tiroler in die Quantensoftware-Engineering-Plattform des Partners aus Israel zu integrieren. Dies soll Entwicklern und Unternehmen einen effizienteren Weg vom Entwurf von Quantenalgorithmen bis zur Ausführung auf Quantenhardware bieten.

ParityQC: Komplexität reduzieren

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf eine zentrale Chance im Quantencomputing: die Übersetzung von High-Level-Quantencomputing-Anwendungen in Schaltkreise, die effizient auf Quantenhardware mit begrenzter Qubit-Konnektivität ausgeführt werden sollen. Das universelle Optimierungsprotokoll von Classiq und die algorithmusbewussten Techniken von ParityQC ergänzen sich dabei zu einer integrierten Methodik. Ziel ist es, die Komplexität der Schaltkreise und kostspielige SWAP-Operationen zu reduzieren – ein häufiger Engpass auf heutigen Quantencomputern. In anderen Worten: Es geht darum, ein zentrales Problem zu lösen und Quanteninformationen auf unterschiedlichen Hardware-Systemen effizient zu verbinden.

Die von ParityQC entwickelte Parity-Twine-Technologie soll, in anderen Worten, ein zentrales Problem beim Quantencomputing lösen: Wie Quanteninformationen auf unterschiedlichen Hardware-Systemen effizient verbunden und verarbeitet werden können.

„Hürde senken“

„Die Integration der Parity Tools in die Plattform von Classiq bringt hardwarebewusste Kompilierung direkt in die High-Level-Entwicklungsworkflows und senkt so die Hürde für die Erstellung nützlicher Quantenanwendungen“, sagt Wolfgang Lechner, Co-CEO von ParityQC.

Magdalena Hauser, Co-CEO von ParityQC, ergänzt: „Bedeutende Fortschritte im Quantencomputing basieren auf Zusammenarbeit, und die Zusammenführung unserer sich ergänzenden Stärken ist das, was das gesamte Feld voranbringt.“

Interoperabilität möglich machen

Darüber hinaus konzentriert sich die Initiative auf eine skalierbare Quantensoftware-Infrastruktur für aktuelle verrauschte Quantengeräte sowie für zukünftige fehlertolerante Quantensysteme. Die Zusammenarbeit soll hardwareunabhängige Ansätze stärken und die Interoperabilität über mehrere Quantenplattformen hinweg ermöglichen.

Ökosystem unterstützen

„Quantencomputing wird in großem Maßstab nur dann praxistauglich, wenn die Softwareschicht die Lücke zwischen der algorithmischen Absicht und den Einschränkungen realer Maschinen automatisch schließen kann“, sagt Nir Minerbi, Mitgründer und CEO von Classiq.

Da Unternehmen und Regierungen ihre Investitionen in das Quantencomputing erhöhen, wird erwartet, dass eine skalierbare Architektur und entsprechende Softwaretools als fehlendes Bindeglied zwischen den theoretischen Versprechungen der Technologie und ihrer einsatzfähigen Realität dienen. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt dieses Projekt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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