01.06.2015

„Augmented Reality ist die fehlende Verbindung von Technik und Menschen“

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Augmented reality bietet viele neue Möglichkeiten.
Durch augmented reality soll die reale Welt, virtuell erweitert werden.

Augmented Reality wird die Vermischung von Realität mit digitalen Inhalten bezeichnet. Was Science Fiction mäßig klingt, hat in den menschlichen Alltag längst Einzug genommen. Viele sind davon überzeugt, dass die Technologie momentan einen Punkt erreicht hat, an dem das Internet vor rund 30 Jahren und das Smartphone vor zehn Jahren stand: An der Stufe zum Massenmarkt. Nicht umsonst investiert Google in die Weiterentwicklung von Google Glass – der Name für einen Miniaturcomputers, den man wie eine normale Brille am Kopf trägt und der einem Informationen ins Sichtfeld projiziert. Der Social Media Gigant Facebook investierte letztes Jahr einen Milliardenbetrag in die Virtual Reality Technologie Oculus, das soeben den Zukauf eines Spezialisten für gemischte Realität bekannt gab. Der Facebook-Ableger Oculus war lange Vorreiter gewesen, könnte aber durch konkurrierende Plattformen wie etwa das Augmented-Reality-System HoloLens von Microsoft – eine tragbare Augmented Reality Brille, die bereits 2016 auf den Markt kommen soll – vom ersten Rang verwiesen werden. Mit der Übernahme des britischen Unternehmen Surreal Vision mit Fokus auf der Darstellung „gemischter Realität“, möchte Facebook nun wieder aufholen. Hier werden zunächst Umgebungen der echten Welt erkannt, ausgewertet und analysiert, um die Informationen dann auf die reale Welt zu übertragen.

„Ich glaube, dass Augmented Reality momentan direkt vorm großen Boom steht, der in den kommenden Jahren gigantisch sein wird“, sagt Michael Plougmann vom Business Innovation Center von Konica Minolta, das in diesem Bereich stark mitmischt. Nächster Schritt für Konica Minolta sei die Einbindung der Technologie in ihr Produktportfolio. Plougmann ist sich sicher, dass ein Großteil der Unternehmen mit der Technologie in naher Zukunft arbeiten wird. Die Möglichkeit, Online-Daten direkt mit der Realität zu verknüpfen, habe enorm großes Potential. „Augmented Reality ist die fehlende Verbindung von Technik und Menschen“, so Plougmann. Denn egal, wie weit Fortgeschritten die Digitalisierung ist, man hatte bis jetzt immer noch einen manuellen Schritt dazwischen: Jemand musst die Daten beurteilen und verknüpfen. Mit der Automatisierung fällt dieser Zwischenschritt weg. Vor allem in der Medizintechnik kann Augmented Reality viel weiter bewegen: Hörbehinderte könnten etwa lesen, was zeitgleich gesprochen wird. Auch in der Automobilindustrie werden Fortschritte gemacht. So könnten Fahrer in naher Zukunft aktuelle Informationen auf die Fensterscheibe projiziert bekommen. Darum sei Konica auch einer der Hauptsponsoren am Pioneers Festival: Nicht nur Augmented Reality, Startups ganz generell bieten Lösungen an, die Probleme der Gesellschaft lösen können – vielleicht sogar dort, wo sie noch nicht erkannt sind. „Augmented Reality an sich ist nicht gefährlich“, meint Plougmann zum Thema Sicherheit und Daten. Als Anwender von Diensten wie Facebook oder Google generell müsse man aufpassen, welche Informationen man preisgibt. Allerdings, Augmented Reality Brillen machen es natürlich möglich, Gesichter zu erkennen und alle möglichen Informationen zu den Profilen auf Facebook oder LinkedIn abzurufen. „Die Privatsphäre sehe ich in diesem Bereich schon kritisch“, meint Martin Herdina, CEO von Wikitude. Er ist davon überzeugt, dass man in fünf Jahren statt zum Möbelhändler zu fahren, die Möbel direkt über ein Smartphone oder Tablet im eigenen Wohnzimmer ansieht, auswählt und direkt bestellt. Wikitude macht es möglich, dass man mit seiner Handy-Kamera auf den Börsenkurs zeigt und die aktuellen Informationen aufs Handy bekommt. Offline Inhalte werden online verknüpft und umgekehrt. Wikitude bietet die Technologie von Augmented Reality an – der Baukasten für ihre Kunden. Der Automobilhersteller Ford etwa hat ein interaktives Benutzerhandbuch von Wikitude in seinen Autos. Der User hält seine Smartphone-Kamera auf ein Element im Auto und bekommt eine interaktive Anleitung angezeigt. Insofern ist die Technologie schon lange bei uns angekommen.

Auch das Wiener Startup HappyMed möchte in die Richtung von Augmented Reality gehen. Das junge Unternehmen entwickelt eine Videobrille, die Patienten beim Arzt von ihren Schmerzen ablenkt. „Wir möchten die Welt zu einer Spielwiese machen“, meint HappyMed Gründer und CEO Philipp Albrecht. Der Fokus des Patienten während einer Therapie soll nicht länger auf der Behandlung an sich liegen. Durch die Fokusverlagerung in eine virtuelle Welt sollen Schmerzen ausgeblendet und Therapien angenehmer werden.

 

 

 

 

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Die re:Marc 2026 fand im Museum of Ethnography Budapest statt | (c) egressyorsifoto
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„Ihr pitcht nicht um euer eigenes Überleben, ihr pitcht um unser Überleben als Gesellschaft.“ Mit diesen Worten richtet sich Uli Grabenwarter vom European Investment Fund in seiner Keynote bei der Konferenz re:Marc an das Publikum. Er bringt damit eine Kernbotschaft des Events auf den Punkt: Kreative Lösungen für marginalisierte Gruppen müssen in das Zentrum der Wirtschaft rücken.

Ein grenzüberschreitendes Ökosystem

Die re:Marc ist der Höhepunkt des „Marc Impact Programme“, einer gemeinsamen Initiative von ERSTE Stiftung, ERSTE Social Finance Holding, IFUA Nonprofit Partner und SIMPACT. Die Partner riefen dieses internationale Programm ins Leben, um wirkungsorientierte Unternehmen zu unterstützen. Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, vergleicht in seiner Eröffnungs-Keynote die Kernidee mit jener der Erste Bank selbst und gibt den Teilnehmer:innen mit: „Glaub an dich, denn am Ende gewinnt immer das Gute!“

Und Ana Cretu, Director Social Impact Investment der ERSTE Stiftung, stellt klar: „Das Programm wurde designt, um von einer Gemeinschaft getragen zu werden, nicht nur von einer kleinen Gruppe von Leuten.“ Sie betont eine zentrale Überzeugung der Initiator:innen: „High-Impact-Entrepreneure sind entscheidend für resiliente Gesellschaften.“

Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, auf der Bühne bei der re:Marc 2026 | (c) egressyorsifoto

Marc startete 2024 und begleitet Gründer:innen aus mittlerweile sechs Ländern langfristig. Radka Novotná, COO des tschechischen Social Startups Nepanikař, gibt im Gespräch mit brutkasten einen konkreten Einblick: „Das Programm hat uns die Augen geöffnet. Als NGO haben wir oft die Einstellung, mit so wenig Geld wie möglich auszukommen. Die Mentorinnen und Mentoren haben uns beigebracht, dass es in Ordnung ist, nach Geld zu fragen, weil es für einen wirklich guten Zweck ist.“

Der Pitch um den größten Impact

Das Event in Budapest bringe diese internationale Community zusammen. Zwölf Startups aus Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Tschechien traten dabei auch in drei Runden beim Pitch-Wettbewerb gegeneinander an. Sie zeigten eine enorme Bandbreite an Lösungen. Die Ideen reichten von Drohnen, die Samenbomben zur Wiederaufforstung abwerfen, über mobile Konzertbühnen in Lastenfahrrädern bis hin zu leistbaren Recyclingmaschinen für Plastikmüll aus dem Meer. Die Teams pitchten um Preisgelder von bis zu 20.000 Euro.

Andrew Gray von Tilia Impact Ventures (am Mikrofon) war eines der Jury-Mitglieder | (c) egressyorsifoto

Entscheidend war dabei aber nicht nur der Impact selbst, sondern auch die Frage nach einem tragfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodell, das diesen Impact finanzieren kann. Entsprechend genau fragte die Jury nach. Jury-Mitglied Andrew Gray von Tilia Impact Ventures erklärt im brutkasten-Gespräch: „Wir sehen uns an, welche Startups den größtmöglichen Impact für so viele Menschen wie möglich erzielen. Wer wird das Preisgeld nutzen, um den tiefgreifendsten sozialen Impact in der sinnvollsten Weise zu generieren?“

Die Sieger der re:Marc 2026

Letztlich musste sich die Jury für die Gewinner der drei Hauptpreise entscheiden. Neben diesen wurden noch mehrere Zusatzpreise vergeben. Diese drei Startups überzeugten die Jury besonders:

Grand Impact Award: Nepanikař

Den „Grand Impact Award“ und damit den Hauptpreis von 20.000 Euro holte sich das tschechische Social Startup Nepanikař – zu Deutsch: “Keine Panik!” Die gleichnamige App bietet psychologische Hilfe und Suizidprävention. Sie verzeichnet täglich rund 500 Nutzer:innen und unterstützt diese auch gezielt in akuten psychischen Krisensituationen. „Wir wollen das Preisgeld nutzen, um die App mit Smartwatches und Ringen zu verbinden und so Krisen besser vorherzusagen“, schildert Radka Novotná ihre Pläne. Das Geld fließt parallel in die Übersetzung der App in vier weitere Sprachen.

Nepanikař rund um Radka Novotná (2.v.r.) holte sich den Grand Imppact Award | (c) egressyorsifoto

Innovation Champion Award: Origin BCI

Der „Innovation Champion Award“ im Wert von 15.000 Euro ging nach Rumänien an Origin BCI. Das Team rund um Gründer und CEO David-Alexandru Popescu entwickelt bionische Handprothesen, die leistbar und leicht zu warten sind. Im Interview verrät Popescu den nächsten Schritt: „Die gewonnenen 15.000 Euro werden dazu beitragen, unser finales, konformes Produkt zu bauen – mit zugelassenen Materialien und Elektronik für Medizinprodukte.“

Origin BCI rund um David-Alexandru Popescu (2.v.l.) erhielt den Innovation Champion Award | (c) egressyorsifoto

Scalable Champion Award: TalentsLounge

Den „Scalable Champion Award“ sicherte sich Anna Gawin mit der österreichischen Plattform TalentsLounge (DaVinciLab). Die Plattform befähigt Lehrkräfte, Künstliche Intelligenz und Zukunftskompetenzen zu unterrichten. Gawin hat ein klares Ziel für die 15.000 Euro Preisgeld: „Wir werden unsere Plattform ins Polnische und Ungarische übersetzen und erste Pilotprojekte mit rund 500 Schülerinnen und Schülern an polnischen und ungarischen Schulen in Wien umsetzen.“

TalentsLounge rund um Anna Gawin holte sich den Scalable Champion Award | (c) egressyorsifoto
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