04.06.2025
MIKROELEKTRONIK

AT&S: 500 Mio. Euro flossen in „Innovationsschmiede“ in der Steiermark

Mit einem neuen Werk und Forschungszentrum schuf der Mikroelektronikhersteller AT&S in Leoben 420 neue Arbeitsplätze.
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AT&S produziert unter anderem IC-Substrate
(c) AT&S

Für KI braucht es Rechenzentren, für die braucht es leistungsstarke Rechner, für die braucht es die richtigen Chips und für die braucht es unter anderem sogenannte IC-Substrate. Dabei handelt es sich um Bauteile, die die winzigen Ein- und Ausgänge von Mikrochips (auf Nano-Ebene) mit den viel größeren Strukturen der Leiterplatte (Mikro-Ebene) verbinden. Ein globaler Player (unter anderem) in diesem Feld ist der österreichische Konzern AT&S.

AT&S-Werbevideo zur Erklärung von IC-Substraten

Erste IC-Substrate-Produktion in Europa

Bislang produzierte dieser seine IC-Substrate an seinen Standorten in China und Malaysia. Mit einem neuen Werk und Kompetenzzentrum am Hauptsitz im steirischen Leoben gibt es nun auch eine Produktion in Europa – und zwar die einzige sämtlicher Hersteller. Man könne somit „nun eine vollständig diversifizierte Lieferkette anbieten“, wird AT&S-Vorstand für Microelectronics, Ingolf Schröder, in einer Aussendung zitiert.

500 Millionen investiert, 420 neue Arbeitsplätze geschaffen

Drei Jahre lang wurde am neuen 10.000-Quadratmeter-Komplex „Hinterberg 3“ gebaut. Insgesamt flossen rund 500 Millionen Euro in das Projekt, das als „Important Project of Common European Interest (IPCEI)“ geführt wird und auch durch den Bund neunstellig gefördert wurde. 420 neue Arbeitsplätze wurden laut AT&S damit geschaffen.

Auch Forschung im neuen AT&S-Komplex

Am Standort werden nun nicht nur IC-Substarte produziert, sondern im Rahmen des Kompetenzzentrums auch an deren Weiterentwicklung geforscht. „Wir haben bereits erste Muster an einige Kunden geliefert, und die Qualifizierung für neue Produkte läuft nach Plan“, so Ingolf Schröder. Man arbeite zudem erfolgreich an der weiteren Diversifizierung der Kunden, „wobei wir alle unsere R&D-Kapazitäten optimal nutzen“.

„Werden Kompetenzzentrum als Innovationsschmiede etablieren“

Michael Mertin, President und CEO von AT&S, geht auf die europäische Perspektive des Projekts ein: „Wir werden den Schwung aus der Bauphase mitnehmen und unser Kompetenzzentrum als Innovationsschmiede etablieren. Europa muss gemeinsam weiter am Ball bleiben, denn die internationale Konkurrenz schläft nicht.“

AT&S-CEO richtet Forderung an EU

Mikroelektronik sei einer der Schlüssel zur Schaffung und Sicherung von nachhaltigem Wohlstand in Europa. „Und IC-Substrate sind ein wichtiger Teil davon, denn jeder moderne Mikrochip, egal ob in KI-Rechenzentren, grünen Kraftwerken oder Smartphones, braucht IC-Substrate als Schnittstelle zu Datenspeichern und Stromversorgung“, so Mertin. Er richtet auch eine Forderung an die EU: „Wir brauchen eine mutige und innovative Mikroelektronik-Strategie für Europa, damit Europa wieder wettbewerbsfähig wird. Der European Chips Act ist zwar ein wichtiger Schritt, aber kein Ersatz für eine umfassende Mikroelektronikstrategie.“

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© ContexMesh - (vlnr): Thomas Fröis, Kathrin Fröis, Manuel Scheiderbauer.

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ContexMesh: Skalierung geplant

Durch diese Materialeinsparungen gemeinsam mit dem geringen Gewicht der Bewehrungen sollen zudem die Arbeit auf der Baustelle erleichtert und die Bauzeit verkürzt werden. Dafür und für seine nichtmetallischen Bewehrungslösungen gab es jetzt ein Investment in siebenstelliger Höhe.

„Das Investment markiert einen entscheidenden Meilenstein und ermöglicht den gezielten Ausbau des Standorts Vorarlberg als Technology-Hub für Advanced Materials, Forschung und Produktion, sowie Skalierung des Vertriebs im EU-Raum“, heißt es per Aussendung. Die Investoren werden nicht genannt.

Basis des Unternehmens aus der Forschung

Die konkrete technologische Basis des Unternehmens ist das Ergebnis von mehr als 14 Jahren intensiver Forschung und Entwicklung. Durch diese wissenschaftliche Fundierung und eine enge Kooperation mit Universitäten wurde Expertise in den Bereichen Material-Science, Bemessung und Planung aufgebaut.

Die hauseigenen Bewehrungslösungen von ContexMesh kommen insbesondere in der Sanierung von Beton-Infrastruktur wie Brücken und Unterführungen, in der Betonfertigteilindustrie etwa bei Fassadenplatten und Sandwichwänden sowie in Neubauprojekten zum Einsatz – darunter auch Anwendungen wie 3D-Betondruck, beispielsweise bei Bodenplatten und Kanalanlagen.

Krumbachbrücke saniert

Seit der Gründung hat das Unternehmen bereits einige Projekte realisiert. Als globales Pionierprojekt gilt für die Vorarlberger die Sanierung der 120-Meter langen Krumbachbrücke in Damüls, die als Bauwerk komplett mit nichtmetallischer Bewehrung saniert wurde.

Zentrales Alleinstellungsmerkmal von ContexMesh bildet die automatisierte Fertigungstechnologie: Diese ermöglicht es, Hochleistungsfasern in jedem beliebigen Design präzise zu verlegen. Das Ergebnis sei eine maximale Performance bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit.

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