18.09.2023

Ataleo: Wiener Startup mit Niki Futter an Bord insolvent

Ataleo will mit seiner Lösung die Weitergabe von Workflows erleichtern. Nun musste ein Sanierungsverfahren beantragt werden.
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Jumug Carbon Recovery Ataleo Insolvenzen
(c) Adobe Stock

„Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht“ – das ist nur allzu oft das Motto, wenn Mitarbeiter:innen To-Dos übernehmen, die bis dahin jemand anderer erledigt hat, etwa wegen Krankenständen oder weil sie neu im Unternehmen starten.

Das Problem: Es gibt bei vielen Tools nicht nur einen möglichen Weg. Auf Dauer findet man Kniffe und Tricks heraus, um den Workflow möglichst effizient zu gestalten. Wer es das erste Mal macht, startet wieder von Null – oder von dem Wissen, das beim meist reizüberflutenden Onboarding hängen geblieben ist. Dieses Problem will das Wiener Startup Ataleo beseitigen.

Schritt-für-Schritt-Workflow-Anleitungen via Ataleo-App

Mit dem Tool des Unternehmens können Schritt-für-Schritt-Workflow-Anleitungen mit Text, Bild und Video erstellt werden. User:innen können diese dann via App am Smartphone abrufen. Dazu brauchen sie nur einen QR-Code oder einen Link.

In der Arbeit mit Ataleo können die Nutzer:innen auch interagieren und Feedback geben. Das soll helfen, die Workflow-Anleitungen, die jederzeit bearbeitet werden können, weiter zu verbessern. Mit all dem soll sowohl das Onboarding als auch die Übergabe von Tasks innerhalb des Unternehmens deutlich effizienter gestaltet werden.

Mehrere Investoren überzeugt – auch Niki Futter mit kleinem Anteil

Das Konzept des 2021 von Gregor Oliver Novak gegründeten Startups überzeugte mehrere Investoren, darunter auch den bekannten Business Angel Niki Futter (der 2,45 Prozent der Anteile am Unternehmen hält). Wieviel er und andere in die Ataleo GmbH investierten, wurde nicht öffentlich bekanntgegeben. Gründer Novak hält aktuell etwas mehr als 60 Prozent der Anteile am Unternehmen.

Sanierungsverfahren beantragt

Wie Angaben der Kreditschutzverbände zu entnehmen ist, musste Ataleo nun aber einen Insolvenz-Antrag stellen. Dabei wurde ein Sanierungsverfahren beantragt, das Unternehmen soll also – wenn möglich – fortgeführt werden. Der derzeit vorliegende Sanierungsplan sieht laut Angaben des AKV eine Rate von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren vor.

Update: Ein ausführliches Statement des Gründers zur Insolvenz findet ihr hier.

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

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