14.07.2022

Arval und Lease a Bike starten (E)-Bike-Leasing in Österreich

Der Full-Service-Fahrzeugleasing Anbieter Arval bietet nun auch (E)-Bike-Leasing in Österreich an. In Zusammenarbeit mit “Lease a Bike” wird eine Auswahl von über 1.000 Fahrrädern zur Verfügung gestellt. Arval konnte schon seinen ersten Kunden - DHL Express Österreich - von diesem Angebot überzeugen.
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Oliver Hellmons und Donna Galle von Lease a Bike, Johannes Worsch und Brigitte Bichler von Arval Austria sowie Ralf Schweighöfer und Michael Eckelsberger von DHL Express Österreich (v.l.n.r.). © ARVAL Austria/Hörmandinger
Oliver Hellmons und Donna Galle von Lease a Bike, Johannes Worsch und Brigitte Bichler von Arval Austria sowie Ralf Schweighöfer und Michael Eckelsberger von DHL Express Österreich (v.l.n.r.). © ARVAL Austria/Hörmandinger

Als erstes Unternehmen in Österreich bietet der Fahrzeugleasing- und Mobilitätslösungen-Anbieter, Arval Austria, Fahrrad- und E-Bike-Leasing für Unternehmen an. Mit dem neuen Bike-Mobility-Angebot konnte das Unternehmen schon seinen ersten Kunden für sich gewinnen. Die erste Fahrrad-Bestellung gab DHL Express Österreich für seine Mitarbeiter:innen in Wien auf.

(E)-Bike-Leasing von Arval als Full-Service-Angebot

Die Kombination aus E-Auto- und E-Bike-Leasing werde immer beliebter, gibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Wie bei Full-Service Leasing-Modellen für Autos decke die fixe monatliche Leasingrate die Nutzung, Zulassung, Versicherung, Wartung, Reparatur sowie Reifen- und Road-Assistance von geleasten Fahrrädern und E-Bikes ab. Das Bike-Mobility-Angebot ist für jede Unternehmensgröße geeignet und bietet zudem flexible Vertragsdauern an. 

„Gerade bei der jüngeren Generation sind solche Lösungen sehr gefragt,“ sagt Brigitte Bichler von Arval Austria. Das Unternehmen bietet – gemeinsam mit Lease a Bike – über 1.000 Fahrrad- und E-Bike-Marken zum Auswahl. „Tägliches Fahrradfahren hält nicht nur Mitarbeiter:innen fit, sondern bietet auch Vorteile für Unternehmen. Mit unserem neuen Full-Service-Angebot setzen wir auf eine zeitgemäße und ökologische Mobilität – davon profitieren sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer:innen“, erklärt Bichler weiter. 

DHL Express Österreich als erster Kunde

Diese Meinung scheint auch der weltweit führende Anbieter für internationale Expressdienstleistungen, DHL Express, der als erster Kunde Fahrräder in Österreich geleast hat, zu vertreten. „Für DHL hat grüne Logistik einen hohen Stellenwert. Mit den neuen Fahrrädern und E-Bikes setzen wir einen weiteren Meilenstein in Richtung umweltfreundliche Mobilität, im ersten Schritt als zusätzlichen Benefit für unsere Mitarbeiter:innen“, sagt Ralf Schweighöfer, Managing Director DHL Express Österreich.

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Sie machte Wien zum beliebten Standort für die EU-Niederlassungen internationaler Krypto-Unternehmen: die EU-Kryptoregulierung MiCAR. Denn die heimische Finanzmarktaufsicht FMA genießt den Ruf, bei der Erteilung der für das Krypto-Geschäft in der EU notwendigen MiCAR-Lizenz hart, aber fair zu sein.

FMA: „MiCAR auch im Enforcement angekommen“

Nach einigen Meldungen rund um die Erteilung solcher Lizenzen – und in einem Fall einer vorübergehenden Sanktionierung – in den vergangenen Monaten, erfolgte nun erstmals die Verhängung einer Strafe wegen eines MiCAR-Verstoßes durch die FMA. „Damit wird sichtbar, dass die MiCAR nicht mehr nur ein Konzessions- und Aufsichtsthema ist, sondern auch im Enforcement angekommen ist“, heißt es von der Behörde in einer Aussendung dazu.

Termin-Fehler und fehlende Telefonnummer und Mail-Adresse

Getroffen hat es ausgerechnet Österreichs Krypto-Regulatorik-Musterschüler Bitpanda. Konkret machte das Wiener Unicorn bei der Veröffentlichung eines Whitepapers im Zuge eines Token-Launchs im vergangenen Jahr einige Termin- bzw. Formfehler, wie aus der Bekanntmachung der FMA hervorgeht: Das Whitepaper hätte laut Regelwerk bis spätestens 20 Werktage vor Veröffentlichung an die FMA übermittelt werden müssen, was nicht passierte; eine Marketingmitteilung zum Whitepaper wurde unerlaubterweise bereits vor dessen Veröffentlichung verbreitet; und in einer weiteren Marketingmitteilung fehlten ein Disclaimer, eine Telefonnummer und eine Mail-Adresse.

„Unmittelbar nach dem behördlichen Hinweis in Abstimmung mit der FMA behoben“

70.000 Euro Strafe wurden letztlich verhängt. Seitens Bitpanda stellt man auf brutkasten-Anfrage klar: „Alle von der FMA aufgezeigten Punkte wurden jeweils unmittelbar nach dem behördlichen Hinweis in Abstimmung mit der FMA behoben. Wir haben uns für eine rasche, einvernehmliche Beendigung des Verfahrens entschieden. Die Veröffentlichung erfolgte nach dem österreichischen MiCA-Vollzugsgesetz. Das Verfahren ist damit abgeschlossen.“

Zudem betont man beim Scaleup: „Kundengelder, die Sicherheit unserer Plattform oder die Integrität des Bitpanda-Ökosystems waren zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Aus den beanstandeten Punkten ist unseren Kundinnen und Kunden kein finanzieller Schaden entstanden.“

Analyse: Musterschüler als erster Bestrafter als falsches Signal

Das genau Bitpanda die erste Strafe auf MiCAR-Basis ausfasst, ist nachvollziehbar und könnte dennoch ein falsches Signal aussenden. Als größter heimischer Player, der in seinen Prozessen eng mit der FMA zusammenarbeitet, überrascht es nicht, dass gelegentlich Formfehler nicht nur passieren sondern auch unmittelbar bemerkt werden. Indessen sind einige große internationale Player weiterhin ohne MiCAR-Lizenz am heimischen Markt aktiv und entziehen sich erfolgreich der Strafverfolgung. Dass der Formfehler durch die FMA verfolgt wird ist korrekt und konsequent; dass ausgerechnet Bitpanda damit zum Exempel wird, wird den großen regulatorischen Themen am Krypto-Markt aber nicht gerecht.

In der Aussendung der FMA äußert man sich zu dieser Thematik indirekt und gewohnt sachlich: „Der Umstand, dass es sich um den ersten veröffentlichten MiCAR-Fall handelt, begründet für sich genommen keine Sonderstellung des betroffenen Unternehmens oder der festgestellten Verstöße.“

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