29.04.2026
SPACETECH

Ariane 6 bringt Amazon-Internetsatelliten ins All: Weltraumzulieferer aus Österreich beteiligt

Beim nächsten Start der europäischen Schwerlastrakete Ariane 6 kommen erneut Komponenten aus Österreich zum Einsatz: Das Wiener Unternehmen Beyond Gravity Austria liefert eine Hochtemperaturisolation für die Rakete, die am Donnerstag 32 Internetsatelliten von Amazon ins All bringen soll.
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Beyond Gravity Austria, Ariane 6
© ESA–D. Ducros.

Morgen, am Donnerstagvormittag, startet vom europäischen Weltraumbahnhof in Südamerika (Französisch‑Guayana) die europäische Schwerlastrakete Ariane 6 zu einer weiteren Mission. An Bord: 32 Internetsatelliten von Amazon, die Teil eines globalen Satellitennetzwerks sind. Vier Booster liefern der Rakete beim Start den notwendigen Zusatzschub. Die Ober- und Unterstufe der Rakete verwenden eine Hochtemperaturisolation des österreichischen Weltraumzulieferers Beyond Gravity Austria – 57 Millionen Euro Umsatz (2025) – mit Sitz in Wien-Meidling.

Beyond Gravity: Bereits im Frühjahr beteiligt

„Aus Österreich kommen entscheidende Komponenten für die größte Rakete Europas. Mit unserer rot-weiß-roten Spitzentechnologie tragen wir wesentlich zum eigenständigen Zugang Europas zum Weltraum und zur Umsetzung dieses weltumspannenden Internetsatellitennetzwerks bei“, erklären Kurt Kober und Wolfgang Pawlinetz, die beiden Geschäftsführer von Beyond Gravity Austria.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Meidlinger an so einem Projekt beteiligt sind. Im Februar dieses Jahres war ebenfalls eine Hochtemperaturisolation des Wiener SpaceTech-Unternehmens verbaut. Befördert wurden damals auch Internet-Satelliten des US-Riesen – brutkasten berichtete.

„Unsere Hochtemperaturisolation schützt die Raketenantriebe vor Temperaturen von bis zu 1.500 Grad Celsius. Beim Raketenstart befindet sich unsere Isolation mitten im Flammeninferno“, beschreibt Pawlinetz, der auch den Geschäftsbereich „Thermal und Mechanismen“ bei Beyond Gravity Austria verantwortet.

18 geplante Starts

Der Flug mit den „Amazon Leo“-Internetsatelliten, die früher unter dem Namen „Projekt Kuiper“ bekannt waren, ist somit der zweite in einer Reihe von 18 geplanten Starts der Ariane 6 für die Internetsatellitenflotte des Technologiekonzerns. In einer ersten Ausbaustufe sind mehr als 3.000 Amazon-Satelliten geplant.

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Mit seinen Sensoren-Systemen erkennt eologix-ping frühzeitig Probleme bei Windkraftanlagen | (c) eologix-ping
(c) eologix-ping

Im Mai 2024 holte eologix-ping ein Millioneninvestment u.a. von Verbund X – brutkasten berichtete. Im gleichen Jahr führte das Grazer Startup Blitzdetektion ein und erweiterte sein Produktportfolio um Blitzüberwachungssysteme.

Eologix-Ping mit neuer Version

Nun hat Eologix-Ping die Markteinführung von „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ bekannt gegeben, einer neuen satellitengestützten Version seiner Blitzüberwachungslösung für Windturbinen.

Die neue Variante soll es Wind-Asset-Managern in abgelegenen Regionen mit geringer Konnektivität, in denen die Mobilfunkkommunikation unzuverlässig oder nicht verfügbar ist, ermöglichen, zu erkennen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde – konkret geschieht das mittels Myriotas UltraLite-Satellitenkonnektivität.

Use-Case bleibt

Der grundlegende Use Case bleibt bei den Grazern jedoch unverändert: Betreiber wissen zu lassen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde, damit sie Inspektionen priorisieren, die Wartungsplanung verbessern und Unsicherheiten nach Gewitterstürmen reduzieren können.

„Abgelegene Windparks sollten nicht einfach deshalb an operativer Transparenz verlieren, weil die Mobilfunkabdeckung begrenzt ist“, sagt Matthew Stead, CPO und Mitgründer von Eologix-Ping. „Mit ‚Event Lightning Fleet – Satellitenversion‘ erweitern wir die Blitzüberwachung auf Turbinenebene auf Regionen, in denen die traditionelle Kommunikationsinfrastruktur eine Hürde dargestellt hat.“

Einblicke auf Turbinenebene

Blitzeinschläge können erhebliche Blattschäden und Betriebsrisiken für Windturbinen verursachen. In vielen Fällen sind Betreiber gezwungen, nach Gewitterstürmen umfangreiche Inspektionen durchzuführen, ohne klare Anhaltspunkte dafür zu haben, welche Turbinen betroffen waren.

Im Gegensatz zu regionalen Wetterdiensten, die sich auf flächenweite Blitzaktivität konzentrieren, sei „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ darauf ausgelegt, betriebliche Einblicke auf Turbinenebene zu liefern.

Aus dem Archiv: Die Hintergründe zum Millioneninvestment für eologix-ping aus Graz

Das System erkenne Blitzereignisse direkt am Windturbinenturm mithilfe eines Magnetfeldsensors, der im Power and Communication Module (PCM) installiert ist. Der Sensor erfasst das durch den Blitzstrom im Turmgebäude induzierte Magnetfeld und generiert eine Ereignisbenachrichtigung, die in die Cloud übertragen wird.

Eologix-Ping-CEO: „Besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika“

„Wir sind stolz darauf, mit Eologix-Ping zusammenzuarbeiten, um die Blitzüberwachung auf Standorte auszudehnen, die traditionell außerhalb der Reichweite zuverlässiger Konnektivität lagen“, sagte Dan Franklin, Regional Sales Director bei Myriota.

Und Thomas Schlegl, CEO und Mitgründer von Eologix-Ping, ergänzt: „Mit dieser Markteinführung können Betreiber Blitzüberwachung auf Turbinenebene an Standorten einsetzen, die bisher schwer zu verbinden waren. Dies ist besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika, wo abgelegene geografische Lagen und begrenzte Telekommunikationsinfrastruktur nach Blitzereignissen operative blinde Flecken schaffen.“

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