16.06.2020

AQT: Innsbrucker Quantencomputer-Startup vom Weltwirtschaftsforum ausgezeichnet

Das Weltwirtschaftsforum hat seine Auswahl von über 100 der vielversprechendsten Technologie-Pioniere des Jahres 2020 bekannt gegeben, die Industrien von der Landwirtschaft bis zur Gesundheitsfürsorge prägen. Darunter das österreichische Quantencomputerunternehmen AQT.
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Alpine Quantum Technologies GmbH
Trapped ion quantum devices pioneered and lead quantum information processing: from performance and scalability to wide-range applicability. Apply AQT quantum solutions to solve your problems.

AQT, das österreichische Quantencomputerunternehmen mit Sitz in Innsbruck, wurde unter hunderten Kandidaten als einer der „Technology Pioneers“ des Weltwirtschaftsforums ausgewählt. Das Unternehmen ist ein Spin-off der Universität Innsbruck und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, gegründet von den Quantenphysikern Rainer Blatt, Thomas Monz und Peter Zoller.

Ionenfallentechnologie von AQT

AQT entwickelt Hardware für Quantencomputer, die auf Ionenfallentechnologie (Festhalten von elektrisch geladenen Atomen oder Molekülen, mittels elektrischer und magnetischer Felder) aufbaut und  gehört nun zu den Technologie-Pionieren des Weltwirtschaftsforums. Jene definieren sich als junge bis gewachsene Unternehmen aus aller Welt, die sich mit dem Design, der Entwicklung und dem Einsatz neuer Technologien und Innovationen befassen. Und damit bereit sind, einen bedeutenden Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft auszuüben.

Globale Agenden setzen

Die Gruppe der Technologie-Pioniere ist ein Bestandteil der größeren „Global Innovators““Community von Startups auf dem Weltwirtschaftsforum. Nachdem AQT nun ausgezeichnet wurde, gehört es zu den Pflichten des Co-Founders und Geschäftsführers Thomas Monz, sich in Aktivitäten, Veranstaltungen und Diskussionen des Weltwirtschaftsforums einzubringen.

+++ Googles Quantencomputer: 200 Sekunden statt 10.000 Jahre +++

Das Startup wird in den nächsten zwei Jahren auch zu den Initiativen des Forums beitragen und mit politischen Entscheidungsträgern und führenden Persönlichkeiten des privaten Sektors zusammenarbeiten, um dabei zu helfen, globale Agenden zu Schlüsselthemen zu bestimmen.

„Zustand der Welt verbessern“

„Wir sind begeistert AQT, in unserem 20. Jahrgang der Technologie-Pioniere begrüßen zu dürfen“, sagt Susan Nesbitt, Leiterin der Global Innovators Community: „AQT und die anderen Pioniere entwickeln auf der ganzen Welt Spitzentechnologien. Über ihre Innovationen hinaus tragen diese Firmen in hohem Maße dazu bei, den Zustand der Welt zu verbessern“.

AQT-CEO: „Ionenfallentechnologie ein Spitzenkandidat“

Monz selbst sieht in dieser Anerkennung den Beweis hinsichtlich Quantencomputer-Entwicklung den richtigen Pfad gewählt zu haben: „Dies ist eine Bestätigung dafür, dass unsere Ionenfallentechnologie ein Spitzenkandidat für einen zukünftigen Quantencomputer ist, der bedeutsame und praxisnahe Probleme lösen kann. Unsere Technologie wird die Entwicklung von neuen Medikamenten oder von Materialien mit geplanten Eigenschaften unterstützen. Bessere Katalysatoren könnten beispielsweise Emissionen eindämmen und dazu beitragen, den Klimawandel zu bekämpfen. Wir freuen uns darauf, uns in die Dialoge des Forums zu dieser Herausforderung einzubringen.“.

Die Auswahl der Technologie-Pioniere erfolgte über die Auswahlkriterien der Community, welche Innovation, Einfluss und Führung ebenso beinhalten, wie die Relevanz der Firma für die Arbeitsprogramme des Weltwirtschaftsforums.

AQT, Weltwirtshcaftsforum, Quanten, Ionen, Ionenfalle, Moleküle
(C) AQT – CO-Founder Thomas Monz: „Unsere Technologie wird die Entwicklung von neuen Medikamenten unterstützen.“.

Berühmte Vorgänger wie Spotify, Google oder Twitter

In den zwei Jahrzehnten seit Bestehen finden sich unter den Pionieren auch sehr berühmte Namen. Darunter: Airbnb, Google, Kickstarter, Mozilla, Palantir Technologies, Spotify, TransferWise, Twitter und Wikimedia.


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Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

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AQT: Innsbrucker Quantencomputer-Startup vom Weltwirtschaftsforum ausgezeichnet

  • AQT, das österreichische Quantencomputerunternehmen mit Sitz in Innsbruck, wurde unter hunderten Kandidaten als einer der „Technology Pioneers“ des Weltwirtschaftsforums ausgewählt.
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  • Der diesjährige Event markierte den 20. Jahrestag der „Tech Pioneers“-Gemeinschaft.

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