28.05.2023

Appful: App-Startup erfindet sich neu und erhält Investment – Fokus auf CX

Appful hat seit der Übernahme durch Lukas Gehrer einen Wandel vollzogen. Nun hat man frisches Kapital erhalten.
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Appful, Apps selber bauen, Apps entwickeln, Apps für Unternehmen, App für Unternehmen
(c) Appful - Lukas Gehrer von Appful.

Das Startup Appful fiel bereits Ende 2021 auf. Nach einer Beschwerde des US-Giganten Apple – wegen der Namensähnlichkeit – formulierte das österreichische Startup eine Mail mit einer sanften Drohung, sollte der US-Konzern tatsächlich rechtliche Schritte einleiten. Ein neues, junges Team zu verklagen, wäre eine „schlechte PR“, würden Medien davon erfahren. So der sinnhafte Wortlaut.

Appful: Sechsstelliges Investment

Das Startup, das App-Baukästen für Unternehmen entwickelt, legte damals einen Exit hin und wurde vom heutigen Geschäftsführer Lukas Gehrer übernommen. Nach einigen Tiefschlägen, wie es der neue CEO betitelt, konnte nun eine Finanzierungsrunde in sechsstelliger Höhe finalisiert werden.

„Wir können heute stolz sagen, mit Appful den einfachsten Baukasten für native iOS- und Android-Apps mit WordPress-Schnittstelle anzubieten“, so der 24 Jahre junge Geschäftsführer und Mehrheitseigentümer. Seit seiner Übernahme von Appful wurden neue Entwickler eingestellt und ein eigenes Büro in Wien bezogen.

Appful
(c) Appful – Das Appful-Team entwickelte einen nativen Baukasten mit WordPress-Anbindung.

Mit Appful lasse sich, Gehrer nach, jede WordPress-Webseite in fünf Minuten in eine native App verwandeln und direkt austesten. Das Unternehmen, welches bereits Apps für Greenpeace, Vaude und Peta lancierte, konnte jüngst weitere Großprojekte wie die Jugend-Infoapp des Landes Südtirol „Youth App“ und eine noch unter Verschluss gehaltene Lernvideo-App für Tennis Gate gewinnen.

Einsparungspotential für Unternehmens-Apps

Eingestiegen sind drei Business Angels, die mit ihrem Kapital nun den weiteren Ausbau von Vertriebskanälen vorantreiben werden. Strategische Unterstützung kommt von der Integra GmbH aus Deutschland. Deren CEO Gerhard Berger bringt jahrzehntelange Erfahrung als Manager bei SAP ins Team. Mit dem sechsstelligen Investment wurde unter anderem auch der Relaunch beschleunigt. „Wir sehen mit Appful ein enormes Einsparungspotential für Unternehmens-Apps in der Industrie“, sagt Berger.

So geht’s: Im Web- Baukasten lassen sich mit „Drag&Drop“ App-Elemente wie Beitragslisten, Menüs, Suche, HTML-Bausteine und auch Logos sowie CI-Farben einstellen. Als Basis für die App-Inhalte dient die WordPress-Seite der Kund:innen. Verbunden wird diese mit einem Klick über das kostenfreie appful.io-WordPress-Plugin. Mit der neuen „Appful Companion“-App können die gebauten Apps auch live getestet werden.

Agentur-Fokus

Großes Potential sieht Gehrer künftig in der Zusammenarbeit mit Agenturen und Verlagen, die Appful als weiteren Kundenkanal in bestehende Content-Strategien integrieren können. Er sagt: „Wir verhandeln aktuell mit über 30 Agenturen und Verlagen über eine Vermarktung.“

Mit Werbeagenturen wie „Unblock“ arbeitet man bereits zusammen. Mit Raidboxes.io schloss man im Mai 2023 zudem eine exklusive Partnerschaft zur Vermarktung von Appful über den WordPress-Hosting-Anbieter in Deutschland ab. In Österreich sei man parallel mit den vier größten Zeitungsverlagen in Gesprächen, die Appful für Corporate Publishing-Kunden einsetzen möchten.

Appful und die Anfänge

Zu den Anfängen: Appful startete 2015 als einfacher App-Baukasten für WordPress-Blogs. Seit der Übernahme durch die Lukas Gehrer Digital GmbH 2021 wurde der Baukasten komplett überarbeitet und vermehrt auf Unternehmen und Agenturen ausgerichtet, die mit Content Apps, Lernplattformen, Mitarbeiterapps und Corporate Publishing nachhaltige Nutzerbeziehungen per App aufbauen möchten. Nach der Übernahme lief jedoch nicht alles, wie gehofft, und es musste viel neu gebaut werden. Etwa veraltete Anpassungen an aktuelle WordPress-Updates zwecks Kompatibilität.

„Es war geplant, zu übernehmen und gleich zu skalieren“, erzählt Gehrer weiter. „Aber eigentlich haben wir dann zwei Jahre lang quasi ‚den Gebrauchtwagen‘ saniert. Damit sind wir fertig und können neben dem Investment auch gleich unseren Relaunch verkünden.“

Gehrer und sein Team haben nicht nur die Website neu gestaltet, sondern auch den Code neu geschrieben und das Startup neu ausgerichtet. Von den Zielgruppen her, wie erwähnt, stärker in Richtung Web- und WordPress-Agenturen, die andere Bedürfnisse haben, als bisherige Kundschaft. Zudem – und das sei die wichtigste Neuerung und der USP – geht man als Appful nun über die reine SaaS-Anbieterfunktion hinaus und widmet sich verstärkt dem Customer-Service: Persönliche Treffen und telefonische Anfragen inkludiert, sollten Kund:innen Hilfe benötigen.

Neuausrichtung mit Kundenschwerpunkt

„Wir wollen uns stark als Agentur ausrichten und“, präzisiert Gehrer, „einen persönlichen Draht bieten. In den USA und Indien gibt es zwar Mitbewerber mit ähnlichen Baukästen, die sind aber unter anderem wegen der Zeitverschiebung nicht immer ideal zu erreichen.“

Appful stehe heute ganz anders da, als noch davor, beteuert der CEO abschließend: „Wir sind im DACH-Raum der einzige native Baukasten mit WordPress-Anbindung. Wir sehen es als großen Vorteil an, dass Kund:innen mit uns wirklich zusammenarbeiten können und nicht nur ‚mit uns‘. Wir helfen auch, wenn Google eine Mail schreibt und Richtlinien sich geändert haben.“

Das neue Appful-Dashboard mit dazugehörigem WordPress-Plugin und Companion-App (Android / iOS) ist seit dieser Woche offiziell verfügbar.

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(c) eologix-ping

Im Mai 2024 holte eologix-ping ein Millioneninvestment u.a. von Verbund X – brutkasten berichtete. Im gleichen Jahr führte das Grazer Startup Blitzdetektion ein und erweiterte sein Produktportfolio um Blitzüberwachungssysteme.

Eologix-Ping mit neuer Version

Nun hat Eologix-Ping die Markteinführung von „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ bekannt gegeben, einer neuen satellitengestützten Version seiner Blitzüberwachungslösung für Windturbinen.

Die neue Variante soll es Wind-Asset-Managern in abgelegenen Regionen mit geringer Konnektivität, in denen die Mobilfunkkommunikation unzuverlässig oder nicht verfügbar ist, ermöglichen, zu erkennen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde – konkret geschieht das mittels Myriotas UltraLite-Satellitenkonnektivität.

Use-Case bleibt

Der grundlegende Use Case bleibt bei den Grazern jedoch unverändert: Betreiber wissen zu lassen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde, damit sie Inspektionen priorisieren, die Wartungsplanung verbessern und Unsicherheiten nach Gewitterstürmen reduzieren können.

„Abgelegene Windparks sollten nicht einfach deshalb an operativer Transparenz verlieren, weil die Mobilfunkabdeckung begrenzt ist“, sagt Matthew Stead, CPO und Mitgründer von Eologix-Ping. „Mit ‚Event Lightning Fleet – Satellitenversion‘ erweitern wir die Blitzüberwachung auf Turbinenebene auf Regionen, in denen die traditionelle Kommunikationsinfrastruktur eine Hürde dargestellt hat.“

Einblicke auf Turbinenebene

Blitzeinschläge können erhebliche Blattschäden und Betriebsrisiken für Windturbinen verursachen. In vielen Fällen sind Betreiber gezwungen, nach Gewitterstürmen umfangreiche Inspektionen durchzuführen, ohne klare Anhaltspunkte dafür zu haben, welche Turbinen betroffen waren.

Im Gegensatz zu regionalen Wetterdiensten, die sich auf flächenweite Blitzaktivität konzentrieren, sei „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ darauf ausgelegt, betriebliche Einblicke auf Turbinenebene zu liefern.

Aus dem Archiv: Die Hintergründe zum Millioneninvestment für eologix-ping aus Graz

Das System erkenne Blitzereignisse direkt am Windturbinenturm mithilfe eines Magnetfeldsensors, der im Power and Communication Module (PCM) installiert ist. Der Sensor erfasst das durch den Blitzstrom im Turmgebäude induzierte Magnetfeld und generiert eine Ereignisbenachrichtigung, die in die Cloud übertragen wird.

Eologix-Ping-CEO: „Besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika“

„Wir sind stolz darauf, mit Eologix-Ping zusammenzuarbeiten, um die Blitzüberwachung auf Standorte auszudehnen, die traditionell außerhalb der Reichweite zuverlässiger Konnektivität lagen“, sagte Dan Franklin, Regional Sales Director bei Myriota.

Und Thomas Schlegl, CEO und Mitgründer von Eologix-Ping, ergänzt: „Mit dieser Markteinführung können Betreiber Blitzüberwachung auf Turbinenebene an Standorten einsetzen, die bisher schwer zu verbinden waren. Dies ist besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika, wo abgelegene geografische Lagen und begrenzte Telekommunikationsinfrastruktur nach Blitzereignissen operative blinde Flecken schaffen.“

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