08.02.2015

App errechnet Risiko eines Flugzeugabsturzes

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News in Kürze: Ein Überblick über die letzten Geschehnisse

Es gibt Apps, die haben einen praktischen Nutzen und damit auch einen Mehrwert und dann gibt es solche, die eher nur zur Belustigung dienen. Flugangst sollte man aber bei der App „Am I going down?“ (zu Deutsch: „Werde ich abstürzen“) nicht haben. Im Grunde handelt es sich bei dieser App um einen Wahrscheinlichkeitsrechner für Flugzeugabstürze.

Die vom Entwicklerstudio Vanilla Pixel veröffentlichte App errechnet anhand des Flugzeugtyps sowie der Flugverbindung, die Wahrscheinlichkeit eines Crashs. Die Berechnung basiert auf US-Unfallstatistiken und soll das Risiko für rund zehn Millionen Flugrouten vorhersagen können. Die britischen Entwickler treffen hier den Nerv der Zeit: Im vergangenen Jahr sind Medienberichten zufolge fast 1000 Menschen bei einem Flugzeugabsturz getötet worden. Vier Mal mehr als noch im Jahr 2013.

Kostenlos ist die App nicht. 0,99 Cent zahlt man als iOS-Nutzer, um zu erfahren, dass man die nächsten 7627 Jahre jeden Tag diesen Flug nehmen muss, um einmal abzustürzen. Da ist es wahrscheinlicher  von einem Blumentopf getroffen zu werden als bei einem Flugzeugabsturz zu sterben. Für Android-Nutzer gibt es die App nicht.

 

Am I going down? Screen1 Am I going down? Screen2

© Am I going down?

Hier geht es zur App: iTunes

 

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Montage eines Sensors im Bachbett | (c) GMD
Montage eines Sensors im Bachbett | (c) GMD

„Naturgefahren frühzeitig erkennen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für Behörden und Infrastrukturbetreiber bereitstellen“ – so definiert das Innsbrucker Startup GMD sein Produkt. Dazu hat es mit der KI-gestützten Plattform GeoSenseAI ein ganzes Technolgoie-Portfolio aufgebaut. Das umfasst etwa IoT-Sensoren zur Erkennung von Hochwasser, Verklausungen, Hangbewegungen und Steinschlag, seismische Sensorik zur Überwachung instabiler Felsbereiche, Wetterstationen für hochalpine Standorte, Monitoring von Wasserressourcen und Quellen und KI-gestützte Analyse von Besucher- und Personenströmen. Über die Cloud-basierte Plattform erfolgen dann Visualisierung, Modellierung und Alarmierung.

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen“

Damit war das 2024 gegründete Unternehmen, das als „Verified Social Enterprise“ eingetragen ist und unter anderem mit Infineon kooperiert, schon bislang über die Landesgrenzen hinaus aktiv – etwa über eine Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (brutkasten berichtete). Nun erfolgte mit der Eröffnung eines Standorts im Technopark Graubünden im Schweizer Landquart und der Gründung einer Schweizer Tochtergesellschaft der nächste Expansionsschritt. Dabei startete man bereits ein erstes Pilotprojekt mit dem Schweizer Bahnbetreiber Rhätische Bahn.

Ein Pegelsensor von GMD | (c) GMD

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen – unsere Technologien dürfen daher ebenfalls nicht an Landesgrenzen enden. Mit der Gründung der GMD Swiss GmbH schaffen wir die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit mit Schweizer Partnern und stärken unsere Präsenz im gesamten Alpenraum“, kommentiert Geschäftsführer Steve Weingarth. Der Standort Landquart sei „weit mehr als ein Vertriebsbüro“. „Er wird zu einem zentralen Innovations- und Entwicklungsstandort für intelligente Lösungen zur Prävention alpiner Naturgefahren und bildet einen wichtigen Baustein unserer internationalen Wachstumsstrategie“, so Weingarth.

Finanzierungsrunde für Expansionsstrategie

Die unmittelbare Nähe zu Forschungsinstitutionen, Infrastrukturbetreibern und öffentlichen Einrichtungen am Standort schaffe ideale Voraussetzungen für die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Klimaresilienz und Naturgefahrenprävention, heißt es von GMD. „Graubünden zählt zu den Regionen Europas, die besonders stark von Naturgefahren betroffen sind und gleichzeitig über eine hochentwickelte Infrastruktur verfügen. Damit bietet der Kanton ideale Bedingungen, um innovative Sensorik und digitale Frühwarnsysteme unter realen Einsatzbedingungen zu entwickeln, zu testen und weiterzuentwickeln.“

Langfristig verfolge man den Aufbau eines grenzüberschreitenden „Alpine Data Hub“, der Umwelt-, Sensor- und Geodaten aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Italien zusammenführt. In den kommenden Jahren sollen weitere Standorte „entlang der Alpenachse“ entstehen. Dazu befinde man sich aktuell auch im Closing einer Seed-Finanzierungsrunde. Schon für Anfang 2027 sei ein weiteres Investment geplant.

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