08.02.2015

App errechnet Risiko eines Flugzeugabsturzes

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News in Kürze: Ein Überblick über die letzten Geschehnisse

Es gibt Apps, die haben einen praktischen Nutzen und damit auch einen Mehrwert und dann gibt es solche, die eher nur zur Belustigung dienen. Flugangst sollte man aber bei der App „Am I going down?“ (zu Deutsch: „Werde ich abstürzen“) nicht haben. Im Grunde handelt es sich bei dieser App um einen Wahrscheinlichkeitsrechner für Flugzeugabstürze.

Die vom Entwicklerstudio Vanilla Pixel veröffentlichte App errechnet anhand des Flugzeugtyps sowie der Flugverbindung, die Wahrscheinlichkeit eines Crashs. Die Berechnung basiert auf US-Unfallstatistiken und soll das Risiko für rund zehn Millionen Flugrouten vorhersagen können. Die britischen Entwickler treffen hier den Nerv der Zeit: Im vergangenen Jahr sind Medienberichten zufolge fast 1000 Menschen bei einem Flugzeugabsturz getötet worden. Vier Mal mehr als noch im Jahr 2013.

Kostenlos ist die App nicht. 0,99 Cent zahlt man als iOS-Nutzer, um zu erfahren, dass man die nächsten 7627 Jahre jeden Tag diesen Flug nehmen muss, um einmal abzustürzen. Da ist es wahrscheinlicher  von einem Blumentopf getroffen zu werden als bei einem Flugzeugabsturz zu sterben. Für Android-Nutzer gibt es die App nicht.

 

Am I going down? Screen1 Am I going down? Screen2

© Am I going down?

Hier geht es zur App: iTunes

 

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Das Gründungs-Trio von AYB: Dominik Jöbstl, Robert Haidl und Fabio Steiner (v.l.) © AYB

„Ausgewaschene Baumwollunterhosen fühlen sich mit der Zeit an wie so ein 40er Schleifpapier“, zumindest, wenn es nach Fabio Steiner, Dominik Jöbstl und Robert Haidl geht. Die drei Grazer wollten sich mit diesem Problem nicht länger abfinden und begannen so an der „perfekten Boxershorts“ zu tüfteln. Daraus geworden ist im November 2025 die AYB Underwear GmbH. AYB steht hier für „About Your Balls“. Seit Mitte Juli 2026 kann man sich vom Website-Claim „kein Zwicken. kein Kratzen.“ nun selbst überzeugen.

Zwei Jahre Materialsuche

Rund zwei Jahre arbeiteten die Gründer mit der Grazer Schneiderin Sarah Kohlendorfer zusammen, testeten laut eigenen Angaben mehr als 30 Stoffe und zwölf Prototypen, ehe die Wahl auf Tencel Modal Micro der oberösterreichischen Lenzing AG fiel.

Auch der Schnitt wurde mehrfach überarbeitet: An der Hüfte, „dort ist der Punkt, wo die Unterhose am meisten spannt“, wie Steiner im Interview erklärt, verzichtet AYB auf eine Naht. Stattdessen verlaufen die Nähte vorne und hinten. Daraus ergeben sich zwei zusätzliche Nähte, dafür aber ohne Druckstellen an der empfindlichsten Zone, wie die Gründer ausführen.

Made in China

Produziert wird in einer Partnerfirma im chinesischen Guangdong. Dort würden laut Steiner „90 Prozent aller Unterhosen der Welt produziert“, die Lieferketten seien entsprechend eingespielt. Eine Produktion in Europa hätte man laut Steiner deutlich teurer kalkulieren müssen: „Wir hätten das Dreifache verlangen müssen.“

Preislich positioniert sich AYB zwischen Billiganbietern und Premiummarken, ein Dreierset kostet 44,90 Euro. Über die genaue Marge wollten die Gründer keine Angaben machen, sie sei aber „für das Textilgeschäft üblich“, erwähnt man im Interview.

Verkaufszahlen übertreffen die eigenen Erwartungen

Die ersten Pre-Sale Bestellungen von AYB wurden selbst ausgeliefert. © AYB

Mitte Juli 2026 ging AYB mit einer ersten Bestellung von 1.000 3er-Sets in den regulären Verkauf. Ursprünglich hatten die Gründer mit 50 verkauften Sets pro Monat kalkuliert „und jetzt haben wir halt einfach mehr als das Zehnfache verkauft“, sagt Steiner.

Rund 600 Dreiersets wurden bislang abgesetzt, eine zweite Bestellung über 2.000 weitere Sets ist bereits unterwegs. Finanziert wird sie aus dem laufenden Cashflow: „Es läuft aktuell in einem positiven Cashflow, was uns sehr happy stimmt“, bestätigt Steiner gegenüber brutkasten. Auf Investor:innen verzichten die drei laut eigenen Angaben bewusst. Man wolle es soweit wie möglich bootstrappen.

Vom Marketingbüro zum Boxershort-Business

Steiner und Jöbstl betreiben parallel eine eigene Marketingagentur, aus deren Einnahmen unter anderem die GmbH-Gründung über 12.000 Euro von AYB mitfinanziert wurde. Aktuell laufen beide Geschäfte parallel. „Um auch zu schauen, was funktioniert am Ende des Tages einfach besser“, meint Steiner. Bis man sich bei AYB etwas auszahlen könne „dauert sicher noch zwei, drei Jahre“, fügt er hinzu.

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