09.12.2024
INSOLVENZ

Apocrat: NÖ-Startup für Consent-Management muss Insolvenz anmelden

Das niederösterreichische Consent-Management-Startup Apocrat muss drei Jahre nach seiner Gründung Insolvenz anmelden. Es kann seinen laufenden Zahlungsverpflichtung nicht mehr nachkommen.
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Das Apocrat-Founderteam (v.l.): Armin Huremagic (CTO), Laura Kaltenbrunner (CMO und Alexander Jürgens (CEO) © Apocrat
Das Apocrat-Founderteam (v.l.): Armin Huremagic (CTO), Laura Kaltenbrunner (CMO) und Alexander Jürgens (CEO) © Apocrat

Das St. Pöltner Unternehmen Apocrat präsentiert sich als einer der ersten Anbieter einer Softwarelösung, die den Datenschutz für Smart-Home-Geräte gewährleistet. Noch im Jahr 2022 erhielt das Startup eine Seedfinanzierung der Austria Wirtschaftsservice (aws). Nun musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.

Eröffnung eines Konkursverfahrens

Wie die Kreditschutzverbände AKV und KSV1870 heute mitteilten, stellte man am Landesgericht St. Pölten einen Eigenantrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens. Die genauen Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit sind derzeit noch nicht bekannt – auf Anfrage von brutkasten liegt bisher keine Stellungnahme vor.

Ein Konkursverfahren endet üblicherweise mit der Schließung und Verwertung des Unternehmens. Es ist aber nicht zwangsläufig so. Es besteht auch noch im Laufe des Verfahrens die Möglichkeit, einen Antrag auf Sanierung einzubringen, sofern diese wirtschaftlich machbar und sinnvoll ist, und somit – im Erfolgsfall – den Betrieb fortzuführen.

Apocrat bietet Software für Datenschutz bei Smart-Home-Geräten

Das Startup Apocrat wurde im November 2021 von Alexander Jürgens (CEO), Armin Huremagic (CTO) und Laura Kaltenbrunner (CMO) gegründet. Gemeinsam entwickelten sie eine Consent-Management-Plattform (CMP) speziell für IoT-Geräte. Die Zielgruppe umfasst sowohl Nutzer:innen als auch Anbieter von Endgeräten, mit einem besonderen Fokus auf Smart-Home-Geräte wie Staubsauger oder Smartwatches.

Die Vision von Apocrat: Persönliche Daten müssen auch in den eigenen vier Wänden bestmöglich geschützt sein. Daher sollen die Nutzer:innen durch die Software eine vollständige Transparenz darüber erhalten, welche Daten von welchem Unternehmen zu welchem Zweck genutzt werden. Mit diesem Ziel entwickelte das Startup eine Datenschutzlösung, die eine sichere und datenschutzkonforme Nutzung von Smart-Home-Geräten verspricht.

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(c) Tony Sebastian via Unsplash
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Die jüngere Geschichte des deutschen Essenzustellungs-Konzerns Delivery Hero, der u.a. vom Österreicher Markus Fuhrmann (mittlerweile mit Gropyus erfolgreich) mitgrgründet wurde, ist durchaus durchwachsen. Ausgerechnet im Heimatmarkt räumte man bereits 2018 durch einen Verkauf des gesamten Deutschland-Geschäfts an die niederländische Takeaway.com, zu der unter anderem Lieferando gehört, das Feld. Ein kurzer Comeback-Versuch mit der asiatischen Marke Foodpanda im Zuge des Lieferbooms der Corona-Pandemie wurde abgeblasen.

Anders sieht die Situation in eine Reihe weiterer globaler Märkte aus: Im arabischen Raum und in asiatischen Ländern wie Südkorea ist man über diverse Tochtermarken teils Marktführer. In mehreren lateinamerikanischen und europäischen Ländern zählt man zu den wichtigsten Playern. Auch in Österreich steht Delivery Hero mit der Marke Foodora auf Platz zwei hinter Takeaway.com mit Lieferando.

Konsolidierung Richtung USA: Uber Eats wird durch Übernahme zu globaler Nummer 1

Nun werden die Karten aber neu gemischt: Denn wie Uber heute bekanntgab, legte man ein Übernahmeangebot für den börsennotierten Berliner Konzern und will diesen für umgerechnet rund 12,7 Milliarden Euro aufkaufen. Das Angebot liegt dabei deutlich über dem aktuellen Aktienkurs. Geht der Deal durch, bedeutet das eine massive Marktkonsolidierung in Richtung USA. Uber betreibt mit Uber Eats selbst einen globalen Player in der Essenzustellung, der etwa Marktführer in Frankreich, Japan, Australien, Mexiko und Kanada ist – im Heimatmarkt USA aber recht weit hinter Konkurrent Doordash liegt.

Durch die geplante Übernahme von Delivery Hero kauft sich Uber führende Positionen in einer ganzen Reihe von Ländern ein. Mit 99 Märkten und einem Bruttowarenvolumen von 236 Milliarden Dollar (auf Basis der Werte aus 2025) wäre es nachher nach eigenen Angaben das größte Lieferdienst-Unternehmen der Welt.

14 Märkte, darunter Österreich, wegen Kartellrecht an anderen Käufer

Insgesamt 14 Märkte spart Uber bei der Übernahme aber bewusst aus. Diese sollen auf Basis eines Vertrags mit der New Yorker Investmentfirma SSW Partners von dieser für umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro übernommen werden. Das betrifft bis auf Chile, Ecuador und die Türkei europäische Länder, darunter etwa Schweden, Spanien und auch Österreich. Um die Marken geht es dabei nicht – Foodora (Europa), Glovo (Europa/Asien/Afrika) und PedidosYa (Lateinamerika) gehen mit ihren nationalen Töchtern teilweise an Uber und teilweise an SSW Partners.

Grund für die sehr selektive Aufspaltung ist das Kartellrecht. Laut offizieller Uber-Aussendung zum geplanten Deal übernehme SSW Partners „insbesondere dort, wo sich Uber Eats und Delivery Hero bereits überschneiden“. Sprich: Es werden proaktiv Märkte ausgespart, wo Kartell-Klagen und ein Einschreiten von Wettbewerbsbehörden vorprogrammiert sind.

Österreichischer Markt als Spezialfall

Im Fall von Österreich, wo Uber Eats nach einem gescheiterten ersten Versuch momentan gar nicht am Markt ist, geht es vor allem um die EU-Wettbewerbshüter, die den Gesamtmarkt im Blick haben. Durch den Schachzug steht gleichzeitig dem bereits kommunizierten Wiedereinstieg mit der Marke Uber Eats in den österreichischen Markt nichts im Wege.

Die New Yorker Investmentgesellschaft wird übrigens nicht dauerhaft Eigentümerin von Foodora Österreich und den weiteren Töchtern bleiben. Man werde „den Prozess leiten, um die besten langfristigen Heimstätten für diese Unternehmen zu finden, in denen sie weiterhin florieren können“, heißt es von SSW Partners.

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