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In der ORF-Pressestunde am Sonntag sprach sie bereits kurz darüber, nun wurde Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner in einem Pressestatement, das brutkasten vorliegt, noch konkreter: Die nächsten Schritte für den geplanten Dachfonds, der als „Scale-up-Fonds“ bezeichnet wird, stehen fest.
Zehetner: aws „kennt das heimische Innovationsökosystem bis in seine Strukturen hinein“
Die wohl größte Neuigkeit: Dieser wird – nicht ganz überraschend – bei der Austria Wirtschaftsservice (aws) angesiedelt. „Die Austria Wirtschaftsservice GesmbH verfügt über umfassende Erfahrung in der Startup-Förderung und kennt das heimische Innovationsökosystem bis in seine Strukturen hinein. Mit der Ansiedelung des Scale-up-Fonds rücken wir dem Ziel näher, privates Wachstumskapital zu aktivieren und die strukturelle Finanzierungslücke in der Scale-up-Phase wirksam zu schließen“, kommentiert Zehetner.
Ausschreibung des Fondsmanagements als einer der nächsten Schritte
Die nächsten Schritte seien nun die Gründung einer Umsetzungsgesellschaft und die Ausschreibung eines professionellen Fondsmanagements durch die aws sowie die Ausarbeitung der genauen Investitionsstrategie. Zehetner betont zur Auswahl des Fondsmanagements: „Entscheidend sind ein nachweisbarer Track Record, internationale Investitionserfahrung und die Fähigkeit, institutionelle Investoren in Österreich – von Pensionskassen über Family Offices bis hin zu Versicherungen – zu überzeugen und zu bündeln. Es geht darum, Kapital zu mobilisieren, das vorhanden ist, aber bislang zu selten in heimische Wachstumsunternehmen fließt.“ Sie spricht damit klar auf entsprechende Kommentare aus der Startup-Szene an, in denen die Wichtigkeit eines unabhängigen, erfahrenen Fondsmanagements wiederholt eingemahnt wurde.
„Soll dafür sorgen, dass mehr dieser Erfolgsgeschichten in Österreich bleiben“
Subtil, aber doch, spricht Zehetner auch die zuletzt rund um Peter Steinberger und OpenClaw hochgekochte Diskussion zur Abwanderung heimischer Startups vor allem in die USA an. „Unsere Startups schaffen Arbeitsplätze, treiben Digitalisierung und Energiewende voran, doch für den nächsten Entwicklungsschritt brauchen sie vor allem eines: ausreichend Wachstumskapital. Der Scale-up-Fonds soll dafür sorgen, dass mehr dieser Erfolgsgeschichten in Österreich bleiben und hier zu internationalen Unternehmen heranwachsen“, so die Staatssekretärin.
Der Dachfonds wurde vor einem Jahr im Regierungsprogramm der damals neuen schwarz-rot-pinken Koalition erstmals angekündigt. Seitdem wurden die Pläne in mehreren Etappen konkretisiert. Geplant ist ein Fund-of-Funds mit einem Zielvolumen von 300 bis 500 Millionen Euro, der gezielt in VC-Fonds investiert, die wiederum Startup-Investments tätigen.





