25.02.2026
"SCALE-UP-FONDS"

Ansiedlung bei aws: Zehetner gibt nächste Schritte für Dachfonds bekannt

Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hat die nächsten Schritte für den geplanten Dachfonds bekannt gegeben, der unter dem Namen „Scale-up-Fonds“ firmiert. Dieser soll bei der Austria Wirtschaftsservice (aws) angesiedelt werden.
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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher

In der ORF-Pressestunde am Sonntag sprach sie bereits kurz darüber, nun wurde Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner in einem Pressestatement, das brutkasten vorliegt, noch konkreter: Die nächsten Schritte für den geplanten Dachfonds, der als „Scale-up-Fonds“ bezeichnet wird, stehen fest.

Zehetner: aws „kennt das heimische Innovationsökosystem bis in seine Strukturen hinein“

Die wohl größte Neuigkeit: Dieser wird – nicht ganz überraschend – bei der Austria Wirtschaftsservice (aws) angesiedelt. „Die Austria Wirtschaftsservice GesmbH verfügt über umfassende Erfahrung in der Startup-Förderung und kennt das heimische Innovationsökosystem bis in seine Strukturen hinein. Mit der Ansiedelung des Scale-up-Fonds rücken wir dem Ziel näher, privates Wachstumskapital zu aktivieren und die strukturelle Finanzierungslücke in der Scale-up-Phase wirksam zu schließen“, kommentiert Zehetner.

Ausschreibung des Fondsmanagements als einer der nächsten Schritte

Die nächsten Schritte seien nun die Gründung einer Umsetzungsgesellschaft und die Ausschreibung eines professionellen Fondsmanagements durch die aws sowie die Ausarbeitung der genauen Investitionsstrategie. Zehetner betont zur Auswahl des Fondsmanagements: „Entscheidend sind ein nachweisbarer Track Record, internationale Investitionserfahrung und die Fähigkeit, institutionelle Investoren in Österreich – von Pensionskassen über Family Offices bis hin zu Versicherungen – zu überzeugen und zu bündeln. Es geht darum, Kapital zu mobilisieren, das vorhanden ist, aber bislang zu selten in heimische Wachstumsunternehmen fließt.“ Sie spricht damit klar auf entsprechende Kommentare aus der Startup-Szene an, in denen die Wichtigkeit eines unabhängigen, erfahrenen Fondsmanagements wiederholt eingemahnt wurde.

„Soll dafür sorgen, dass mehr dieser Erfolgsgeschichten in Österreich bleiben“

Subtil, aber doch, spricht Zehetner auch die zuletzt rund um Peter Steinberger und OpenClaw hochgekochte Diskussion zur Abwanderung heimischer Startups vor allem in die USA an. „Unsere Startups schaffen Arbeitsplätze, treiben Digitalisierung und Energiewende voran, doch für den nächsten Entwicklungsschritt brauchen sie vor allem eines: ausreichend Wachstumskapital. Der Scale-up-Fonds soll dafür sorgen, dass mehr dieser Erfolgsgeschichten in Österreich bleiben und hier zu internationalen Unternehmen heranwachsen“, so die Staatssekretärin.

Der Dachfonds wurde vor einem Jahr im Regierungsprogramm der damals neuen schwarz-rot-pinken Koalition erstmals angekündigt. Seitdem wurden die Pläne in mehreren Etappen konkretisiert. Geplant ist ein Fund-of-Funds mit einem Zielvolumen von 300 bis 500 Millionen Euro, der gezielt in VC-Fonds investiert, die wiederum Startup-Investments tätigen.

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Wictory
© Wictory - Das Gründer-Duo mit Olympiasieger Lukas Mähr.

Das Wiener HealthTech-Startup Wictory.ai rund um das Gründerduo Klaus Müller und Markus Unterweger holte im März 2025 ein sechsstelliges Investment mit Ex-Skirennläufer Michael Walchhofer als Lead-Investor; auch Eversports-CEO Hanno Lippitsch ist mit an Bord. Heuer fusionierte man zudem mit The Sports Nutrition Playbook von Sportdiätologin Amy Goodson.

Wictory: Segel-Olympiasieger mit dabei

Nun vermeldet man erneut den Gewinn eines prominenten Investors und eine Finanzierung. Der österreichische Segel-Olympiasieger von Paris 2024, Lukas Mähr, beteiligt sich mit einem sechsstelligen Betrag am SportsTech-Startup und möchte damit die Vision von KI-gestütztem Performance-Coaching stärken, wie es heißt.

Archiv: Wie Wictory.ai kurz nach dem Start ein sechsstelliges Investment holte

„Auf meinem Weg zu Olympia habe ich selbst erfahren, wie entscheidend eine gezielte Ernährungsoptimierung für die Leistungsfähigkeit und Regeneration ist. Professionelle Betreuung von Ernährungswissenschafter Martin Rinderer vom Olympiazentrum Vorarlberg war damals ein echter Katalysator für meine Karriere“, erklärt Mähr. „Wictory bringt dieses Prinzip auf den Punkt: Die Kombination aus fundierter Ernährungsberatung und agentischer KI ermöglicht ein Personalisierungsniveau, das es so bisher nicht gab. In meiner Karriere habe ich mehr als einmal erlebt, wie Athletinnen und Athleten zu Testpersonen für technisch unfertige Lösungen wurden. Innovation ist im Spitzensport unverzichtbar. Entscheidend ist aber, in welchem Reifegrad sie beim Athleten ankommt. Genau das überzeugt mich an Wictory: Das Produkt ist bereits sehr weit entwickelt, und die KI wird nicht unkontrolliert auf die Athleten losgelassen, sondern arbeitet den Coaches zu. Zudem kenne ich das Team schon länger und bin vollkommen überzeugt, dass Wictory den Markt für Performance-Coaching nachhaltig prägen wird.“

„International skalieren“

Für die Gründer Klaus Müller und Markus Unterweger ist der Einstieg des Olympiasiegers eine weitere Bestätigung für die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

„Wir sind extrem stolz, Lukas als Investor und Partner an Bord zu haben“, kommentiert Müller. „Lukas hat in seiner sportlichen Laufbahn eindrucksvoll bewiesen, wie weit man kommen kann, wenn man bedingungslos fokussiert ist und den unbedingten Anspruch an Exzellenz lebt. Genau dieses Mindset brauchen wir, während wir unsere Plattform weiter ausbauen und international skalieren.“

Und Unterweger ergänzt: „Lukas ist nicht nur ein herausragender Sportler, sondern auch ein extrem lösungsorientierter Sparringspartner und ein großartiger Mensch. Er hat bereits frühzeitig und vorbildlich den Übergang von seiner aktiven Sportlerlaufbahn in die Karriere danach gemeistert. Seine Erfahrung aus dem Spitzensport gepaart mit seinem unternehmerischen Gespür ist für uns eine enorme Bereicherung.“

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