12.03.2026
ERDBEOBACHTUNG

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro

Das Wiener Startup Another Earth sichert sich 3,5 Millionen Euro für die kommerzielle Skalierung seiner Plattform für synthetische Erdbeobachtungsdaten. Mit dem frischen Kapital möchte das Startup nun die internationale Expansion vorantreiben.
/artikel/another-earth-investment-maerz-2026
Das Gründer:innen-Duo von Another Earth Maya Pindeus, CEO, und Felix Geremus, CTO | © Another Earth
Das Gründer:innen-Duo von Another Earth Maya Pindeus, CEO, und Felix Geremus, CTO | © Another Earth

Erst im Jänner dieses Jahres hatte das von Maya Pindeus und Felix Geremus gegründete Unternehmen einen wichtigen Meilenstein erreicht, als es sich den Zugang zum europäischen Supercomputer-Netzwerk EuroHPC sicherte (brutkasten berichtete). Nun gab das ursprünglich in Graz, nun in Wien ansässige Startup über seinen LinkedIn-Kanal den nächsten Wachstumsschritt bekannt: Another Earth hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von insgesamt 3,5 Millionen Euro abgeschlossen. Mit dem neuen Kapital plant das Unternehmen den direkten Übergang von der technologischen Forschungs- und Entwicklungsphase (R&D) zur kommerziellen Skalierung seiner Plattform.

Als neuer Investor beteiligt sich der irische Risikokapitalgeber Wake-Up Capital an der aktuellen Finanzierungsrunde. Ebenfalls investiert sind die bestehenden Partner Rockstart, Inovexus und die Stamco AG. Flankiert wird das private Kapital durch öffentliche Mittel und Förderungen: Als Unterstützer nennt das Startup die Austria Wirtschaftsservice (aws), die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie die Europäische Weltraumorganisation (ESA). Wie sich die Summe von 3,5 Millionen Euro auf privates Risikokapital und öffentliche Förderungen aufteilt, wurde nicht im Detail kommuniziert.

Synthetische Daten gegen den Engpass bei Satellitenbildern

Another Earth entwickelt Technologien zur Generierung von synthetischen Satellitenbildern und Geodaten mithilfe von generativer künstlicher Intelligenz (KI) und 3D-Modellierung. Hintergrund ist der branchenweite Mangel an hochauflösenden Erdbeobachtungsdaten. Herkömmliche Satellitenaufnahmen sind oft kostenintensiv, schwer zugänglich und erfordern eine aufwendige manuelle Datenkennzeichnung (Labeling).

Durch die Erstellung synthetischer, bereits segmentierter Datensätze ermöglicht das Startup das effizientere und kostengünstigere Training von KI-Modellen zur Umweltbeobachtung und Infrastrukturanalyse. Die Rechenleistung für das Training dieser komplexen Modelle lieferte im Vorfeld das EuroHPC-Netzwerk.

„Die größte Hürde für die Skalierung von Erdbeobachtungs-KI ist die Knappheit und der prohibitive Preis von hochwertigen Trainingsdaten“, wird Maya Pindeus, CEO und Co-Gründerin von Another Earth von der Plattform tech.eu zitiert „Mit dieser Finanzierung und unserem Einsatz in kritischen Ökosystemen von Lateinamerika bis Afrika generieren wir Daten, wo es bisher keine gab. Wir geben Organisationen die Werkzeuge an die Hand, um von einer reaktiven Krisenreaktion zu einer proaktiven, vorausschauenden Intervention überzugehen.“

Einsatzgebiete von Subsahara-Afrika bis Brasilien

Die Technologie der Plattform richtet sich an Branchen wie den Bergbau, die Infrastrukturplanung, das Versicherungswesen sowie den Natur- und Umweltschutz. Der internationale Rollout läuft bereits: In Subsahara-Afrika wird die Software in Zusammenarbeit mit GeoTerra Image zur Überwachung der Umweltauswirkungen von Bergbau- und Industrieanlagen eingesetzt. In Brasilien fokussiert sich das Unternehmen laut tech.eu durch eine Partnerschaft mit NovaTerra auf die Überwachung von Entwaldung, landwirtschaftliche Analysen und die Bewertung von Klimarisiken.

Deine ungelesenen Artikel:
03.11.2026

Team selbst beteiligt: Tumbleweed holt 6,9 Millionen Euro für Forschung im Orbit

Das Wiener Startup Tumbleweed sichert sich 6,9 Mio. Euro Seed-Kapital. Neben Lead-Investor PactVC beteiligte sich auch das eigene Team mit rund 300.000 Euro an der Runde.
/artikel/team-selbst-beteiligt-tumbleweed-holt-69-millionen-euro-fuer-forschung-im-orbit
03.11.2026

Team selbst beteiligt: Tumbleweed holt 6,9 Millionen Euro für Forschung im Orbit

Das Wiener Startup Tumbleweed sichert sich 6,9 Mio. Euro Seed-Kapital. Neben Lead-Investor PactVC beteiligte sich auch das eigene Team mit rund 300.000 Euro an der Runde.
/artikel/team-selbst-beteiligt-tumbleweed-holt-69-millionen-euro-fuer-forschung-im-orbit
Das Tumbleweed-Team © Tumbleweed

Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.

Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen

Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.

Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“

Von Mars-Plänen zur orbitalen Forschungsplattform

Einer der Tumbleweed-„Pods“ © Tumbleweed

Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.

F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.

Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028

Vorbereitungen für Oasis Alpha © Tumbleweed

Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.

Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.

So soll der Oasis Beta Satellit aussehen © Tumbleweed
Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Another Earth: Wiener KI-Daten-Startup holt sich 3,5 Mio. Euro