01.02.2021

anna-kauft.at: Handelsverband beteiligt sich an regionaler Suchmaschine

Der Handelsverband (HV) übernimmt im Rahmen einer unentgeltlichen Kooperationsvereinbarung zwei Prozent der Anteile der Firma EngageMedia GmbH und wird damit Gesellschafter der regionalen Suchmaschine anna-kauft.at. Mit dem Einstieg, für den kein "Cash" sondern "Smart-Capital" geflossen ist, möchte der Handelsverband die Sichtbarkeit der Plattform erhöhen.
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c) Moonholding: Die Moonholding-Gründer Florian Bauer und Filip Zganjer stehen auch hinter engagemedia und der regionalen Suchmaschine anna-kauft.at

Die regionale Suchmaschine anna-kauft.at listet aktuell 84.000 Produkte von 2000 österreichischen Onlineshops. Die Plattform wurde im Zuge der Coronakrise im März 2020 gegründet, um die Regionalität und Sichtbarkeit heimischer Anbieter im E-Commerce zu stärken.

Anna-kauft.at ist im Eigentum von der EngageMedia GmbH und wird von dieser Gesellschaft betrieben. EngageMedia Gmbh ist ein österreichisches Privatunternehmen, das sich wiederum im Mehrheitsbesitz der MoonHolding GmbH rund um das bekannte AI Startup MoonVision befindet. Die Plattform wurde bislang von privaten Investoren, der Wirtschaftsagentur Wien und dem Corona Hilfsfond der Austria Wirtschaftsservice (aws) finanziert – der brutkasten berichtete.

Handelsverband beteiligt sich bei anna-kauft.at

Wie am Montag bekannt wurde, beteiligt sich der Handelsverband (HV) nun an der Suchmaschine. Auf Rückfrage des brutkatens bestätigte ein Sprecher des Handelverbands (HV), dass der Verband sich im Rahmen einer unentgeltlichen Kooperation mit zwei Prozent an der Engage Media GmbH beteiligt und somit Gesellschafter der regionalen Suchmaschine wird. Im Zuge der Beteiligung ist kein Cash, sondern lediglich „Smart Capital“ geflossen. Ziel sei die Sichtbarkeit von anna-kauft.at zu steigern, so der Sprecher des HV.

„Zeitnah“ sollen 5000 Händler gelistet werden

Durch die Partnerschaft mit dem Handelsverband und dem HV-Webshop-Verzeichnis www.kaufsregional.at (eCommerce Austria) sollen laut HV „zeitnah“ weitere 5.000 Händler gelistet werden. Anna-kauft.at trägt zudem das Gütesiegel Österreichischer Marktplatz des Handelsverbands. Alle heimischen Händler mit Betriebsstätte in Österreich können das Siegel Österreichischer Händler kostenfrei beziehen.

„Wir sind überzeugt, dass die Plattform und deren innovative Technologie den heimischen Handel massiv vorantreiben werden und freuen uns auf eine langfristige Zusammenarbeit. Unser gemeinsames Ziel ist die Unterstützung österreichischer Online-Händler durch mehr Sichtbarkeit im Netz. So können wir die digitale Transformation vorantreiben“, so Rainer Will, Geschäftsführer des HV, über die Beteiligung.

Gratis-Registrierung

Alle österreichischen Online-Shop-Betreiber können sich ab sofort gratis bei anna-kauft.at anmelden und ihren Shop registrieren. „Aktuell werden die Onlineshops der Händler von unserer Crawler-Technologie täglich aktualisiert. Zusätzlich gibt es nun die Möglichkeit, alle Onlineshop-Systeme mittels Produktfeeds anzubinden und tagesaktuell ohne Mehraufwand in der Suchmaschine listen zu lassen“, so anna-kauft.at CEO Florian Bauer.


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Das Gründerteam von refinq (l.n.r.): Lukas Fischer, Franziska Walde, Markus Berger | © refinq

Die Hitze hatte Europa in diesem Sommer fest im Griff. Die EU-Kommission möchte daher im Oktober einen Rahmen für Klimaresilienz vorlegen und 100 der am stärksten gefährdeten Gebiete Europas benennen. Das Wiener Unternehmen refinq ist bereits einen Schritt voraus und stellt seit heute eine Liste zur Verfügung, die alle 1.165 Regionen der 27 EU-Länder nach ihrer klimatischen Exposition reiht. Österreichische Gebiete sind ab Rang 294 zu finden.

„Wir veröffentlichen das vollständige Ranking und die Methode dahinter, nicht nur die Top 100. Jede und jeder kann nachsehen, wo die eigene Region steht und wie wir dorthin gekommen sind“ sagt refinq-Co-Founder und Co-CEO Lukas Fischer. Refinq bewertet dabei vier Gefahren: Hitze, Wasserknappheit, Waldbrand und Hochwasser. Diese Gefahren werden zu einem kombinierten Wert zusammengefasst, der durch einen einfachen Mittelwert auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt wird. Die Kennzahlen beschreiben den Zeitraum von 2066 bis 2085 in einem Hochemissionspfad.

Die Karte zeigt, „was physisch auf dem Spiel steht“

„Die Kommission wird sagen, welche Gebiete gefährdet sind. Unsere Karte zeigt, was dort physisch auf dem Spiel steht. Das sind zwei verschiedene Fragen, und Europa braucht auf beide eine Antwort“, erklärt Franziska Walde, Co-Founder und Managing Director. Dabei betont refinq, dass Exposition nicht dasselbe ist wie Vulnerabilität. Das refinq-Ranking misst, wie stark die vier Klimagefahren in einer Region ausgeprägt sind. Es misst nicht, wie gut diese Region darauf vorbereitet, finanziert oder geschützt ist. Die kommende Bewertung der Kommission bezieht die Vulnerabilität mit ein.

Italien am gefährdetsten

Italiens Region Ferrara belegt auf dieser Liste von refinq den unbeliebten ersten Platz. Die norditalienische Region kommt auf 97,4 von 100 möglichen Punkten, wobei die Hitze das führende Risiko ist. Insgesamt liegen 40 italienische Regionen in den Top 100. Mit Spanien und Griechenland stellen diese drei Länder fast drei Viertel der exponiertesten 100 Regionen dar. Österreich höchstplatzierte Region ist das Weinviertel. Bis 2080 steigt dort die Hitzeexposition um zwei Stufen auf der fünfstufigen Skala von refinq, die Wasserknappheit um eine Stufe auf die zweithöchste.

Die Karte zeigt die Top 100 exponiertesten Regionen Europas, wobei das größte Risiko der Region mit einer eigenen Farbe markiert ist (Orange: Hitze, Violett: Wasserknappheit, Rot: Waldbrände, Türkis: Hochwasser). | © refinq

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