31.07.2020

Anna Alex: Outfittery- und Planetly-Gründerin beantwortet Fragen

Die Serienunternehmerin Anna Alex hat zuerst Outfittery und nun Planetly gegründet. Auf dem AMA-Event der Female Founders beantwortet sie Fragen der Community.
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Anna Alex: Zuerst Outfittery, jetzt Planetly. Foto: Outfittery
kooperation

Female Founders haben ihre „Ask me Anything“-Reihe (AMA) erneuert und in den digitalen Raum transformiert. Die Eventreihe wird supported von Creative Impact, dem Förderprogramm der aws und vom brutkasten im Rahmen einer Partnerschaft unterstützt. Ziel der Eventreihe ist es, die Realität des Gründerinnenlebens ehrlich und auhentisch zu transportieren.

Dazu wird bei AMA ein Umfeld geschaffen, in dem alle fragen willkommen sind – von wirtschaftlichen Kennzahlen bis zu Themen der mentalen Gesundheit. Das Versprechen der Community lautet: Wissen vertiefen, Inspiration finde und Wirtschaft neu denken.

Der Kick-off der neuen digitalen AMA-Eventreihe findet am 4. august von 16 bis 18 Uhr online via Hopin statt. Als Expertin für die virtuelle Fragerunde ist Anna Alex, Founderin und CCO (Chief Customer Officer) von Planetly, eingeladen.

Über Anna Alex, Founderin in Planetly

Anna Alex, Foundrin und CCO von Planetly, ist ein Serienunternehmerin mit langjähriger Erfahrung im Aufbau digitaler Unternehmen. Sie hat bereits viele Höhen und Tiefen des Startup-Lebens durchlebt.

Von 2012 bis 2018 hat Anna Alex erfolgreich den Personal Shopping Service OUTFITTERY aufgebaut. Ende 2018 zog sie sich aus dem operativen Geschäft zurück, unterstützt das Unternehmen aber weiterhin als Vorstandsmitglied. Im Jahr 2019 ist sie der Klimainitiative „Leaders for Climate Action“ beigetreten, die von mehr als 100 digitalen Unternehmern in Deutschland ins Leben gerufen wurde. Inspiriert von den Zielen der Initiative und getrieben von dem Wunsch, der Klimakrise aktiv und unternehmerisch zu begegnen, hat Anna Alex zusammen mit Benedikt Franke Planetly gegründet.

Planetly ist ein Klimatechnologie-Unternehmen, das digitale Tools entwickelt, mit denen Unternehmen ihre CO2-Emissionen analysieren, reduzieren und kompensieren können. Es ist das erklärte Ziel von Planetly, die Geschäftswelt „planet-positiv“, also klimaneutral, zu machen.

Anna Alex ist davon überzeugt, dass Daten und Technologie das Zeug dazu haben, Unternehmen die nötige Transparenz ihres Co2-Fußabdrucks zu verschaffen, die zu umsetzbaren Schritten zu dessen Reduzierung führt.

Wer mehr darüber erfahren möchte, hat auf dem AMA-Event der Female Founders die Chance dazu.

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Symbolbild, erstellt mit Künstlicher Intelligenz (Google Gemini)
Symbolbild, erstellt mit Künstlicher Intelligenz (Google Gemini)

Kaffeekapseln, Teebeutel, Etiketten, Verschlüsse, Tragetaschen: Der Verpackungsbegriff der neuen EU-Verordnung ist weit gefasst. Erfasst sind laut Wirtschaftskammer alle Verpackungen, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, unabhängig vom Material und davon, ob sie leer oder befüllt sind. Betroffen ist damit jedes Unternehmen, das Verpackungen oder verpackte Produkte in Verkehr bringt. Die Verordnung (EU) 2025/40, kurz PPWR, gilt seit heute in ihren Kernbestimmungen unmittelbar in allen 27 Mitgliedstaaten.

Nicht alle Vorgaben greifen sofort

Für Unternehmen ist das der wichtigste Punkt: Nur einzelne Pflichten sind ab dem Stichtag anwendbar. Das hält das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) in seinem Merkblatt fest. Zur Präzisierung der übrigen Vorgaben fehlten im Juni noch 18 Durchführungsrechtsakte und 17 delegierte Rechtsakte. Die Leerraumbegrenzung für Versandverpackungen, die Mindestrezyklatanteile und die Design-for-Recycling-Kriterien greifen ab 1. Jänner 2030. Die harmonisierte Entsorgungskennzeichnung folgt frühestens am 12. August 2028 oder 24 Monate nach Inkrafttreten der zugehörigen Durchführungsrechtsakte.

Handelsverband: „Sehenden Auges ins Verpackungschaos“

Der Handelsverband trägt die Ziele der Verordnung nach eigenen Angaben mit, kritisiert die Umsetzung aber scharf. Händler müssten informieren, prüfen, dokumentieren und nachweisen, hätten aber in vielen Fällen keinen Zugang zu den erforderlichen Unterlagen, weil diese typischerweise bei Verpackungsherstellern oder anderen vorgelagerten Akteuren lägen. „Brüssel schickt unsere Branche sehenden Auges ins Verpackungschaos“, sagt Geschäftsführer Rainer Will.

Anfang August legte die EU-Kommission die zweite Auflage ihrer FAQs vor, laut Handelsverband mit 26 neuen und sieben überarbeiteten Punkten. Der Verband fordert ein Moratorium für alle Bestimmungen, deren Auslegung, technische Umsetzung oder Vollziehbarkeit noch nicht rechtssicher geklärt ist. Ein neues Kapitel dieser FAQ-Auflage behandelt die Durchsetzung: Der Geltungsbeginn soll Handelsströme und Lieferketten nicht stören. Rechtsverbindliche Auslegungen sind Leitlinien und FAQs der Kommission laut Wirtschaftskammer allerdings nicht.

Der erste Schritt ist die eigene Rolle

Die Wirtschaftskammer bezeichnet die korrekte Einordnung der eigenen Rolle als zentrale Herausforderung. Die Konformitätserklärung trifft den Erzeuger, also wer eine Verpackung oder ein verpacktes Produkt unter eigenem Namen oder eigener Marke herstellt oder herstellen lässt. Er muss dafür ein Konformitätsbewertungsverfahren durchführen und eine technische Dokumentation erstellen. Importeure fordern diese Unterlagen ein und bewahren sie auf, fünf Jahre bei Einweg- und zehn Jahre bei Mehrwegverpackungen. Vertreiber trifft ein geringerer Sorgfaltsmaßstab: Sie müssen prüfen, ob Erzeuger und Importeur auf der Verpackung angeführt sind.

Ausnahme für Kleinstunternehmen, mit einem Haken

Für Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und weniger als zwei Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme gelten laut Wirtschaftskammer Erleichterungen. In der Regel treffen sie dann die Vertreiberpflichten. Wer als Kleinstunternehmen fertig verpackte Ware einkauft, die im Rahmen einer Lohnabfüllung bereits unter der eigenen Marke gelabelt wurde, gilt rechtlich nicht als Erzeuger.

Die Ausnahme greift jedoch nicht, sobald Einzelkomponenten wie Tiegel, Deckel und Dichtungsring zugekauft und im eigenen Betrieb befüllt oder zusammengesetzt werden. Dann entsteht die Verkaufseinheit erst dort, und das Unternehmen wird laut Wirtschaftskammer zum originären Erzeuger.

Stoffgrenzwerte und Lagerbestände

Inhaltlich anwendbar sind seit heute die Anforderungen an Stoffe in Verpackungen nach Artikel 5. Für Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertiges Chrom gilt ein Summengrenzwert von 100 mg/kg. Für Verpackungen mit Lebensmittelkontakt kommen PFAS-Grenzwerte hinzu: 25 ppb für einzelne und 250 ppb für die Summe der nicht-polymeren PFAS. Eine vollständig harmonisierte EU-Prüfmethode dafür gibt es laut dem Umweltdienstleister Interzero in seinen PPWR-FAQ noch nicht.

Verpackungen, die vor dem 12. August in Verkehr gebracht wurden, sind von den neuen Verpflichtungen ausgenommen. Das gilt laut Wirtschaftskammer etwa für bestehende Lagerbestände bei Vertreibern.

In Österreich fehlt die Novelle

An der Verpflichtung zur Teilnahme an einem Sammel- und Verwertungssystem ändert sich vorerst nichts, ebenso wenig an den Meldepflichten. Ein Begutachtungsentwurf für die notwendige AWG-Novelle liegt laut Wirtschaftskammer noch nicht vor, damit fehlen auch die Strafbestimmungen. Das hat eine Konsequenz für Zweifelsfälle: Einen Feststellungsbescheid zur eigenen Rolle kann es erst geben, wenn eine nationale Begleitgesetzgebung mit Verwaltungsstrafbestimmungen in Kraft ist.

Die Konsument:innen sind längst weiter

Eine aktuelle Studie von PwC Österreich zeigt, dass die Erwartungen der Kundschaft weiter reichen. Befragt wurden im Juni 1.000 Personen zwischen 14 und 75 Jahren. Neun von zehn ärgern sich über unnötig große Verpackungen, 84 Prozent fordern nachhaltige Verpackungen als verpflichtenden Standard.

Ausgerechnet im Onlinehandel, wo der Handelsverband die größten Umsetzungsprobleme ortet, sind die Erwartungen hoch: 83 Prozent erwarten wiederverwendbare Versandverpackungen, 72 Prozent nehmen dafür längere Lieferzeiten in Kauf.

„Wer Verpackung reduziert, Mehrweg ermöglicht und Entsorgung einfacher macht, gewinnt nicht nur regulatorische Sicherheit, sondern echtes Kundenvertrauen“, sagt Stefan Merl, Director Sustainability Services bei PwC Österreich.

Ob das geforderte Moratorium kommt, ist offen. Wie Unternehmen Mehrweg als Geschäftsmodell denken können, hat Martina Scheuch im April in einem Gastkommentar auf brutkasten beschrieben. Worauf junge Unternehmen bei Verpackungen von Anfang an achten sollten, erklärte Interzero-Geschäftsführer Thomas Glatz im Verpackungs-1×1.

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AI Summaries

Anna Alex: Outfittery- und Planetly-Gründerin beantwortet Fragen

  • Female Founders haben ihre „Ask me Anything“-Reihe (AMA) erneuert und in den digitalen Raum transformiert.
  • Ziel der Eventreihe ist es, die Realität des Gründerinnenlebens ehrlich und auhentisch zu transportieren. Der Kick-off der neuen digitalen AMA-Eventreihe findet am 4. august von 16 bis 18 Uhr online via Hopin statt.
  • Als Expertin für die virtuelle Fragerunde ist Anna Alex, Founderin und CCO von Planetly, eingeladen.
  • Von 2012 bis 2018 hat Anna Alex erfolgreich den Personal Shopping Service OUTFITTERY aufgebaut.
  • Inspiriert von den Zielen der Initiative und getrieben von dem Wunsch, der Klimakrise aktiv und unternehmerisch zu begegnen, hat Anna Alex zusammen mit Benedikt Franke Planetly gegründet.
  • Planetly ist ein Klimatechnologie-Unternehmen, das digitale Tools entwickelt, mit denen Unternehmen ihre CO2-Emissionen analysieren, reduzieren und kompensieren können.

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