14.02.2020

andys.cc: Neuer Coworking-Space in Klosterneuburg

Die bislang in Wien mit vier Standorten vertretene Coworking-Space-Kette andys.cc eröffnete nun, über einen Franchise-Partner, seinen ersten Niederösterreich-Standort in Klosterneuburg.
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andys.cc - neuer Coworking-Space in Klosterneuburg
(c) andys.cc: CEO Marcus Weixelberger und der Klosterneuburger Vizebürgermeister Ronald Honeder

Man mache es „ganz anders“ als bekannte Coworking-Space-Konzepte, heißt es von Andys.cc. Anders als bei vielen Konkurrenten ist bei der Coworking-Kette, die bislang mit vier Spaces in Wien vertreten war, vor allem die Größe der Standorte. Auf insgesamt 1700 Quadratmeter Fläche kommt man mit dem nun eröffneten fünften Coworking-Space in Klosterneuburg. Zum Vergleich: Die niederländische Kette Spaces bietet allein an einem Standort in Wien Döbling 7400 Quadratmeter Fläche – es ist nicht der einzige Mega-Space des Anbieters in Wien.

+++ The Student Hotel: Erste Eindrücke des neuen Wohnheims mit Coworking-Space +++

andys.cc: kleine „Arbeitsumfelder“ in ganz Österreich geplant

andys.cc verfolgt eine andere Strategie. Es gehe eben nicht darum, hunderte Startups an einem Standort unterzubringen, heißt es in einer aktuellen Aussendung. „Vielmehr geht es bei andys.cc darum, viele – und darunter auch kleinere – Arbeitsumfelder in ganz Österreich zu etablieren. Jeder Einzelunternehmer, Pendler oder Selbständige soll zukünftig mit einer Mitgliedschaft einen Katzensprung von Zuhause effizient arbeiten“, heißt es weiter.

andys.cc: Impression aus dem neuen Coworking-Space in Klosterneuburg
(c) andys.cc: Impression aus dem neuen Coworking-Space in Klosterneuburg

Coworking-Space in Klosterneuburg sollen 2020 13 Standorte folgen

Einen ersten Schritt über die Stadtgrenze von Wien hinaus, wo man Spaces im 1., 2. 6. und 23. Bezirk betreibt, machte man nun mit der erwähnten Eröffnung des Coworking-Space in Klosterneuburg. Dieser wurde mit einem Franchise-Partner realisiert. „Es macht uns stolz, dass die Gemeinde Klosterneuburg unsere Vision, ein flächendeckendes Netz aus professionellen Coworking-Centern in Österreich zu schaffen, teilt“, kommentiert andys.cc CEO Marcus Weixelberger. Nun soll es schnell vorangehen. Bis Ende 2020 seien weitere 13 Coworking-Center geplant. „Die Nachfrage nach einem durchdachten Büro-Filialkonzept ist sehr groß. Wir sind schon mit weiteren Immobilienentwicklern in Gesprächen, die unser Verständnis von professionellen und effizienten Arbeitsumfeldern in anderen Gemeinden umsetzen wollen“, so der CEO.

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media

Anfang 2025 war Dream mit einer 100 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde zum Unicorn geworden (brutkasten berichtete). Nun holte sich das Scaleup erneut frisches Kapital. Mit einem Investment von 260 Millionen US-Dollar erreicht es in seiner Series-C-Kapitalrunde eine Bewertung von drei Milliarden US-Dollar. Die Runde wurde von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11 angeführt, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners, Antler „und weiteren globalen Investoren“.

„Wir sind noch ein junges Unternehmen, aber wir sind sehr dankbar, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt und wir schnell wachsen. Wir arbeiten weiter hart daran, dass es sich auch in den nächsten Jahren weiter so positiv entwickelt“, kommentiert Co-Founder und Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, der als President von Dream fungiert.

Auch Co-Founder mit bekannter Vorgeschichte

Nicht nur sein Name ist ein klingender. Auch Mitgründer und CEO Shalev Hulio erlangte bereits zuvor internationale Bekanntheit. Als Co-Founder und Ex-CEO des Unternehmens NSO hatte er mit dessen Spionagesoftware Pegasus, die an Staaten vertrieben wurde, weltweit für Kontroversen gesorgt. Mit Dream wechselte Hulio vom Cyber-Offensiv- in den Cybersecurity-Bereich. Die Zielgruppe hat aber eine große Überschneidung: Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur. In diesem Bereich ist freilich auch der Ex-Kanzler bestens vernetzt.

Digitale Souveränität als neues Verkaufsargument

Im Produkt setzt Dream mit seinem „Cyber Language Model“ voll auf Künstliche Intelligenz, im Narrativ mittlerweile auch auf Digitale Souveränität, die zuletzt vor allem in Europa zum großen Thema wurde. „Die entscheidende Frage für Staaten ist nicht mehr, ob sie Künstliche Intelligenz einsetzen werden, sondern ob sie diese auch besitzen, betreiben und vollständig kontrollieren. Andernfalls begeben sie sich in eine kritische Abhängigkeit von anderen Staaten, wie beispielsweise China oder den USA“, sagt Kurz.

Und Hulio legt nach: „Wer die Kontrolle über seine KI verliert, verliert langfristig auch einen Teil seiner staatlichen Souveränität. So wie es undenkbar wäre, die Kontrolle über Verteidigung, kritische Infrastruktur oder die Innere Sicherheit aus der Hand zu geben, wird es künftig undenkbar sein, keine vollständige Kontrolle über die eigenen KI-Systeme zu haben.“ Dass KI-Modelle, auf denen zentrale Elemente staatlichen Handelns abgestützt sind, über Nacht abgestellt werden können, sei keine theoretische Debatte, wie man zuletzt bei „Fable“ von Anthropic gesehen habe, argumentiert man beim Unternehmen.

Cybersecurity: KI als Herausforderung und Lösung

Und wie will Dream das konkret lösen? Die KI-Systeme des Scaleups arbeiten laut Unternehmen „in einer völlig souveränen und sicheren Umgebung“. Dort biete man unter anderem einen umfassenden Cyber-Abwehr-Schirm, strukturiere sensible Daten als Entscheidungsbasis und decke noch unbekannte Cybersecurity-Schwachstellen („Zero Days“) auf. „Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat sich Cybersicherheit grundlegend verändert. Herkömmliche Systeme können keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Nur durch den konsequenten Einsatz von KI auch in der Cyber-Abwehr ist ein Schutz auch in der Zukunft möglich“, sagt Hulio.

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andys.cc: Neuer Coworking-Space in Klosterneuburg

Man mache es „ganz anders“ als bekannte Coworking-Space-Konzepte, heißt es von Andys.cc. Anders als bei vielen Konkurrenten ist bei der Coworking-Kette, die bislang mit vier Spaces in Wien vertreten war, vor allem die Größe der Standorte. Auf insgesamt 1700 Quadratmeter Fläche kommt man mit dem nun eröffneten fünften Coworking-Space in Klosterneuburg. Auf Dauer will man ein Netz kleiner Standorte in ganz Österreich etablieren.

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