09.05.2025
PERSONALIE

Andreas Jaritz wechselt als Chief Revenue Officer zu Easily

Erst CEO und Co-Founder von Emma Wanderer, dann CSO bei Nobile, jetzt CRO bei Easily - und das nur innerhalb von zwölf Monaten. Andreas Jaritz hat erneut einen neuen Job.
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Andreas Jaritz ist CRO bei Easily © Tim Ertl
Andreas Jaritz ist CRO bei Easily | © Tim Ertl

Für Andreas Jaritz dreht sich das Jobkarussell besonders schnell: Gerade erst im November 2024 startete er als Chief Sales Officer beim Wien Energie Startup Nobile – brutkasten berichtete. Der Ex-CEO und -Co-Founder von Emma Wanderer zog sich damit operativ aus seinem eigenen Startup zurück. Nun lässt Jaritz auch Nobile wieder hinter sich und heuert als Chief Revenue Officer (CRO) bei Easily an.

Das Grazer Startup Easily wurde 2023 von Norbert Rainer gegründet. Jaritz ist seit April 2025 Teil des Unternehmens, dem Job bei Nobile geht er nicht mehr nach. „Wir hatten einfach unterschiedliche Vorstellungen“, sagt Jaritz im Gespräch mit brutkasten.

Easily will Ladeinfrastruktur für E-Autos verbessern

Easily bietet eine Systemlösung für das Management von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Die Plattform ermöglicht es Anwender:innen, Ladepunkte effizient zu verwalten, Nutzungsdaten zu analysieren und Abrechnungen zu automatisieren. Außerdem können Interessierte bei Easily Ladepunkte mieten. „Easily hat eine Systemlösung entwickelt, die effizient und ressourcenschonend ist“, sagt Jaritz. Das Startup hat aktuell sechs Mitarbeitende und ist im Grazer Unicorn Hub angesiedelt.

Easily befinde sich laut Jaritz am Ende der Seed-Stage. „Das Produkt ist marktfähig und bereits bei mehreren Testkunden im Einsatz“, erklärt der neue CRO. Nun gehe es darum, aus der Seed-Phase heraus und in den Markt hineinzugehen. Das sei mitunter auch seine Aufgabe. Sein Fokus liegt im neuen Unternehmen auf Hospitality und Business Parks.

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Gründer von Fiskaly: Patrick Gaubatz, Johannes Ferner, Simon Tragatschnig (v. l.) | (c) Fiskaly

Das Wiener Fintech fiskaly expandiert nach Tschechien. Mit seiner neuen Softwarelösung Sign CZ will das Unternehmen Händler und Kassensystemanbieter bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorgaben unterstützen. Ab 1. Jänner 2027 führt Tschechien die verpflichtende elektronische Umsatzerfassung, kurz EET 2.0, wieder ein. Diese betrifft insbesondere Unternehmen im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungssektor.

Software kann bereits getestet werden

Mit Sign CZ bietet fiskaly eine cloudbasierte Schnittstelle, über die Kassensysteme Umsätze elektronisch an die tschechische Finanzverwaltung übermitteln können. Die Lösung kommt ohne zusätzliche Hardware aus und soll Unternehmen die Einhaltung der neuen gesetzlichen Vorgaben erleichtern. Die Softwarelösung kann bereits vor der Einführung der neuen Registrierkassenpflicht integriert und getestet werden. Diese tritt am 1. Jänner 2027 in Kraft.

Für kleinere Unternehmen bietet die tschechische Finanzverwaltung ab Dezember zudem eine kostenlose Webanwendung namens Moje eet an. Diese ist allerdings auf Betriebe mit maximal zwei Erfassungseinheiten beschränkt. Fiskaly richtet sich mit seiner Lösung hingegen insbesondere an Kassensystemanbieter und Unternehmen, die die elektronische Umsatzerfassung in bestehende Systeme integrieren wollen.

Tschechien führt Registrierkassenpflicht erneut ein

Mit EET 2.0 führt Tschechien die elektronische Registrierkassenpflicht wieder ein. Die ursprüngliche Regelung wurde zunächst während der Corona-Pandemie ausgesetzt und Anfang 2023 schließlich abgeschafft. Die neue Version soll einfacher und weniger bürokratisch sein. So entfällt etwa die Pflicht, gedruckte Kassenbelege auszustellen.

Erfasst werden künftig grundsätzlich Zahlungen vor Ort, unabhängig davon, ob Kunden bar, mit Karte oder per QR-Code bezahlen. Reine Online-Zahlungen sind von der Regelung ausgenommen.

Mit der Wiedereinführung will die tschechische Regierung Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft eindämmen sowie für fairere Wettbewerbsbedingungen sorgen. Das Finanzministerium rechnet durch die Maßnahme mit zusätzlichen Staatseinnahmen von rund 560 Millionen Euro jährlich.

Fiskaly mittlerweile in neun europäischen Märkten aktiv

Mit dem Markteintritt in Tschechien setzt fiskaly seine europäische Expansion fort. Zu den bisherigen Expansionsschritten zählen unter anderem der Markteintritt in Spanien 2023 sowie die Übernahme des schwedischen Anbieters InfraSec im Dezember 2025. „Wir begrüßen Tschechiens Schritt hin zu einer modernen, digitalen Umsatzerfassung und einem faireren steuerlichen Umfeld“, sagt Johannes Ferner, Co-Founder und Co-CEO von fiskaly.

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