01.09.2019

Die brutkasten KMU-Roadshow macht Station in Amstetten | NÖ

Am 5. September legt die brutkasten KMU-Roadshow ihren zweiten Halt ein und kommt nach Amstetten. In den Räumlichkeiten der Innovationsschmiede von Umdasch Group Ventures erwartet die Teilnehmer Lightning Talks, zwei Podiumsdiskussionen sowie ein Matchmaking, das KMU, Startups und Corporates vernetzen wird.
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Amstetten
(c) Wolfgang Danzer / Amstetten Marketing

„KMU meet Startups & Corporates“ – unter diesem Motto vernetzt der brutkasten mittelständische Unternehmen mit Startups und globalen Playern im Rahmen einer österreichweiten Roadshow, die durch alle neun Bundesländer führt. Der erste Halt fand vergangene Woche in Klagenfurt statt, wobei bereits erste Matchmaking-Erfolge erzielt werden konnten (siehe Nachbericht).

+++ Alle Informationen zur Roadshow +++ 

Am kommenden Donnerstag, den 5. September, wird die KMU-Roadshow ihren zweiten Halt einlegen, genauer gesagt in den Räumlichkeiten der Umdasch Group Ventures in Amstetten. Dabei handelt es sich um ein 2017 gegründetes Tochterunternehmen der Umdasch Group, das als Innovationsschmiede an der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle arbeitet – der brutkasten berichtete bereits in der Vergangenheit.

Die Highlights der KMU Roadshow in Amstetten

In Amstetten erwartet das Publikum zu Beginn der Veranstaltung eine Keynote von Maria Tagwerker-Sturm, Umdasch Group Ventures. Anschließend wird das Linzer Startup presono, das eine innovative Präsentationssoftware entwickelt hat, sowie die Wiener Städtische einen Lighting Talk halten.

Im Zentrum der Veranstaltung stehen zwei  Diskussions-Panels zu den Themen „Erfolge und Learnings von Digitalisierungsmaßnahmen innerhalb eines Unternehmens“  sowie  „Chancen & Möglichkeiten der Zusammenarbeit von KMU, Startups und Corporates“. Die Panels sind mit Experten, Gründern sowie Hidden Champions aus der Region besetzt.

Vor allem aber wichtig: Während des Events gibt es die Möglichkeit zum ungezwungenen Networking. Außerdem werden 1:1 Meeting per Matchmaking hosted by Austria Wirtschaftservice ermöglicht.

Das Programm im Detail

17:00 Uhr
>>> Einlass

17:30 Uhr
>>> Begrüßung der Gäste durch derbrutkasten – Founder Dejan Jovicevic‘

17:35 Uhr
>>> Keynote durch Maria Tagwerker-Sturm, Umdasch Group Ventures

Im Anschluss
>>> Lightning Talk der Wiener Städtischen 
>>> Lightning Talk der Präsentationssoftware presono
>>> Podiumsdiskussion zum Thema “Erfolge und Learnings von Digitalisierungsmaßnahmen innerhalb eines Unternehmens”

  • Lucas Winter | Contakt GmbH
  • Christoph Kößler | A1
  • Christian Fritsch | INVENIUM Data Insights GmbH
  • Johannes Eßmeister |ecoplus Niederösterreichs Wirtschaftsagentur

18:30 Uhr
>>> Pause mit der Möglichkeit zu 1:1 Meetings per Matchmaking

19:00 Uhr
>>> Lightning Talk durch SVEA Ekonomi
>>> Podiumsdiskussion zum Thema “Chancen & Möglichkeiten der Zusammenarbeit von KMU, Startups und Corporates”

  • DI Dr. Doris Agneter | tecnet equity
  • Reinhard Nowak | LineMetrics
  • Isabella Gruber | Ivellio-Vellin
  • Barbara Haiden | aiONfire

Im Anschluss
>>> Matchmaking & Networking bei Essen & Getränken


Hard Facts

Wann? 05. September 2019 | ab 17:00 Uhr
Wo? Umdasch Group Ventures | Josef-Umdasch-Platz 1, 3300 Amstetten, Tor 2
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Die Veranstaltung wird durch folgende Sponsoren und Netzwerkpartner ermöglicht:

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Majourny
© Majourny - Severin Bergsmann und Fabian Pischinger.

Es begann mit einer App, die KI zur automatischen Routenerstellung nutzte. Basierend auf ihren Interessen bekamen Nutzer:innen Empfehlungen für Hotels, Restaurants und Aktivitäten in der ausgewählten Stadt. Die Routen konnten dann in einem Feed geteilt werden, um Vertrauen zu schaffen und die App von rein algorithmischen Planern zu unterscheiden. Das Ziel der beiden Gründer Fabian Pischinger und Severin Bergsmann war es, als B2C-Reiseplaner Endkund:innen zu erreichen. Doch dann sprach man mit den Hotels.

Majourny-Founder: „Haben nicht im Office überlegt“

„Je mehr wir mit Hotels gesprochen haben, desto klarer wurde: Die Gäste sind längst digital, die Betriebe dahinter oft noch nicht. Dort geht jeden Tag enorm viel Zeit für Telefonate, Zettel und Nachfragen verloren“, sagt Pischinger. Also pivotierte man und versteht sich jetzt als B2B-Plattform für Hotels. Das Wissen über die Erwartungen digitaler Gäste nahm das Team mit. „Die Gen Z will ihre Anliegen digital erledigen, zu jeder Uhrzeit. Gleichzeitig hat das Personal schlicht keine Kapazität mehr, alles händisch abzufangen.“

Seit Ende 2025 entsteht die Software direkt im Hotelalltag, gemeinsam mit dem Stift Schlägl und dem Boutiquehotel Königswieserhof im Bezirk Freistadt. Als dritter Pilotbetrieb kamen die ARVE Chalets auf der Turracher Höhe dazu.

„Wir haben nicht im Büro überlegt, was Hotels brauchen könnten. Wir waren im Betrieb und haben gesehen, wo jeden Tag Zeit verloren geht“, ergänzt Pischinger. Unterstützt wird die Entwicklung durch ein FFG-Kleinprojekt, das Projektvolumen beläuft sich auf 150.000 €. Das Ziel des Projektes ist es, Hotels autonomer zu gestalten und Abläufe mittels KI-Agenten zu vereinfachen.

Daten automatisch ins System

Majourny wird an das bestehende Property-Management-System (PMS) des Hotels angebunden. Anreisen, Zimmernummern und Aufenthaltsdaten fließen somit automatisch ins System, eine zusätzliche Insellösung entstehe nicht. Der TeamHub bündelt Aufgaben, Übergaben und Kommunikation zwischen Rezeption, Housekeeping, Haustechnik und Küche. Eine KI-Wissensdatenbank soll auch neuen oder saisonalen Mitarbeiter:innen Antworten zum Haus liefern, und über einen digitalen Concierge erreichen Gäste das Hotel rund um die Uhr.

Zielgruppe sind der Aussendung zufolge Boutiquehotels, inhabergeführte Hotels und Chalets, also Betriebe, in denen wenige Menschen viele Rollen übernehmen und für eine eigene IT-Abteilung kein Platz ist.

Mit Version 1.0 startete im September auch der Vertrieb. Langfristig sollen KI-Agenten einen großen Teil der Back-Office-Arbeit in Hotels selbstständig erledigen. Die Verantwortung bleibe dabei beim Menschen: Entscheidungen über Preise, Kulanz oder Beschwerden treffe weiterhin das Hotel. „Die KI soll niemanden ersetzen“, so die Founder. „Sie soll die Arbeit übernehmen, die keiner gerne macht, damit wieder mehr Zeit für die Gäste bleibt.“

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