29.09.2020

Amazon Prime Day: Förderung für kleine Händler via Rabatt-Aktion

Im Vorfeld des Amazon Prime Day fördert Amazon kleine Händler mit insgesamt 85 Millionen Euro.
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Amazon Prime Day
(c) Amazon

Weihnachten eilt mit großen Schritten, und somit naht auch die Zeit der Shopping-Rabatt-Aktionen. Der Black Friday fällt diesmal auf den 27. November (wie immer der Freitag nach Thanksgiving), und auch für den Amazon Prime Day 2020 steht schon ein Datum fest: Das Shopping-Event beginnt am Dienstag, den 13. Oktober, um 00:01 Uhr und endet am Mittwoch, den 14. Oktober, um 23:59 Uhr für Prime-Mitglieder in diversen Ländern, darunter auch Österreich. Und im Vorfeld des Prime Day hat sich Amazon diesmal eine Rabatt-Aktion überlegt, um vor allem den Umsatz der kleineren Händler anzukurbeln.

KMU-Rabatt-Aktion im Vorfeld des Prime Day

Denn von 28. September bis 12. Oktober erhalten Prime-Mitglieder, die für mindestens 10 Euro Produkte von kleinen und mittleren lokalen Verkaufspartnern bei Amazon.de einkaufen, 10 Euro Guthaben, das sie am Prime Day einsetzen können. Für diese Aktion nimmt Amazon über 85 Millionen Euro in die Hand. So soll es kleinen Händlern vor allem im schwierigen Corona-Jahr ermöglicht werden, zum Jahresendspurt nochmal Umsatz zu generieren.

„In diesem außergewöhnlichen Jahr setzen wir alles daran, dass Prime Day der erfolgreichste aller Zeiten für kleine und mittlere Unternehmen wird. Mitglieder weltweit können so beim Kauf von Produkten, die sie lieben und brauchen, Geld sparen und gleichzeitig lokale Unternehmen unterstützen“, sagt Ralf Kleber, Geschäftsführer Amazon.de.

Das Ökosystem ist dabei auch für Amazon selbst wichtig. Mehr als die Hälfte des Handelsumsatzes von Amazon stammt von den größtenteils kleinen und mittleren Verkaufspartnern auf dem Amazon Marketplace.

So gibt es die 10 Euro zum Prime Day zurück

Amazon bietet dabei auch eine Anleitung, wie Endkunden in den Genuss des KMU-Rabatts kommen.

  • Amazon Storefronts: Amazon hat die Produkte der KMU unter Amazon.de/storefronts zusammengestellt. Ähnliche kuratierte Kollektionen sind auch in Österreich, den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Spanien, Singapur, den Niederlanden, Mexico, Japan, Italien, Frankreich, Kanada und Australien verfügbar.
  • 10 Euro für Prime Day sichern: Kunden, die vom 28. September bis zum 12. Oktober für mindestens 10 Euro bei kleinen und mittleren lokalen Unternehmen kaufen, erhalten 10 Euro Guthaben für den Prime Day, das sie für fast alle Produkte von Amazon einsetzen können. Ähnliche Aktionen laufen in Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Japan.
  • Prime Day Deals: Mit Beginn des Prime Day können Mitglieder dieses Guthaben auch für Produkte aus dem Sortiment kleiner und mittlerer Unternehmen einlösen. Mehr als die Hälfte der Artikel, die bei Amazon weltweit verkauft werden, kommen von Drittanbietern – hauptsächlich kleine und mittelgroße Unternehmen. Zum diesjährigen Prime Day gibt es für Mitglieder weltweit hunderttausende Angebote aus dieser Rubrik.

Alle weiteren Angebote gibt es dann am Prime Day, für den sich Prime-Neukunden unter Amazon.de/primeday anmelden können.

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Dynatrace Engineering Headquarters in Linz © Dynatrace

Dynatrace wurde 2005 in Linz von Bernd Greifeneder, Sok-Kheng Taing und Hubert Gerstmayr gegründet und betreibt dort bis heute sein globales Engineering Headquarter. Nach dem ersten Exit an Compuware 2011 verlegte das Unternehmen seinen offiziellen Sitz in die USA, ging 2019 an die New Yorker Börse (NYSE: DT) und zählt mittlerweile zu den Weltmarktführern im Bereich KI-basierter Observability. Rund 28 Prozent der weltweit knapp 5.600 Mitarbeiter:innen arbeiten nach wie vor in Österreich, an Standorten in Linz, Wien, Graz, Klagenfurt, Hagenberg und Innsbruck.

Nun erweitert der Konzern sein Portfolio per Zukauf: Wie Dynatrace heute bekanntgab, hat man eine definitive Vereinbarung zur Übernahme des AI-Observability-Spezialisten Arize unterzeichnet.

915 Millionen Dollar Bewertung

Dynatrace bewertet Arize mit insgesamt 915 Millionen Dollar. Der Großteil davon, rund 815 Millionen, wird in bar bezahlt, den Rest erhalten Arize-Mitarbeiter:innen in Form von Ersatz-Aktienprogrammen, sobald sie zu Dynatrace wechseln, heißt es in der Aussendung. Finanzieren will Dynatrace den Kauf aus eigenen Mitteln oder über die bestehende Kreditlinie, frisches Fremdkapital ist dafür nicht nötig.

Laut Unternehmensangaben soll der Deal noch im laufenden oder im frühen dritten Quartal des Geschäftsjahres abgeschlossen werden, vorausgesetzt die zuständigen Behörden stimmen zu.

Finanziell dürfte sich der Zukauf zunächst gemischt auswirken: Er soll das Wachstum der wiederkehrenden Umsätze (ARR) um rund 200 Basispunkte, also 2 Prozentpunkte, beschleunigen, gleichzeitig aber die Non-GAAP-Operating-Marge im Geschäftsjahr 2027 um etwa 175 Basispunkte (1,75 Prozentpunkte) drücken. Kurz gesagt: Arize soll das Umsatzwachstum ankurbeln, geht kurzfristig aber auf Kosten der Profitabilität, ein bei Übernahmen wachstumsstarker, aber margenschwächerer Startups übliches Muster.

Was Arize baut und wie es zu Dynatrace passt

Arize, ansässig in San Francisco, hat sich auf die Bewertung der Ergebnisse von KI-Modellen und -Agents spezialisiert: Die Plattform erkennt etwa Halluzinationen, misst die Qualität von KI-Ausgaben und überwacht laufend, ob Sprachmodelle und Agents wie vorgesehen funktionieren. Arize Co-Founder Jason Lopatecki erklärt: „Wir haben Arize gegründet, weil KI-Teams eine Möglichkeit brauchten zu wissen, ob ihre Agenten tatsächlich richtig arbeiten und nicht nur laufen.“

Für Dynatrace schließt die Übernahme eine Lücke: Bislang überwachen viele Unternehmen die Qualität ihrer KI-Anwendungen, etwa ob ein Chatbot korrekt antwortet, getrennt von der klassischen IT-Infrastruktur wie Serverlast oder Anwendungsleistung. Fällt dann ein Kund:innen-Prozess aus, lässt sich oft nur schwer feststellen, ob die Ursache im KI-Modell, im Prompt oder in der darunterliegenden Infrastruktur liegt. Mit Arize will Dynatrace beide Ebenen – KI-Bewertung und klassische Observability – in einem durchgängigen System zusammenführen.

Arize-Gründer:innen wechseln zu Dynatrace

Die beiden Arize-Gründer:innen Jason Lopatecki und Aparna Dhinakaran wechseln mit Abschluss der Transaktion zu Dynatrace, heißt es in der Aussendung. Lopatecki bleibt Leiter des Arize-Teams und berichtet künftig direkt an Dynatrace-CEO Rick McConnell.

„Die Übernahme von Arize stärkt unsere Führungsposition im Bereich AI-Observability, beschleunigt unsere Roadmap und erweitert unsere Reichweite in der Entwickler:innen-Community“, wird McConnell in der Aussendung zitiert.

Der Markt für AI-Observability soll laut Dynatrace bis 2030 auf über 10 Milliarden Dollar wachsen. Im Mai hatte das Unternehmen die 2-Milliarden-Dollar-ARR-Marke geknackt.

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