25.09.2020

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt

Die "Ring Always Home Cam" ist eine Indoor-Drohne, die filmen kann und autonom fliegt. Amazon äußert sich schon prophylaktisch zum Thema Datenschutz.
/artikel/amazon-indoor-drohne-uberwachung-wohnung
Die Indoor-Drohnenkamera von Amazon.
Die Indoor-Drohnenkamera von Amazon. (c) Amazon

Nach Apple mit seinen neuen iPads und der neuen Apple Watch sowie Tesla mit seinem „Battery Day“ war in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auch Amazon an der Reihe, um neue Produkte aus dem Hut zu zaubern. Neben neuen Alexa-Geräten sorgte dabei auch ein Gerät für Aufsehen, das wohl alle bisher geführten Datenschutz-Diskussionen in den Schatten stellen dürfte: Die „Ring Always Home Cam“, eine fliegende Indoor-Drohne mit integrierter Kamera.

Wofür Amazons Indoor-Drohne nützlich sein soll

Amazons Gedankengang bei der Indoor-Drohne war wohl, dass es recht viele smarte Kameras braucht, um eine größere Wohnung oder ein großes Haus komplett aus der Ferne im Blick zu behalten. Die neue Ring-Drohne kann sich hingegen fliegend durch das Haus bewegen und somit das Geschehen dort festhalten.

So können die User etwa überprüfen, ob sie versehentlich ein Fenster offen oder der Herd angelassen haben. Und auch Einbrecher soll man mit der Drohne formidabel erschrecken können, wie das folgende Video – eine 2020er-Version von „Kevin allein zu Haus“ – zeigt.

Die Drohne soll 249,99 Dollar kosten und ab nächstem Jahr verfügbar sein. Nähere Details zu den Funktionen der Kameradrohne gibt Amazon auch unter diesem Link bekannt.

Fragen zu Amazons Ring-Drohne…

Es ist zu erwarten, dass die Indoor-Kameradrohne einige Bedenken rund um das Thema Sicherheit und Datenschutz aufwerfen wird. So hat das US-Medium The Verge gleich eine ganze Palette an Fragen aufgelistet, welche der Redaktion auf den Lippen liegen. Darunter zum Beispiel, wie das Mapping der Wohnung erfolgt. Wo die Karten und die aufgenommenen Videos gespeichert werden. Und, ob auch Amazon-Mitarbeiter oder die Polizei die Drohne ohne Zustimmung des Besitzers durch die Wohnung fliegen dürfen.

…und Antworten zu Datenschutz…

Amazon nimmt einige dieser Bedenken vorweg und hat auf dem zuvor verlinkten Blogbeitrag auch Statements zum Thema Sicherheit und Datenschutz veröffentlicht. „Die Always Home Cam wurde so konstruiert, dass der Schutz der Privatsphäre sowohl bei der Konstruktion als auch bei der Verwendung des Produkts im Vordergrund steht“, heißt es dort. Und etwas konkreter: „Das Gerät ruht in der Basis und die Kamera ist physisch blockiert, wenn sie angedockt ist. Die Kamera beginnt erst dann mit der Aufnahme, wenn das Gerät die Basis verlässt und über einen der voreingestellten Pfade zu fliegen beginnt.“

Zudem sei die Drohne bewusst so konzipiert, dass sie in einer gewissen Lautstärke brummt – so dass die anwesenden Personen also zweifelsfrei mitbekommen, dass sie gerade gefilmt werden. „Das ist Privatsphäre, die Sie hören können“, heißt es von Amazon. Außerdem kann die Drohne gar nicht manuell gesteuert werden, heißt es weiter: Stattdessen wird beim Einrichten der Indoor-Drohne eine spezifische Flugroute festgelegt, die dann automatisiert beflogen wird.

..sowie zum Thema Sicherheit und Unfallgefahr

Ergänzend zum Thema Datenschutz geht man bei Amazon noch auf das Thema Sicherheit und Unfallgefahr ein: „Die Technologie zur Vermeidung von Hindernissen ermöglicht es ihr, unerwarteten Objekten auszuweichen, während sie sich auf den voreingestellten Bahnen bewegt,“ heißt es: „und ihre geringe Größe, ihr geringes Gewicht und ihre ummantelten Propeller ermöglichen es ihr, sich sicher im ganzen Haus zu bewegen.“

Deine ungelesenen Artikel:
11.08.2026

Phoenics: Steirisches Konsortium entwickelt Speicherzellen ohne Kobalt und Nickel

Virtual Vehicle, Varta Innovation, das Materials Center Leoben und AVL forschen drei Jahre lang an einem neuen Kathodenmaterial für stationäre Batteriespeicher. Die Zellen sollen 20 Prozent mehr Energie speichern und 40 Prozent länger halten. So lauten die Projektziele. Budget: 2,9 Millionen Euro.
/artikel/phoenics-steirisches-konsortium-entwickelt-speicherzellen-ohne-kobalt-und-nickel
11.08.2026

Phoenics: Steirisches Konsortium entwickelt Speicherzellen ohne Kobalt und Nickel

Virtual Vehicle, Varta Innovation, das Materials Center Leoben und AVL forschen drei Jahre lang an einem neuen Kathodenmaterial für stationäre Batteriespeicher. Die Zellen sollen 20 Prozent mehr Energie speichern und 40 Prozent länger halten. So lauten die Projektziele. Budget: 2,9 Millionen Euro.
/artikel/phoenics-steirisches-konsortium-entwickelt-speicherzellen-ohne-kobalt-und-nickel
Strom aus Wind und Sonne braucht Speicher. Für sie entwickelt das Projekt Phoenics neue Batteriezellen. Konzeptbild, mit KI erstellt. | (c) Virtual Vehicle
Strom aus Wind und Sonne braucht Speicher. Für sie entwickelt das Projekt Phoenics neue Batteriezellen. Konzeptbild, mit KI erstellt. | (c) Virtual Vehicle

Wind und Sonne liefern Strom, wann sie wollen, nicht wann ihn jemand braucht. Diese Lücke schließen Batteriespeicher. Sie werden damit zur Schlüsseltechnologie der Energiewende. Genau hier setzt Phoenics an: Ein steirisches Konsortium entwickelt die nächste Generation von Lithium-Ionen-Zellen für stationäre Speicher.

Koordiniert wird das Projekt von der Virtual Vehicle Research GmbH in Graz. Partner sind Varta Innovation, die Materials Center Leoben Forschung GmbH (MCL) und AVL List. Phoenics läuft 36 Monate und kostet 2,9 Millionen Euro. Knapp zwei Millionen davon kommen von der FFG, aus der Ausschreibung „Energieforschung 2024″.

Ein Material, zwei Ziele

Im Zentrum steht ein Kathodenmaterial: Lithium-Mangan-Eisenphosphat, kurz LMFP. Es ist eine Weiterentwicklung des etablierten Lithium-Eisenphosphats (LFP). LFP-Zellen gelten als sicher und robust, und sie kommen ohne kritische Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel aus. LMFP soll zusätzlich bis zu 20 Prozent mehr spezifische Energiedichte liefern. Auf gleichem Bauraum ließe sich damit mehr Energie speichern.

Diesen Materialvorteil will das Konsortium in die fertige Zelle bringen. Die Zielmarken: 20 Prozent mehr Energiedichte, 40 Prozent längere Lebensdauer.

Was noch offen ist

Bis dahin bleiben Fragen. Wie verhält sich das Material über die Lebensdauer, wie altert es, und lässt es sich industriell verarbeiten und skalieren?

Das Konsortium kombiniert deshalb Experiment und Simulation. Die Partner untersuchen das Kathodenmaterial über den gesamten Lebenszyklus, mit Materialcharakterisierung, hochauflösender Bildgebung und KI-gestützter Auswertung. Parallel entstehen physikbasierte und datengetriebene Modelle. Sie bilden das Verhalten der Zelle von der Mikrostruktur bis zum kompletten Speichermodul ab und sollen Entwicklungszyklen verkürzen.

„Die Mikrostruktur von Elektrodenmaterialien beeinflusst maßgeblich Leistung, Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Batteriezellen“, sagt Roland Brunner, Gruppenleiter am MCL.

Ein eigener Schwerpunkt gilt der Sicherheit. Spezielle Testverfahren sollen zeigen, ob LMFP-Zellen den Anforderungen an Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit genügen. AVL bringt dafür seine Erfahrung in der elektrochemischen Modellierung ein. Verbinde man physikalische Modelle mit Methoden des maschinellen Lernens, ließen sich kritische Betriebszustände und Sicherheitsaspekte frühzeitig vorhersagen, sagt Roland Wanker, Geschäftsbereichsleiter Advanced Simulation Technologies bei AVL.

Aufbauen statt neu anfangen

Phoenics setzt die Zusammenarbeit aus dem Vorgängerprojekt OpMoSi fort. „Unsere Stärke liegt darin, modernste Simulations- und Analysemethoden mit industrieller Entwicklungskompetenz zu verbinden“, sagt Projektleiter Philip Kargl von Virtual Vehicle.

Varta Innovation steuert die Fertigungsseite bei, von der Materialentwicklung über die Elektrodenfertigung bis zur Zellintegration. Großes Potenzial sehen die Partner vorerst bei stationären Speichern. Langfristig könnten die Ergebnisse auch der Elektromobilität nützen.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Amazon hat eine Indoor-Drohne zur Überwachung der eigenen Wohnung vorgestellt