16.01.2024

Altes Board, neuer Schwung: refurbed und Blue Tomato machen gemeinsame Sache

Auf der Piste wird’s teuer. Besonders die Ski- oder Snowboardausrüstung hat es preislich in sich. Fast wie neu, aber deutlich günstiger können Wintersportgeräte nun durch die Partnerschaft von refurbed und Blue Tomato erstanden werden.
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Der Akku des Smartphones hat den Geist aufgegeben, der Drucker will sowieso nicht mehr, aber ein neues Gerät soll es nicht sein? Wer nachhaltiges Shoppen fördern möchte oder sich schlichtweg kein komplett neues elektronisches Gerät leisten kann, war bisher bei refurbed, einem Wiener Scaleup, das 2023 ein 54 Mio. Investment holte, gut aufgehoben.

Bekannt wurde das Unternehmen mit aufbereiteten Second-Hand Geräten, die sie online und in Shops vertreiben. Im ”Solution statt Pollution – 15 Antworten für 1,5 Grad Podcast” betont Co-Founder Peter Windischhofer: „Wir wollen in jeden europäischen Haushalt mindestens ein refurbished Produkt bringen”. Die Produktpalette für jene Haushalte wird nun gemeinsam mit dem österreichischen – und international ausgezeichneten – Händler für Sportprodukte Blue Tomato um Snowboards erweitert. Die Winter-Essentials aus zweiter Hand können ab sofort online erstanden werden.

Zweites Leben für dein Board

Refurbed wurde 2017 in Wien gegründet und vertreibt generalüberholte Elektrogeräte, darunter etwa Smartphones, Tablets und Laptops aber auch Haushaltsgeräte und Sportartikel. Das Unternehmen ist derzeit in sieben Ländern vertreten, neben Österreich und Deutschland etwa auch in Schweden und Italien. In Sachen Nachhaltigkeit hat auch der Partner Blue Tomato einen Weg geebnet: Mit den „Snow Services“ reagierte das Unternehmen bereits 2020 auf die Anforderung seiner Kund:innen. Ziel ist es, die Lebensdauer von Snowboards umfassend zu verlängern. Neben dem Snowboard-Verleih-Service „Rent Your Ride“ und der Option, gebrauchte Boards und Ski an Blue Tomato zurückzugeben („Swap Your Ride“), nutzt das Unternehmen nun die Infrastruktur des etablierten „Service Your Ride“, um die Boards künftig aufzubereiten und exklusiv über refurbed anzubieten.

Ein Handwerker schleift ein Snowboard
Generalüberholung in der unternehmenseigenen Werkstatt

Neuer Schliff mit Garantie

Dabei stellt der semiautomatisierte Refurbishment- Prozess der unternehmenseigenen Werkstatt sicher, dass jedes Gerät professionell erneuert wird. Dort werden Schäden repariert, Kanten geschliffen, Material aufgefüllt und im letzten Schritt mittels eines Infrarot-Verfahrens Wachs aufgetragen, bis die Boards wie neu sind. Die aufbereiteten Produkte können dann, wie gewohnt, online erworben werden. Die Stückzahl ist laut einer Aussendung für den Winter 2023/ 2024 vorerst limitiert. Auf die gebrauchten Boards bekommen Kund:innen schließlich, wie auch bereits bei anderen aufpolierten Produkten von refurbed, mindestens zwölf Monate Garantie sowie ein 30-Tage-Rückgaberecht.

Kleiner Beitrag für Nachhaltigkeit im Wintersport

Mario Walkner, Business Development Supervisor bei Blue Tomato, betont die Verantwortung des internationalen Boardsport- und Lifestylespezialisten im ressourcenschonenden Umgang. Die „Snow Services“ und die Zusammenarbeit mit refurbed repräsentieren einen weiteren Schritt in Richtung Verlängerung der Lebensdauer der Boards. Walkner hebt die passende Partnerschaft mit refurbed hervor, da für beide Unternehmen sowohl Kundenservice als auch Qualität von großer Bedeutung sind. Blue Tomato möchte „mit dem refurbed-Team einen kleinen Beitrag zum Thema ‚Nachhaltigkeit im Wintersport‘ leisten“, sagt Walkner in einer Aussendung.

Ob und wie leistbar die Produkte nach der Generalüberholung im Vergleich zu neuen Modellen sind, kann im refurbed Online-Shop eingesehen werden.

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(c) x-tention / syndena

In den Kliniken liegt medizinisches Wissen aus Jahrzehnten überwiegend als Freitext vor. Für systematische Auswertungen und Forschung ist es damit nur mit erheblichem manuellem Aufwand nutzbar. Genau hier setzt syndena an: Das Unternehmen wandelt gewachsene klinische Dokumentation über einen KI- und NLP-gestützten Prozess mit menschlicher Qualitätssicherung in eine konsistente, interoperable Datenbasis um. Die so entstehenden Real World Data sollen laut Aussendung klinische Forschung und Versorgungsanalysen unterstützen, ohne die klinische Beurteilung zu ersetzen. Möglich werden sollen dadurch ein besseres Verständnis der Wirksamkeit von Therapien in der Versorgung sowie eine breitere Patientenrepräsentation.

Health-IT-Gruppe mit rund 850 Beschäftigten

Mit der nun verkündeten Mehrheitsübernahme erweitert x-tention sein Lösungsportfolio im Umfeld klinischer Daten. Die 2001 von Herbert Stöger gegründete Gruppe ist tief im Bereich Gesundheits-IT verankert: Sie deckt unter anderem Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Heute beschäftigt x-tention rund 850 Mitarbeiter:innen in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie in einem Office im Silicon Valley. Erst im Mai berichtete brutkasten über das von x-tention mitgegründete Cybersecurity-Startup SecurITe, das eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich abschloss (brutkasten berichtete).

syndena bleibt in Innsbruck verankert

Der Hauptsitz von syndena bleibt laut Aussendung in Innsbruck, auch Forschung und Entwicklung sollen weiterhin von Tirol aus vorangetrieben werden. Zugleich soll die Partnerschaft dem Unternehmen die überregionale und internationale Skalierung der Technologie ermöglichen. Zu Kaufpreis und genauer Beteiligungshöhe machen die Unternehmen keine Angaben.

Vorbereitung auf den European Health Data Space

Hintergrund der Beteiligung ist der European Health Data Space (EHDS): Ab 2029 gelten erste zentrale Bestimmungen, darunter Regeln für die Sekundärnutzung der meisten Kategorien elektronischer Gesundheitsdaten. x-tention will österreichische Gesundheitseinrichtungen nach eigenen Angaben frühzeitig anschlussfähig an den Europäischen Gesundheitsdatenraum machen.

„Gesundheitsdaten sind das wertvollste und sensibelste Gut im System. Mit dem European Health Data Space rückt der verantwortungsvolle Umgang damit jetzt europaweit in den Fokus, und genau dafür holen wir syndena an Bord“, sagt Herbert Stöger, Geschäftsführer von x-tention.

Datenhoheit bleibt bei den Einrichtungen

Die Datenverarbeitung erfolgt laut den Unternehmen pseudonymisiert, die Datenhoheit verbleibt demnach bei der jeweiligen Einrichtung: Für Forschung und multizentrische Auswertungen werden Daten nur nach deren Freigabe bereitgestellt. Auf dieser Grundlage sollen auch Kooperationen mit Forschungs- und Life-Science-Partnern stattfinden. x-tention positioniert die Beteiligung zudem ausdrücklich als Gegenmodell zur Abhängigkeit von außereuropäischen Datenplattformen: europäisch, DSGVO-nativ und auf souveräner IT-Infrastruktur basierend.

„In den Krankenhäusern liegt ein jahrzehntelanger Wissensschatz, der bisher nur mit erheblichem Aufwand nutzbar ist. Wir machen ihn für Versorgung und Forschung systematisch nutzbar, ohne dass die Einrichtungen die Kontrolle über ihre Daten verlieren“, sagt Roman Weger, CEO von syndena.

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