18.10.2019

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen

Am Areal der Werkstätte Wattens soll mit dem jüngst eröffneten "Alpine Tech Innovation Hub" Technologie-Innovation für den alpinen Raum forciert werden. Startups und etablierte Unternehmen treffen dort aufeinander und arbeiten gemeinsam - zum Beispiel im Sprint-Format - an vorgegebenen Challenges.
/artikel/alpine-tech-innovation-hub-wattens
Der neue Alpine Tech Innovation Hub in der Werkstätte Wattens
(c) Gerhard Berger: Der neue Alpine Tech Innovation Hub in der Werkstätte Wattens

„Hier sollen die nächsten großen Lösungen für das Leben im alpinen Raum entstehen“, strich Alexander Koll, der Leiter der Werkstätte Wattens, bei der offiziellen Eröffnung des neuen „Alpine Tech Innovation Hub“ am Mittwoch heraus. Das gemeinsame Projekt von Werkstätte Wattens, I.E.C.T. – Hermann Hauser und der Standortagentur Tirol kann bereits zur Eröffnung einen ersten Dauergast präsentieren: Die Lawinenairbag-Spezialisten von ABS wurden in einem eigenen Büro einquartiert. „Alles hier ist im Laufe der Zeit für konkrete Bedürfnisse erweiterbar“, sagte Koll. Auch eine Ausweitung um Produktionsflächen für die jeweiligen Projekte sei möglich, so der Werkstätte-Leiter.

+++ 10 Millionen Euro Finanzierung für Tiroler Quantencomputer Spin-off +++

Alpine Tech Innovation Hub: Challenges „wo es gerade happert“

Das Konzept des Tiroler Alpine Tech Innovation Hub soll Vorteile für Startups wie für etablierte Unternehmen bringen. „Ziel ist es, dass Startups mit größeren Unternehmen zusammenarbeiten können und dass ebenjene Innovationsschübe von Startups bekommen“, skizziert Koll die Intention hinter dem Hub. Es gehe nicht zuletzt darum zu fragen „wo es gerade hapert“ und davon ausgehend Challenges zu definieren, die man schließlich im Verbund lösen könne.

Startup mit Corporate: Erster Sprint für Tiroler Tourismus

Beim ersten Innovation Sprint, der vom 17. bis 19. Oktober über die Bühne geht, treffen sich sechs ausgewählte Startups mit Touristikern und arbeiten an Challenges aus der alpinen Tourismusindustrie. Nach dem Kick-Off-Abend dreht sich alles 24 Stunden lang um besagte Challenges. Lösungen werden dann am dritten Tag präsentiert. Von Startup-Seite sind etwa die E-Bike-Innovatoren von mov-e-now, Swarm Analytics, die mit ihrer AI-Objekterkennung kürzlich eine Kapitalrunde abschlossen oder die Big-Data-Experten von dataCycle mit dabei.

Weitere Formate „fast wie von selbst“

Weitere Formate sollen sich laut den Hub-Machern „fast von selbst“ ergeben, denn in der Werkstätte Wattens sind derzeit rund 63 Unternehmen und Startups aus verschiedensten Branchen und Industrien beheimatet. „Diese Vielfalt bleibt auch bei den kommenden Programmen und Konzepten erhalten“, versprach Koll in diesem Kontext.

I.E.C.T. – Hermann Hauser und Standortagentur Tirol tragen Projekt mit

Der Impuls für die den Alpine Tech Innovation Hub ging nicht nur von der Werkstätte Wattens, sondern auch von der I.E.C.T. Hermann Hauser und der Standortagentur Tirol aus. Klara Brandstätter, Project-Lead, sieht den „Hub“ ganz auf I.E.C.T.-Linie: „Bei uns war immer die Idee da, Wissenschaft und Innovation zusammenzubringen“. Jetzt im Hub gebe es die Möglichkeit, „dass verschiedenste Akteure zusammenfinden“, betonte sie den Netzwerkgedanken.

Anders drückte einen sehr ähnlichen Gedanken Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, aus. „Wir hauen uns auf ein Packl“, meinte dieser. Von diesem Netzwerk wiederum versprach sich beim Eröffnungsabend Josef Margreiter, Chef der Lebensraum Tirol Holding, eine „erste Heimat für eine Spezialisierung auf Technologie im alpinen Raum und alpine Technologie“.

⇒ Mehr Info und Anmeldung zum Hub

Redaktionstipps
Deine ungelesenen Artikel:
06.08.2026

Diese Speaker:innen kommen zur TEDAI 2026

Vom 28. bis 30. Oktober 2026 soll die Wiener Hofburg zum globalen Zentrum für Künstliche Intelligenz werden. Nach ersten Ankündigungen im März stehen nun weitere Speaker:innen für die TEDAI 2026 fest. Von DeepMind bis Anthropic: ein Überblick über das internationale Line-up.
/artikel/diese-speakerinnen-kommen-zur-tedai-2026
06.08.2026

Diese Speaker:innen kommen zur TEDAI 2026

Vom 28. bis 30. Oktober 2026 soll die Wiener Hofburg zum globalen Zentrum für Künstliche Intelligenz werden. Nach ersten Ankündigungen im März stehen nun weitere Speaker:innen für die TEDAI 2026 fest. Von DeepMind bis Anthropic: ein Überblick über das internationale Line-up.
/artikel/diese-speakerinnen-kommen-zur-tedai-2026
Alina Nikolaou, Co-Founder, Director & Curator TEDAI Vienna
Alina Nikolaou, Co-Founder, Director & Curator TEDAI Vienna | Foto: TEDAI

„Es kommt nur selten vor, dass Vertreter:innen der weltweit führenden Frontier-Labs gleichzeitig an einem Ort zusammenkommen“, erklärt Alina Nikolaou, Co-Founder, Director & Curator der TEDAI. Mit der Ankündigung weiterer hochkarätiger Speaker:innen aus Organisationen wie Anthropic und Google DeepMind nimmt die dritte Auflage der TEDAI, die vom 28. bis 30. Oktober 2026 in der Wiener Hofburg stattfindet, nun konkrete Formen an. Rund 1.200 internationale Entscheidungsträger:innen, Pionier:innen und KI-Enthusiast:innen werden in Wien erwartet und sollen dort die Möglichkeiten, Grenzen und offenen Fragen der nächsten KI-Generation diskutieren.

Praktische Umsetzung im Vordergrund

Schon im März berichtete brutkasten über die ersten bekannten Namen im Line-up, darunter Physik-Nobelpreisträger Geoffrey Hinton und OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger. Seither hat sich das Programm der weltweit einzigen offiziellen TED-Konferenz zu Künstlicher Intelligenz noch deutlich erweitert und wurde analog zur weiterhin rasanten KI-Entwicklung adaptiert. Während die Konferenz anfangs vor allem breite gesellschaftliche und ethische Themen im Visier hatte, rückt mit den neuesten Speaker:innen-Bestätigungen vom August die praktische Umsetzung in den Vordergrund. „Vom Modell zur Wirkung“ lautet das aktuelle Motto. Es gehe darum, „wie aus leistungsfähigen KI-Modellen verlässliche Anwendungen und KI-Agenten entstehen, die Menschen in Arbeit, Forschung und Wirtschaft konkret unterstützen“.

Zielsetzung der TEDAI im Wandel

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der personellen Auswahl der Veranstalter:innen wider. Erklärte Alina Nikolaou im März noch, dass im Fokus der Konferenz „die ambitioniertesten KI-Trends und Ideen unserer Zeit: konkrete Lösungen, radikale Paradigmenwechsel, augenöffnende Forschungsergebnisse und schwierige, aber dringend notwendige soziale Fragen“ stünden, so sagte Nikolaou im Juni bereits über die gewünschte Perspektivenvielfalt: „Wenn es um KI geht, entstehen die spannendsten Erkenntnisse oft nicht im Konsens, sondern dort, wo Perspektiven und Paradigmen aufeinanderprallen. Genau diese Spannungsfelder wollen wir auf der TEDAI 2026 sichtbar machen.“ Nun, mit den neuesten Ankündigungen von heute, stehe laut den Organisator:innen die Chance im Fokus, „Einblicke in Ideen zu gewinnen, an denen heute gearbeitet wird: von KI-Agenten in der Wirtschaft bis zur Zukunft der Wissensarbeit“.

Die Top-Speaker:innen

Unter den zahlreichen Neuzugängen sind einige besonders klingende Namen:

Geoffrey Hinton: Der britisch-kanadische Wissenschaftler gilt als einer der „Godfathers of AI“ und ist ein Pionier im Bereich neuronaler Netze und Deep Learning. Für seine grundlegenden Beiträge wurde er 2018 mit dem Turing Award und 2024 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

Peter Steinberger: Der gebürtige Österreicher sorgte mit seiner Open-Source-Anwendung OpenClaw für einen internationalen Hype. Inzwischen arbeitet er für das US-Schwergewicht OpenAI an Produkten für eine „Agent-first“-Welt, mit dem Ziel, jedem Menschen einen eigenen KI-Assistenten zur Verfügung zu stellen.

Felix Rieseberg: Er kommt neu ins Line-up und arbeitet bei Anthropic direkt an der Schnittstelle zwischen Modellen und praktischer Anwendung. Dort entwickelte er unter anderem Claude Cowork und verantwortete Engineering-Teams für Claude.ai sowie Claude Code auf dem Desktop.

Nenad Tomašev: Als Senior Staff Research Scientist bei Google DeepMind forscht er zu Multi-Agenten-Systemen, Agentic Economies sowie KI-Sicherheit. Seine Arbeit fokussiert darauf, wie komplexe KI-Agenten wirksam durch Menschen kontrolliert und an menschlichen Interessen ausgerichtet werden können.

Valeria Pettorino: Die Physikerin ist Project Scientist der Euclid-Weltraummission bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Sie bringt eine astrophysikalische Perspektive ein und zeigt, wie KI-Technologie unser Verständnis des Universums, insbesondere im Bereich Kosmologie und Dunkler Energie, erweitert.

Die weiteren Speaker:innen: breites Spektrum von Kosmologie bis Plattformkritik

Um den Anspruch zu erfüllen, die „gesamte Bandbreite der KI-Debatte abbilden“ zu können, bringen die weiteren Speaker:innen höchst diverse Perspektiven nach Wien. Die wissenschaftliche und technologische Grundlagenforschung wird durch die Forscherinnen Anna Goldie und Azalia Mirhoseini, Gründerinnen von Recursive Intelligence und ehemalige Leiterinnen des AlphaChip-Projekts bei Google, beleuchtet. Mahmoud „Mido“ Assran forscht an sogenannten World Models und Self-Supervised Learning, um effiziente und sichere KI-Agenten zu ermöglichen. Gehirnaktivitäten mittels KI entschlüsselt wiederum der japanische Neurowissenschaftler Yukiyasu Kamitani, dessen Arbeit bis zur Rekonstruktion von Träumen reicht.

Demgegenüber stehen kritische Stimmen aus Medien, Ethik und Gesellschaft: Nicholas Thompson, CEO von The Atlantic, und der bekannte Autor und Aktivist Cory Doctorow ordnen die gesellschaftlichen und politischen Folgen von KI ein. Um Datenschutz und Ethik dreht sich die Arbeit von Carissa Véliz (Associate Professor in Oxford), während der Rechtswissenschaftler César Rodríguez-Garavito (NYU) zu KI-Governance und Klima- sowie indigenen Rechten forscht. Die nigerianische klinische Psychologin Kauna Ibrahim Malgwi bringt zudem ihre Forschung zu algorithmischem Trauma und mentaler Gesundheit in prekären digitalen Arbeitsbedingungen ein.

Praxisnahe Anwendungen bringen schließlich Kateryna Lopatiuk (räumliche Datenanalyse für den Wiederaufbau), Dr. Layla Hosseini-Gerami (Ignota Labs, Chief Data Science Officer für KI-gestützte Medikamentenentwicklung) und Gabriella Di Laccio (Donne, Women in Music) mit Datenanalysen zur Sichtbarkeit von Komponistinnen ein.

Neben den rund 20 TED-Talks am abschließenden Konferenztag will die TEDAI 2026 den Besucher:innen ein umfassendes „Gesamterlebnis“ bieten. Dazu gehören ein festlicher Eröffnungsball, der Wiener Tradition mit moderner Innovation verbinde, sowie der sogenannte „Discovery Day“ mit interaktiven Workshops.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neuer „Alpine Tech Innovation Hub“ in Wattens: Technologie für die Alpen