29.04.2026
KI-LÖSUNG

All Media AI: „KMUs haben genauso viel zu sagen wie Konzerne“

Mit einer KI-Infrastruktur für KMUs verspricht All Media AI drastische Zeit- und Kosteneinsparungen in der Kommunikation. Das Linzer Startup setzt dabei auf eine Multi-Agenten-Architektur, die Inhalte kanalübergreifend erstellt, plant und veröffentlicht. Nach kurzer Zeit kann man bereits erste Kund:innen und einen sechsstelligen Umsatz vorweisen.
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(v.l.) All Media AI Gründer Dominik Rockenschaub und Andreas Schwantner - (c) All Media AI

Unternehmenskommunikation ist für viele kleine und mittlere Unternehmen ein Dauerproblem: zu aufwendig, zu teuer und oft von einzelnen Personen abhängig. Während Konzerne ganze Teams beschäftigen, kämpfen KMUs mit begrenzten Ressourcen und verlieren dadurch an Sichtbarkeit. Genau hier setzt das im September 2025 gegründete, Linzer Startup All Media AI an.

KI-Infrastruktur statt Tool-Chaos

Das Gründer-Duo Andreas Schwantner und Dominik Rockenschaub vereint jeweils 25 Jahre Erfahrung aus den Bereichen Medien, Informatik und KI-Architektur. Gemeinsam haben sie ein KI-Betriebssystem entwickelt, das aus einer zentralen Idee und dem bestehenden Firmenwissen maßgeschneiderte Inhalte für Kanäle wie Blogs, Newsletter, Social Media und Apps orchestriert.

Der erlangte Zeitvorteil ist laut dem Startup massiv: „Damit schaffen KMUs ihre Kommunikation in 15 Minuten, wofür ein Konzern einen ganzen Tag braucht“, so Co-Founder und CTO Dominik Rockenschaub.

Menschliche Instanz im Fokus

Völlig ohne klassisches Prompting sondern durch natürlich Sprache sollen die Beiträge im spezifischen Ton des jeweiligen Unternehmens entstehen. Die zugrundeliegende Agenten-Architektur übernimmt arbeitsteilig sämtliche Schritte von der Planung über die Erstellung bis hin zur Veröffentlichung. Die generierten Outputs basieren dabei auf dem firmeneigenen Wissensspeicher und nicht auf rein generischen Antworten der Standard-Modelle.

Die finale Entscheidungskraft bleibt dabei jedoch beim Menschen, da das Startup streng nach dem Human-in-the-Loop-Prinzip agiert. Zudem entscheiden die Kunden flexibel, welche Sprachmodelle, etwa Claude, ChatGPT, Mistral oder Gemini im Hintergrund eingesetzt werden.

Bootstrapped zum sechsstelligen Umsatz

Für potenzielle Investor:innen liefert All Media AI bereits belastbare Zahlen. Wenige Monate nach dem offiziellen Start verzeichnet das bislang gebootstrappte Unternehmen bereits 30 zahlende Kunden und einen sechsstelligen Umsatz. Das Software-Abo gibt es ab 349 Euro monatlich, zuzüglich einer einmaligen Onboarding-Gebühr von 2.500 Euro. „KMUs erreichen damit Sichtbarkeit auf Konzern-Niveau – ohne großes Budget, ohne externe Abhängigkeit“, heißt es vom Startup in einer Aussendung.

Co-Founder und CEO Schwantner bringt es auf den Punkt: „KMUs haben genauso viel zu sagen wie Konzerne. Was ihnen fehlt, sind nicht die Inhalte, sondern die Zeit, das Budget und die Struktur, um konsequent sichtbar zu sein. Genau das lösen wir“. Damit positioniert sich All Media AI als Infrastruktur-Anbieter für einen Bereich, der bislang stark fragmentiert ist und adressiert einen Markt, der durch steigenden Kommunikationsdruck weiter an Bedeutung gewinnt.

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Diego Szekely programmierte seine Diabetes-App im Alleingang © Hannah Fasching

„Ich war der, der die Waage rausgeholt hat, um meinen Insulinbedarf zu berechnen“, erinnert sich Carbetic-Gründer Diego Szekely an die Zeit nach seiner eigenen Typ-1-Diabetes-Diagnose vor vier Jahren. Bei der Autoimmunerkrankung produziert der Körper überhaupt kein eigenes Insulin mehr, weshalb jede Aufnahme von Kohlenhydraten exakt berechnet und durch externe Insulingaben ausgeglichen werden muss.

Im Austausch mit anderen Betroffenen stellte er jedoch schnell fest, dass die meisten Diabetiker:innen im Alltag ihren Bedarf lediglich abschätzen. Da ungenaue Werte langfristige gesundheitliche Risiken bergen, entwickelte der heute 18-Jährige Carbetic, um eine verlässlichere, unkomplizierte Lösung im Alltag anzubieten. „Ich hab einfach das gebaut, was uns Diabetikern wirklich gefehlt hat“, so der Gründer.

© Carbetic

Räumliche Tiefe als technischer USP

Mittlerweile ist die Anwendung bereits in 41 Sprachen verfügbar, wobei aktuell die USA, dicht gefolgt von Deutschland, den größten Markt darstellen. Das technische Fundament unterscheidet sich laut dem Gründer aus Perchtoldsdorf vor allem in einem Punkt von klassischen Lifestyle-Trackern.

Statt einer simplen 2D-Bildanalyse setzt Carbetic laut eigenen Angaben auf räumliche Tiefe durch drei schnell geschossene Fotos aus unterschiedlichen Winkeln sowie LiDAR-Sensoren moderner Smartphones. „Die drei Fotos sind wahnsinnig wichtig, um die Dimensionen gescheit abzuschätzen“, betont Szekely.

Aus der Kombination dieser Bild- und Raumdaten berechnet ein feinjustiertes KI-Modell schließlich den Kohlenhydratgehalt der einzelnen Komponenten auf dem Teller, der wiederum für die Bestimmung des Insulinbedarfs benötigt wird. Neben der Foto-Analyse wird das Produkt in der Praxis durch eine integrierte Sprachsteuerung sowie die Option ergänzt, Koch-URLs oder abfotografierte, handschriftliche Rezepte automatisch von der KI auslesen zu lassen.

Conversion im SaaS-Modell

Nach nur drei Monaten verzeichnet die App rund 20.000 Downloads. Interessant ist vor allem die Conversion-Rate: „5.000 Nutzer sind aktuell in einem Probeabo oder bezahlten Abo“, erklärt der Gründer. Von den 5.000 „zahlen bereits 4.000“, so Szekely weiter. Das Geschäftsmodell basiert auf einer Software-as-a-Service-Struktur. Das Einstiegs-Abo für bis zu zehn Analysen am Tag kostet 4,49 Euro im Monat, während die unlimitierte Version für 9,99 Euro angeboten wird.

Auf die Frage, wie man ein solches Wachstum erziele, meint der Gründer: „Gute Frage. Und da ich keine gute Antwort habe, ist die Antwort, das Produkt funktioniert.“ Hauptsächlich über Mundpropaganda und Empfehlungen von Ärzt:innen, die Szekely unter anderem auf Ärztekongressen kennenlernte, wachse das Produkt aktuell organisch. „Wenn mir Patient:innen schreiben, dass die App ihnen hilft, den Alltag ein Stück mehr wie ein gesunder Mensch zu leben, macht mich das einfach so stolz“, so der Gründer.

„Mit allen großen Medizintechnik-Firmen in Kontakt“

Einen langfristigen Wettbewerbsvorsprung will sich der Gründer, der für sein Startup Studienplätze am UCL und King’s College in London sausen lässt, künftig über zwei strategische Säulen verschaffen, die über die reine Nutzer:innenbasis hinausgehen. Neben einer umfassenden Datensammlung zur Optimierung der Algorithmen steht ein digitaler Ärztezugang im Fokus. Über diesen können Mediziner:innen nach expliziter Freigabe die Mahlzeiten ihrer Patient:innen analysieren und die Therapie gezielter begleiten.

Während der aktuelle Fokus auf Typ-1-Diabetes-Patient:innen liegt, zeigt sich Szekely zuversichtlich, dass auch Typ-2-Patient:innen über kurz oder lang auf seine Anwendung zugreifen werden: „Alle Apps, die Typ 1 machen, übernehmen irgendwann auch den Typ-2-Markt. Das ist immer so.“ Zudem startet in Kürze eine Genauigkeitsstudie mit der Universität Wien. Auch gegenüber strategischen Partnerschaften und Investments zeigt sich der Solo-Founder offen: „Ich bin mit allen großen Medizintechnik-Firmen im Diabetes-Bereich in Kontakt. Und die sind alle begeistert.“

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