06.02.2026
LIEFERGEBIET

Alfies: Wiener Online-Supermarkt expandiert nach Niederösterreich und in die Steiermark

Der Online-Supermarkt Alfies setzt seine Expansion wie erst Ende Jänner angekündigt fort und erweitert sein Liefergebiet nach Niederösterreich und in die Steiermark.
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Alfies
© Alfies - Gunther Michl von Alfies.

Wie vor kurzem berichtet, blickte Alfies auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück: Das vor zehn Jahren in Wien gegründete Unternehmen verbesserte seine Profitabilität und wuchs mit einem Umsatz von rund 33 Millionen Euro im zweistelligen Prozentbereich. Nun baut man sein Liefergebiet weiter aus.

Hier liefert Alfies nun

Ausgehend von den vier Wiener Lagerstandorten umfasst die Zustellung ab sofort den gesamten Bezirk Mödling sowie Teile des Bezirks Tulln bis Kierling und Weidling. Im Norden reicht das Gebiet über die Stadt Korneuburg und Bisamberg bis auf die Höhe von Stockerau, während im Bezirk Mistelbach Lieferungen bis Wolkersdorf im Weinviertel möglich sind.

In Richtung Osten deckt Alfies den Bezirk Gänserndorf bis Auersthal, Strasshof an der Nordbahn und Schönfeld im Marchfeld sowie südlich bis Orth an der Donau ab. Der Bezirk Bruck an der Leitha wird von Schwechat über Fischamend im Norden bis Ebergassing im Süden bedient. Zudem umfasst die Expansion den Bezirk Baden entlang der Gemeinden Baden und Bad Vöslau bis Leobersdorf sowie östlich bis Ebreichsdorf.

Auch in der Steiermark vergrößert der Lieferdienst sein Einzugsgebiet rund um die Landeshauptstadt Graz. Die Zustellungen erfolgen nun im Norden entlang der A9 bis nach Deutschfeistritz im Bezirk Graz-Umgebung. In östlicher Richtung reicht das Servicegebiet bis zur Laßnitzhöhe, was Teile der Bezirke Graz-Umgebung und Weiz abdeckt. Südlich expandiert das Unternehmen über Wildon bis nach Lebring in den Bezirken Graz-Umgebung und Leibnitz, während die westliche Grenze der Logistik nun St. Johann ob Hohenburg in den Bezirken Graz-Umgebung und Voitsberg markiert.

Weitere Ausweitung geplant

„Neben einem breiten Produktangebot aus bekannten Lebensmitteln zu den gewohnten Supermarktpreisen sowie heimischen wie internationalen Spezialitäten setzen wir stark auf Service“, sagt Mitgründer und Geschäftsführer Gunther Michl. „Das beinhaltet natürlich die bequeme Online-Bestellung und Lieferung sowie unser Kundenservice-Team in unserer Wiener Geschäftsstelle, aber auch die Mitnahme von leeren Pfandgebinden und die ständige Weiterentwicklung unseres KI-Einkaufsassistenten ‚Alfie‘.“

Nach Niederösterreich und der Steiermark plant Alfies im Inland den nächsten Schritt der Expansion nach Linz inklusive den südwestlich angrenzenden Regionen Traun und Wels. „Damit unser Geschäftsmodell funktioniert, brauchen wir Regionen mit über 200.000 Personen und eine gewisse Bevölkerungsdichte, auch im Umland der jeweiligen Stadt“, erklärt Michl. „Die Stadt Salzburg ist noch kein Thema. Nach Linz würde zuerst wahrscheinlich Innsbruck und Umgebung kommen.“

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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