11.08.2025
SHOPPING

Alfies: Online-Supermarkt launcht KI-Einkaufsassistenten

Von der Rezeptidee bis zur Lieferung: Alfies integriert mit „Alfie“ eine KI, die Essensplanung und Einkauf in einem Schritt erledigt.
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Der KI-Assistent Alfie liefert Rezepte, Wochenpläne und mehr | (c) Alfies

„Was koche ich heute?“ – diese Frage kennt wohl jeder, der schon einmal ratlos vor dem Kühlschrank stand. Zwischen Arbeit, Freizeit und Alltag bleibt oft wenig Zeit für Essensplanung und Einkauf. Genau hier setzt der neue KI-Einkaufsassistent „Alfie“ des Online-Supermarkts Alfies an: Er schlägt Rezepte vor – passend zu Anlässen, vorhandenen Zutaten oder persönlichen Vorlieben –, erstellt Wochenpläne und legt die benötigten Produkte mit einem Klick direkt in den Warenkorb.

Alfie bietet auch Weinempfehlung

Alfies, 2015 in Wien gegründet und heute in Wien, Graz und Zürich aktiv, integriert den Assistenten direkt in seine App und Browser-Version. Kund:innen können Alfie über ein Symbol starten und so per Chat ihre gesamte Essens- und Einkaufsplanung erledigen.

Der auf einem Transformer-Sprachmodell basierende Assistent kann nicht nur Rezepte finden und Wochenpläne erstellen, sondern auch Event-Menüs planen – inklusive Mengenberechnung für Gäste. Selbst Foodpairing beherrscht er: Zu einem Gericht liefert Alfie etwa die passende Weinempfehlung.

Gunther Michl, Mitgründer und Geschäftsführer von Alfies | (c) Alfies

„Unsere Mission ist, das Leben unserer Kunden zu erleichtern – mit schneller Lieferung, Pfandmitnahme und nun auch digitaler Einkaufsunterstützung“, sagt Alfies-Mitgründer und CEO Gunther Michl. Ziel sei es, Kund:innen zu inspirieren und die Produktsuche noch effizienter zu gestalten.

Kooperation mit Startup

Für die technische Umsetzung arbeitete Alfies mit dem auf KI-Assistenten im E-Commerce spezialisierten in München ansässigen Startup IsarTech zusammen. Der Launch ist erst der Anfang: Künftig soll Alfie auch vergangene Einkäufe berücksichtigen, Einkaufslisten generieren, Produkthinweise geben und Optionen vergleichen. „Derzeit analysieren wir, welche Funktionen am häufigsten genutzt werden, um Alfie gezielt weiterzuentwickeln“, so Michl.

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Mehrere Menschen lachen für ein Gruppenbild in die Kamera und zeigen sich fröhlich
Das TEB Forum fand am zweiten und dritten Juni in Wien statt. (c) TEB

Die Diagnose steckte schon im Leitthema: „Why Coordination, not Capacity, is CEE’s Real Energy Challenge“. Denn die Akteur:innen, die Netzausbau, Speicherintegration und den Abschied von fossilen Importen gemeinsam lösen müssten, sitzen selten am selben Tisch.

Hier setzt The Energy Bridge an. Die Wiener Plattform will Informationssilos in der CEE-Energiewende aufbrechen und die Partnersuche über Sektorgrenzen hinweg erleichtern, neben dem Forum auch über einen Podcast und AI-gestützte Intelligence-Tools. Die Co-Founder Rahul Mishra und Daniel Schaub eröffneten die zweitägige Konferenz am 2. Juni, die Keynote aus dem Energieressort hielt Karoline Narodoslawsky, Fachkoordinatorin in der Energiesektion des Wirtschaftsministeriums (BMWET), zu Österreich als regionalem Vorbild für die Energiewende.

Zwei Geschwindigkeiten bei Batteriespeichern

Eines der zentralen Ergebnisse: Bei der Bankability von Energiespeichern (BESS) zeichnet sich ein „Two-Speed CEE“ ab. Länder mit Zugang zu Mitteln aus der EU-Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) wie Polen, Bulgarien, Ungarn und Rumänien profitieren von Förderungen und Differenzverträgen (CfDs). Langfristiges Marktwachstum werde jedoch von reifen Merchant-Strukturen jenseits der ersten Subventionsfenster abhängen.

Das TEB Forum 2026 fand im weXelerate in Wien statt | (c) TEB

Thomas Rosenzopf von Enervis Austria präsentierte dazu den Austria BESS Index: Während Day-Ahead-Erlöse in Österreich allein nicht ausreichen, erscheinen Märkte wie Bulgarien und Rumänien aufgrund günstiger Netzgebühren-Strukturen hochgradig investierbar.

Öffentliche Akzeptanz als fehlendes Glied

Für eine der pointiertesten Wortmeldungen sorgte Energieexperte Markus Fischer (NEOS), der öffentliche Akzeptanz als fehlendes Glied zur europäischen Energiesouveränität bezeichnete: Österreich habe enormes Potenzial bei Erneuerbaren, bleibe aber wegen verzögerter Netzgenehmigungen an fossile Importe gebunden. Wer echte Energiesouveränität wolle, müsse faire, transparente und frühzeitige Bürger:innenbeteiligung zur politischen Priorität machen.

Auf der Projektbühne zeigten Startups und Forschungseinrichtungen konkrete Lösungen: von grid-freundlicher Wärmepumpen-Optimierung (Austrian Energy Agency) über fortgeschrittene Netzplanung des AIT bis zu Flexibility-as-a-Service-Ansätzen von Flexa, Podero und CyberGrid rund um Multi-Market Revenue Stacking und Batterieflexibilität.

Rechenzentren, Wärmewende und Ukraine

Tag zwei widmete sich der Wärmewende: Andrea Edelmann (EVN, Green Energy Lab) präsentierte die Alliance for Heating and Cooling, Expert:innen unter anderem von Wien Energie und Energie AG diskutierten den Sprung von Pilotprojekten zur flächendeckenden Umsetzung. Ein eigenes Panel beleuchtete das „Data Centre Dilemma“: Europäische Colocation-Investments sollen bis 2030 die Marke von 100 Milliarden Euro übersteigen, während der Stromverbrauch von Rechenzentren von 1,8 auf 3,4 Prozent des globalen Verbrauchs wächst. Ein Spezialsegment zeigte außerdem Resilienz- und Low-Carbon-Technologien aus der Ukraine.

Rahul Mishra (r.) ist Co-Founder und Community Builder bei The Energy Bridge. (c) TEB

„Koordinationslücke schließen“

TEB-Co-Founder Rahul Mishra zog eine klare Bilanz: „Das Forum hat gezeigt, dass die Energiewende-Herausforderung in CEE kein Mangel an Kapital oder Technologie ist, sondern eine Koordinationslücke. TEB existiert, um diese Lücke zu schließen“, so Mishra. Mit zwei Bühnen, acht Keynotes und 91 Speaker-Auftritten will sich das Forum als zentrale Cross-Sector-Plattform für die Energiewende in der Region etablieren.


Disclaimer: brutkasten ist Medienpartner ist TEB Forum 2026.

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