12.03.2020

Michael Altrichter und Compass Verlag übernehmen 671.704 Aktien von Cleen Energy

Eine Investorengruppe wird 671.704 Aktien von der an der Börse Wien börsenotierten Cleen Energy erwerben. Dies steht unter anderem für das starke Interesse an Themen wie Energieeffizienz und sauber Energie.
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Michael Altrichter
(c) Michael Altrichter

Eine Investorengruppe, zu der unter anderem auch der Compass-Verlag und die Beteiligungsgesellschaft von Michael Altrichter zählen, wird ein Paket von 671.704 Aktien an der börsennotierten CLEEN Energy AG erwerben, wie das Unternehmen nun mitteilte. Der Verkauf findet statt, nachdem der Aktienkaufvertrag zum Einstieg der Stadtwerke Klagenfurt AG zwischen Erwin Stricker und den Stadtwerken Klagenfurt AG einvernehmlich aufgelöst wurde. Das bisher von Erwin Sticker gehaltene Paket besteht aus rund 857.000 Aktien.

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Im Rahmen der Aktientransaktion werden zusätzlich 185.440 eigene Aktien – das entspricht rund fünf Prozent am Grundkapital der CLEEN Energy AG – von der CLEEN Energy kostenlos übernommen. Damit soll mittelfristig der Streubesitz gesteigert und weiteres Eigenkapital zugeführt werden. Bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung, die für Ende Mai 2020 geplant ist, sollen die Regelungen für den Verkauf der eigenen Aktien beschlossen werden.

Am Tag nach der Bekanntgabe notierte die Aktie an der Börse Wien (Stand: 12.3.2020, 11 Uhr) 16 Prozent im Plus, bei einem Preis von 2,90 Euro. CLEEN Energy hat sich auf LED-Beleuchtung und Energieeffizienz spezialisiert und notiert seit 2017 an der Wiener Börse. Zum aktuellen Kurs hätten die 671.704 Aktien somit einen Wert von knapp zwei Millionen Euro.

Interesse an Erneuerbaren Energien

Das Interesse der Investorengruppe an der CLEEN Energy AG deckt sich mit dem Megatrend hin zu sauberer Energie, Klimaschutz und regenerativer Energieerzeugung – wie es auch im Regierungsprogramm der österreichischen Bundesregierung zu finden ist (der brutkasten berichtete).

Die CLEEN Energy AG profitiert laut Eigenanagbe stark von dem steigenden gesamtgesellschaftlichen Umwelt- und Energieeffizienzbewusstsein. Im 1. Quartal 2020 wurden im Schnitt täglich zwei Planungen bzw. Konzepte und in weiterer Folge Angebote für Interessenten erstellt. Zudem bestehen auch mittlerweile zahlreiche öffentliche Förderungen in diesem Bereich – ein Beispiel: Sofern eine Förderung gewährt wird, sinkt dadurch die mit ca. 7,5 Jahren ohnehin recht kurze Amortisationsdauer einer gewerblichen Photovoltaik-Anlage in Österreich im Durchschnitt nochmals deutlich auf rund 5,5 Jahre.

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Wandelschuldverschreibung: Bessere Bonität, mehr Liquidität für CLEEN Energy

Zusätzlich wandeln die Investoren kurzfristig einen Teil der Wandelschuldverschreibung für 650.000 Euro zum Kurs von 3,3 Euro in Aktien. Dadurch wird nicht nur die Bonität verbessert, da die betroffenen Darlehensbeträge zu Eigenkapital werden, sondern der CLEEN Energy zusätzlich auch Liquidität in Höhe von ca. 591.000 Euro und gemeinsam mit der Wandlung der Schuldverschreibung Eigenkapital in Höhe von ca. 1.241.000 Euro zugeführt, heißt es weiters seitens CLEEN Energy.

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Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche | (c) Grunpfnul vie Wikimedia Commons
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Zuletzt starke Gründungsdynamik

Das deutsche Startup-Ökosystem konnte trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds zuletzt eine beachtliche Gründungsdynamik aufweisen. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete die Bundesrepublik mit 3.053 Startup-Gründungen einen historischen Rekordwert, was einem Zuwachs von 52 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 entspricht. Getrieben wurde dieser Aufschwung insbesondere durch den anhaltenden Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz, auf den allein über 1.000 Neugründungen entfielen. Die nackten Rekordzahlen täuschen jedoch darüber hinweg, dass es dem deutschen Markt nach wie vor nicht ausreichend gelingt, erfolgreiche junge Firmen in die kapitalintensive Wachstums- und Skalierungsphase zu überführen. Mit rund 90 Euro Wagniskapitalinvestitionen pro Kopf im Jahr 2025 liegt die Investitionsaktivität in Deutschland signifikant hinter den führenden Märkten in den USA und Großbritannien zurück.

Risikokapital und das Hebeln privater Milliarden

Um das Abwandern vielversprechender Innovationen und den Ausverkauf ins Ausland zu verhindern, setzt die neue Strategie vor allem bei der Mobilisierung von privatem und institutionellem Kapital an. Ein zentrales Vorhaben ist die Fortführung und Weiterentwicklung der sogenannten WIN-Initiative. Laut dem Strategiepapier soll damit darauf hingearbeitet werden, die Zusagen privater Investoren für Investitionen in Wagniskapital und das Startup-Ökosystem auf 25 Milliarden Euro mehr als zu verdoppeln. Flankiert wird diese Absicht durch die nationale Umsetzung der überarbeiteten europäischen Solvency-II-Richtlinie, die es Versicherungsgesellschaften erleichtert, Kapitalanlagen als langfristige Aktieninvestitionen einzustufen. Dadurch sinken die regulatorischen Eigenkapitalanforderungen für solche Risikokapitalinvestitionen drastisch von 49 auf 22 Prozent. Ergänzend ist die Bereitstellung von Bundesmitteln für eine Nachfolgegeneration des größten europäischen Dachfonds, den „Wachstumsfonds II“, über die KfW Capital geplant.

Neuer Fokus auf DefenceTech und Sicherheit

Zu den markantesten und zugleich politisch sensibelsten Neuerungen der Regierungsstrategie gehört die erstmalige, systematische Berücksichtigung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. In einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums heißt es von Ministerin Reiche, das Konzept verfolge das Ziel, das „Gründen zu erleichtern, das Wachstum zu beschleunigen und Innovation in Deutschland zu halten“. Für Startups aus dem Rüstungssektor wird im Rahmen des verbleibenden „Deutschlandfonds“ ein spezielles Direktbeteiligungsvehikel des Bundes geschaffen. Damit beabsichtigt die Bundesregierung, sich künftig erstmals direkt an jungen Unternehmen zu beteiligen, die Waffen herstellen, um deren Kapitalzugang zu sichern.

Neben der Rüstungsförderung adressiert die Strategie auch administrative Hürden, die im internationalen Vergleich als Standortnachteil gelten. Über das Hebelprojekt „Schneller Gründen“ soll bis Ende 2026 der Entwurf für ein Gründungsbeschleunigungsgesetz ausgearbeitet werden, um Anmeldeverfahren und die Vergabe von Steuernummern digital zu vereinheitlichen. Zudem unterstützt die deutsche Bundesregierung den Vorschlag der EU-Kommission für die EU Inc., die als europäisch vereinheitlichte Rechtsform für grenzüberschreitend tätige Startups etabliert werden soll.

Kritik von mehreren Seiten

Trotz des breiten Maßnahmenpakets regt sich im deutschen Ökosystem und in den Verbänden auch Kritik an der strategischen Ausrichtung der Bundesregierung. Vor allem der starke Rüstungsfokus bei gleichzeitiger Vernachlässigung gesellschaftlicher Aspekte steht im Zentrum der Debatte. So wird etwa vom Bundesverband für Social Entrepreneurship in Deutschland (SEND e.V.) kritisiert, dass „soziale Gründungsvorhaben“ in der neuen Fassung überhaupt keine Rolle mehr spielen. Auch der Verband der Business Angels äußert Unmut und bezeichnet die fast ausschließliche Fokussierung auf Venture-Kapital als Finanzierungsinstrument als eine Maßnahme „an den Gründungsrealitäten vorbei“, da erfahrene private Geldgeber für die Nachhaltigkeit von Gründungen entscheidender seien.

Fachkommentare aus den Bereichen Bioökonomie und Nachhaltigkeit warnen zudem vor einem „Klumpenrisiko“ durch den engen Fokus auf Verteidigungstechnologien. Aus der Gründerszene selbst wird bemängelt, dass das ehemals politisch stark beworbene Vorreiterprojekt einer „Gründung in 24 Stunden“ sowie Erleichterungen für das „Gründen aus dem Beruf“ im finalen Papier nicht mehr auftauchen. Zudem weisen Industrievertreter darauf hin, dass zentrale Herausforderungen für innovationsintensive Branchen über die reine Startup-Finanzierung hinausgehen; es fehle an Impulsen für spätere Finanzierungsrunden, an regulatorischer Beschleunigung sowie am Ausbau industrieller Produktionskapazitäten. Ob die Strategie die Erwartungen der Praxis erfüllen kann, wird von Branchenbeobachtern auch aufgrund des Zeithorizonts bezweifelt: Dass mit der Umsetzung der Maßnahmen lediglich „noch in dieser Legislaturperiode begonnen“ werden soll, lasse kein hohes Tempo vermuten.

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Michael Altrichter und Compass Verlag übernehmen 671.704 Aktien von Cleen Energy

  • Eine Investorengruppe, zu der unter anderem auch der Compass-Verlag und die Beteiligungsgesellschaft von Michael Altrichter zählen, wird ein Paket von 671.704 Aktien an der börsennotierten CLEEN Energy AG erwerben.
  • Der Verkauf findet statt, nachdem der Aktienkaufvertrag zum Einstieg der Stadtwerke Klagenfurt AG zwischen Erwin Stricker und den Stadtwerken Klagenfurt AG einvernehmlich aufgelöst wurde.
  • Das bisher von Erwin Sticker gehaltene Paket besteht aus rund 857.000 Aktien.
  • Im Rahmen der Aktientransaktion werden zusätzlich 185.440 eigene Aktien – das entspricht rund fünf Prozent am Grundkapital der CLEEN Energy AG – von der CLEEN Energy kostenlos übernommen.
  • Zusätzlich wandeln die Investoren kurzfristig einen Teil der Wandelschuldverschreibung für 650.000 Euro zum Kurs von 3,3 Euro in Aktien.

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Michael Altrichter und Compass Verlag übernehmen 671.704 Aktien von Cleen Energy

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Michael Altrichter und Compass Verlag übernehmen 671.704 Aktien von Cleen Energy

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