20.08.2025
ROBOTIK

Airskin: Übernahme nach Konkurs von Wiener Scaleup im Frühling

Im April meldete Blue Danube Robotics Konkurs an. Nach einer Übernahme der Assets durch die Quantum Holding GmbH wird das Produkt Airskin nun in einer neuen Gesellschaft weitergeführt.
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"Airskin" im Einsatz | (c) Blue Danube Robotics

Gegensätzliche Darstellungen gab es zum Hergang der Insolvenz des Wiener Scaleups Blue Danube Robotics im April dieses Jahres – brutkasten berichtete damals. Eine anonyme Quelle brachte damals unter anderem den Vorwurf „jahrelanger Misswirtschaft“ gegenüber einem ehemaligen Geschäftsführer ins Spiel. Dieser bestritt die Anschuldigungen gegenüber brutkasten klar. Fest stand jedenfalls: Die Bestandsinvestoren waren nicht bereit, dem Unternehmen eine notwendige Kapitalspritze zu geben – es folgte der Konkursantrag.

Beachtliche Referenzkunden mit „fühlender Haut“ für Roboter

Dabei hatte das Scaleup mit seinem Produkt Airskin, einem Sicherheitssystem für Industrieroboter, eine beachtliche Referenzkunden-Liste. VW, BMW, Mercedes-Benz, Ford, Boeing, thyssenkrupp und Magna sind nur einige der Namen. Die „fühlende Haut“ wird an den Armen der Roboter angebracht. Sie reagiert auf Berührungen und stoppt die Geräte, um Verletzungen von Mitarbeiter:innen zu verhindern.

Klosterneuburger Quantum Holding übernimmt Marke und Patente von Airskin

Wie nun bekanntgegeben wurde, wird das Produkt in einer neuen Gesellschaft fortgeführt. Die Klosterneuburger (NÖ) Quantum Holding GmbH der beiden Unternehmer Reiner Meyer-Rössl und Alexander Petz übernahm die Marke, Patente und weitere Assets demnach im Juni aus der Konkursmasse. Mit der im August gegründeten Airskin GmbH geht es nun weiter. Dabei wird auch das Team „weitgehend“ übernommen. Die Geschäftsführung liegt nun bei den neuen Eigentümern Meyer-Rössl und Petz.

„Beginn einer zukunftssicheren und nachhaltigen Entwicklung“

„Die Übernahme der Assets, Patente und der Mitarbeiter durch die Quantum Holding sowie die Neuausrichtung von Airskin markieren für uns den Beginn einer zukunftssicheren und nachhaltigen Entwicklung. Als Eigentümer und Geschäftsführer setzen wir auf Stabilität, technische Exzellenz und strategisches Wachstum – getragen von einem engagierten Team und einem bewährten Produkt“ kommentiert Meyer-Rössl in einer Aussendung.

Airskin-Neueigentümer haben bereits ein Robotik-Unternehmen

Er und Petz betreiben mit EEP Robotics, das ebenfalls zu 100 Prozent der Quantum Holding gehört, ein Robotik-Unternehmen. Zuletzt gaben die beiden laut Firmenbuch die Geschäftsführung dort ab. Bei Airskin wollen sie nun nicht nur an der Weiterentwicklung des Produkts arbeiten, sondern auch die internationale Expansion und den Ausbau strategischer Partnerschaften vorantreiben.

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Die beladene SpaceX Falcon 9 Rakete © SpaceX

Der Raketenstart erfolgte um 09:12 Uhr Ortszeit im Rahmen der SpaceX Transporter-17-Mission von der Vandenberg Space Force Base. Etwa eine Stunde nach dem Start bestätigte das Team die Trennung der Hardware von der Rakete „Falcon 9“. Damit erreichte der Satellit vom österreichischen Space-Startup Tumbleweed eine sonnensynchrone Umlaufbahn in rund 590 Kilometern Höhe. Die Hardware für die Weltraummission hat das Team von Tumbleweed in unter 9 Monaten fertiggestellt, wie brutkasten berichtete.

Freude beim Tumbleweed Team nach erfolgreicher Trennung von Oasis Alpha © Tumbleweed

Vier europäische Experimente an Bord

Das 2024 gegründete Unternehmen, das heute 20 Expert:innen in Wien und Delft beschäftigt, will die Forschung in Schwerelosigkeit durch standardisierte Container-Pods zugänglicher machen. Bei der aktuellen Demonstration im All sind vier europäische Organisationen vertreten, die unter anderem Zell-Biokatalyse, autonome Systeme sowie Phasenübergänge für Weltraumressourcen testen.

Meilenstein für das Ökosystem

„Der Start ist ein Riesenerfolg für uns und für das Space-Ökosystem in Österreich generell. Er zeigt ganz klar, dass, wenn eine Gruppe mit Passion und Drive zusammenkommt und richtig hart arbeitet, sie Satelliten in wenigen Monaten bauen kann. Gleichzeitig ist die Mission natürlich auch ein großer Meilenstein für unsere Kunden“, erklärt Julian Rothenbuchner, CEO und Co-Gründer von Tumbleweed.

„Als wir Tumbleweed gegründet haben, haben wir immer wieder dasselbe gehört: Der Weg in den Weltraum ist einfach nicht machbar. Zu langsam, zu komplex, zu viel Aufwand. Wir haben Oasis Alpha gebaut, um das zu ändern. Heute sind vier dieser Teams zum ersten Mal im All“, fügt CTO Guillaume Brault hinzu.

Während Oasis Alpha nun im Orbit agiert, befindet sich die nachfolgende Generation „Oasis Beta“ bereits in der Entwicklung, um die Experimente wieder zur Erde zurückzubringen.

Start der Transporter-17-Rideshare-Mission von der Vandenberg Space Force Base © SpaceX
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