26.06.2023

Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer

Sonne, Strand und umfallende Sonnenschirme. Bei Wind und rauem Untergrund fällt es so manchen Strandbesucher:innen schwer, ein sicheres Plätzchen für Sonnenschirme zu finden. Dafür haben zwei deutsche Maschinenbauer eine Lösung namens Airboom entwickelt.
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Einen Strandtag ohne umfallenden Schirm - das versprechen zwei deutsche Gründer mit ihrem Produkt Airboom (c) Airboom

Die Temperaturen sind hoch, der Sommer ist in aller Munde. Bei Temperaturen über dreißig Grad hilft meist nur der Sprung ins kühle Nass – oder ein schattiges Plätzchen. Das ist aber nicht immer einfach: Nicht auf allen Bodenbeschaffenheiten lassen sich Sonnenschirme windfest befestigen. Dafür haben zwei deutsche Gründer eine aufblasbare Lösung entwickelt.

Ein aufblasbarer Schirm-Standfuß für Wind und Wetter

Egal ob Stein, Sand oder Rasen: Timo Wiedershoven und Michael Glowacki, zwei Startup-Gründer aus Deutschland, haben einen aufblasbaren Sonnenschirmständer entwickelt, der für diverse Bodenbeschaffenheiten geeignet sein soll.

“Airboom ist ein aufblasbarer Standfuß, der sich vor allem für Sonnenschirme eignet”, erzählt Co-Founder Glowacki. Der Standfuß soll über zwei Luftkammern und eine Beschwerungskammer verfügen, die den Schirm vor dem Umkippen durch Wind oder mechanische Einwirkung bewahren soll. Zum Beschweren eignet sich Vieles: Getränke, Proviant, Taschen, Handtücher, Kies oder Sand.

Die beiden ehemaligen Maschinenbauer hatten die Idee zu Airboom in ihrem Urlaub 2021, wobei sie das Schirm-Problem bei einigen Urlaubenden beobachteten. Gleich nach ihrem Urlaub stellten die beiden Gründer eine Marktlücke im Schirm-Standfuß-Sektor fest und bauten den ersten Prototypen ihrer aufblasbaren Erfindung.

Entwicklungsprozess mit Hürden

“Angefangen haben wir damit, mit Schlauchreifen und Laserschwertern eine Rundform zu schweißen“, so Co-Founder Glowacki. In ihrer ersten Charge produzierten die Gründer 25 Stück ihrer Erfindung regional in Deutschland. Für weitere 3.000 Stück verlagerten Wiedershoven und Glowacki die Produktion nach Fernost – mit unvorhergesehenen Konsequenzen. Denn in ihrer zweiten Charge traten Materialfehler auf, die die frisch gelieferten Standfüße unbrauchbar machten. Über 50.000 Euro Eigenkapital sollen die beiden Gründer darin bereits investiert haben.

“Der Airboom ist klein, leicht, passt unaufgeblasen in Strandtaschen und eignet sich vor allem für Camping oder Flugreisen”, so Gründer Wiedershoven. Auch der Aufbau sei genauso sicher wie die Standfestigkeit der Erfindung. Darüber hinaus eignet sich der Standfuß für diverse Bodenbeschaffenheiten – egal ob Sand, Kies, Beton oder Wiese, so das Gründerteam. Erhältlich ist das Produkt bereits im Online-Shop des Unternehmens.


Mehr zu Airboom gibt es in der nächsten Folge von “2 Minuten 2 Millionen” am kommenden Dienstag, den 27. Juni, um 20.15 Uhr auf Puls 4. Weiters mit dabei sind Holy Pit, Eco Top und PetAid.

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Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Eugen Benedikt Russ, Nicola Szekely und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners
Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Eugen Benedikt Russ, Nicola Szekely und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners

Wie brutkasten zuletzt berichtete, wurde die vor rund zehn Jahren als Teil der Voralberger Russmedia-Gruppe gegründete Liechtensteiner Private-Equity-Gesellschaft RM Equity Partners (RMEP) mit rund 500 Millionen Euro Assets under Management von den drei Partnern Eugen Benedikt Russ, Chris Wittlinger und Nicola Szekely übernommen. Im Gespräch mit brutkasten erläuterten Russ und Wittlinger die Hintergründe.

Eugen B. Russ blickt dabei auf die Anfänge zurück: „Wir haben eigentlich schon sehr selbstständig begonnen. Schon damals haben wir vom Medienhaus weitgehende Freiheiten bekommen, und ich glaube, genau das hat uns erfolgreich gemacht: dass man uns dieses Vertrauen gegeben hat. Wir konnten in Themen investieren, während andere in der Gruppe Media-for-Equity machen mussten und in dem, was sie tun konnten, nicht immer frei waren.“

Und Wittlinger ergänzt: „Organisatorisch waren wir schon immer sehr unabhängig, mit wenig Vorgaben. Jetzt übersetzen wir einfach das, was gelebt wurde, in die Realität. Dazu kommt, dass es im Partnerkreis – Eugen, Nicola und ich – über die Jahre sehr gut funktioniert hat. Wir sind ein sehr komplementäres Team, und wir haben alle gesagt: Wir haben Lust, das noch einmal eigenständig anzupacken und weiterzumachen – mit dem Team, das es schon gibt.“

Die Gruppe sei über das vergangen Jahrzehnt stark gewachsen und erwirtschafte im laufenden Jahr ein EBITDA im dreistelligen Millionenbereich. Dabei entfielen nur fünf Prozent des Umsatzes auf Österreich, da das Portfolio komplett europäisch aufgestellt sei.

„Die volle Selbstständigkeit war im Endeffekt der logische Schritt“, erklärt Russ. Seine Schwester übernehme die Generationennachfolge im Verlag der Russmedia-Gruppe, wo zuletzt auch ein Merger mit der Tiroler Tageszeitung stattfand. Während Russmedia den Wachstumsweg im Mediengeschäft verfolge, setze RMEP den Wachstumsweg bei digitalen Plattformen fort.

Dieser Prozess sei über einen Zehnjahresplan angelegt und seit acht Jahren vereinbart gewesen. Im September des vergangenen Jahres habe die konkrete Umsetzung Fahrt aufgenommen. Nach der Umstrukturierung in Liechtenstein um den Jahreswechsel wurde die Management Company RM Consulting im Frühjahr übernommen. Mit der offiziellen Kommunikation sei die Nachfolge nun abgeschlossen. Die Management Company befindet sich nun zu gleichen Teilen im Besitz des Führungstrios.

Neues Vehikel für neue Investments

Das initiale Investment von Russmedia habe damals knapp unter 100 Millionen Euro betragen – eine Summe, die die Gruppe heute jährlich an EBITDA generiere. Für die künftige Ausrichtung gilt nun eine klare Trennung zwischen Altbestand und neuen Beteiligungen.

Russ beschreibt die Strukturierung: „Das Bestehende führen wir so weiter. Wir schaffen jetzt ein neues Investment-Vehikel, in das exklusiv wir drei und das Team investieren. Alle Investments ab jetzt machen wir alleine. Von den bestehenden Investments profitiert natürlich auch die Familie weiter – unter anderem Bergfex, Pure, calimoto und die übrigen Unternehmen im heutigen Portfolio.“ An den bisherigen Beteiligungen halte Russ im Rahmen der Nachfolgelösung weiterhin eine Mehrheit.

„Wir kaufen Anteile an profitablen Unternehmen, die Cash produzieren“

RMEP investiert pro Beteiligung bis zu 150 Millionen Euro Eigenkapital, während das Gesamtvolumen pro Transaktion bis zu 250 Millionen Euro betragen kann. Chris Wittlinger grenzt den Investmentansatz klar ab: „Wichtig ist: Wir sind kein VC. Wir machen keine Frühphasen-Investments und prinzipiell keine Kapitalerhöhungen, bei denen das Unternehmen Cash braucht. Wir kaufen Anteile an profitablen Unternehmen, die Cash produzieren.“

Das Modell ziele zwar auf eine langfristige Haltedauer ab, doch Exits wie jener der Plattform Alpy (brutkasten berichtete im August) seien bei passenden Rahmenbedingungen vorgesehen. Wittlinger führt dazu aus: „Wir wollen die Möglichkeit haben, das Unternehmen sehr lange zu halten. Aber wenn wie bei Alpy die Situation kommt, in der man sagt: Das ist bei einem Strategen besser aufgehoben, weil der mehr daraus machen kann als wir – dann verkaufen wir auch.“ Gleichzeitig mache man auch strategische Zukäufe kleinerer, profitabler Wettbewerber von portfolio-Unternehmen, wie das aktuelle Beispiel Digital Heaven in der Schweiz veranschauliche.

„Wir sprechen auf Augenhöhe, von Unternehmer zu Unternehmer“

Und es gebe auch einen zentralen Unterschied zwischen RMEP und klassischen Private-Equity-Gesellschaften, die fremdes Kapital verwalten, betont Russ: „Das Geld, das wir investieren, ist ausschließlich unser eigenes und das der Unternehmer-Partner, mit denen wir arbeiten. Viele wählen uns, weil sie nicht mit einem anonymen Private-Equity-Investor zusammenarbeiten wollen, der nicht sein eigenes Geld investiert. Sie spüren, dass wir unser eigenes Geld investieren – wir sind selbst Unternehmer. Das ist der riesige Unterschied: Wir sprechen auf Augenhöhe, von Unternehmer zu Unternehmer.“

Dieses Unternehmer-Setup spiegelt sich auch in der Anbahnung neuer Investments wider. Wittlinger erklärt das Sourcing: „Der Dealflow ist dreigeteilt. Erstens gibt es ein Netzwerk von Tausenden M&A-Beratern in Europa, mit denen wir in Kontakt sind, die wissen, was wir suchen, und sich regelmäßig bei uns melden. Zweitens unser aktiver Outreach, bei dem wir schon sehr stark mit KI arbeiten: Wir schreiben Unternehmen an, die aus unserer Sicht gut ins Raster passen, gehen auf Messen und Branchenveranstaltungen und stellen sicher, dass uns die Unternehmer in den Industrien kennen, die uns interessieren. Drittens gibt es Unternehmer, die auf uns zukommen, weil sie von uns gehört haben – zum Beispiel, weil sie jetzt diesen Artikel lesen.“

Am Fokus auf asset-light und digitale Geschäftsmodelle ändere sich durch die Eigenständigkeit nichts, wobei der technologische Wandel berücksichtigt werde. Wittlinger ergänzt zur Rolle von KI: „Natürlich muss man immer schauen, wie sich KI auf ein Geschäftsmodell auswirkt. Wir fokussieren uns darauf, Geschäftsmodelle zu finden, für die KI ein Enabler sein kann oder die sehr resilient dagegen sind.“

„Wir haben die Kriegskasse gefüllt“

Für die kommenden Jahre stehe nun der Ausbau des eigenen Netzwerks und das gemeinsame Wachstum mit Gründern im Vordergrund. Russ betont: „Unsere Story sind eigentlich individuelle Unternehmer-Erfolgsgeschichten.“ RMEP verstehe sich als langfristiger Partner für Unternehmer, um Potenziale zu heben und gemeinsam zu wachsen.

Wittlinger richtet den Blick auf die Zehn-Jahres-Perspektive: „Natürlich wollen wir nicht stillstehen. Wir wollen größer werden, weiterhin Deals machen, das Netzwerk erweitern und dafür sorgen, dass die Assets under Management in zehn Jahren deutlich höher sind als heute. Das ist der Anspruch.“

Der Wechsel in die Unabhängigkeit soll dabei als Ansporn für die nächste Phase dienen. „Wichtig ist: Das Team bleibt gleich, die Investmenthypothese bleibt gleich, und unsere Ambition und unser Hunger bleiben gleich. Wir sind noch lange nicht am Ende der Reise“, unterstreicht Wittlinger. Und Russ wird noch einmal deutlich: „Wir haben die Kriegskasse gefüllt und suchen nach den nächsten Deals.“

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Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Als KI-Sprachmodell kann ich keine Werturteile oder Vorhersagen zu gesellschaftspolitischen Auswirkungen abgeben. Der Inhalt des Artikels beschreibt jedoch eine innovative Lösung für ein Problem im Freizeitbereich, das vielen Menschen aufgrund von Bodenbeschaffenheiten bekannt sein dürfte.

Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Es ist schwierig, die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Artikels vollständig zu beurteilen, da keine Informationen über den Preis oder die Verkaufszahlen des Produkts vorliegen. Allerdings zeigt die Tatsache, dass die beiden Gründer bereits über 50.000 Euro in die Produktion investiert haben, dass sie ein erhebliches Interesse an der Vermarktung ihres Produkts haben. Wenn Airboom erfolgreich ist, könnte es dazu beitragen, das Angebot an windfesten Schirm-Standfüßen auf dem Markt zu erweitern und möglicherweise den Bedarf bei Campingplätzen, Strandausrüstern und anderen Outdoor-Unternehmen zu decken.

Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in ist es wichtig, immer auf der Suche nach innovativen Lösungen und neuen Produkten zu sein. Der aufblasbare Schirm-Standfuß von Airboom bietet eine interessante und vielseitige Lösung für ein Problem, das viele Menschen beim Einsatz von Sonnenschirmen haben. Es lohnt sich, solche neuen Ideen und Produkte zu verfolgen und zu prüfen, ob sie in das eigene Unternehmen oder Innovationsportfolio passen könnten.

Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Als Investor:in könnte der aufblasbare Schirmständer von Airboom interessant sein, da er eine Lösung für das Problem bietet, dass Sonnenschirme auf manchen Bodenbeschaffenheiten nicht windfest befestigt werden können. Das Produkt soll sich auch für Camping oder Flugreisen eignen und ist bereits im Online-Shop des Unternehmens erhältlich. Allerdings gab es im Entwicklungsprozess des Produkts Materialfehler, welche das Investment-Risiko erhöhen könnten.

Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in könnten Sie sich für innovative Startups aus Deutschland und deren Lösungsansätze für Alltagsprobleme interessieren. Airboom könnte als ein Beispiel für ein erfolgreiches Startup im Bereich der Freizeitgestaltung und Mobilität dienen und inspirierend für die Förderung von Innovation und Unternehmertum in Deutschland sein.

Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer

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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Das Startup Airboom hat einen aufblasbaren Sonnenschirmständer entwickelt, der für verschiedene Bodenbeschaffenheiten geeignet ist und den Schirm vor Umkippen durch Wind oder mechanische Einwirkung schützt. Das Produkt ist klein, leicht und eignet sich besonders für Camping und Flugreisen. Die Entwicklung des Produkts war jedoch mit Hürden wie Materialfehlern verbunden, die die Investitionskosten erhöhten. Das könnte ein Beispiel dafür sein, wie Startups Herausforderungen überwinden und innovative Lösungen auf den Markt bringen, um den Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden.

Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Timo Wiedershoven
  • Michael Glowacki

Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer

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Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Airboom
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  • Holy Pit
  • Eco Top
  • PetAid

Airboom: Deutsches Startup entwickelt aufblasbaren Schirmständer