16.06.2023

Aira: Northvolt-Gründer startet nach drei Unicorns weiteres Startup

Harald Mix steht mit Northvolt, H2 Green Steel und Polarium hinter drei ClimateTech-Unicorns. Nun folgt mit Aira ein neues Startup.
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Harald Mix: Northvolt-Gründer startet mit Aira neues Startup
Harald Mix | Quelle: LinkedIn

Serial Entrepreneurs gibt es viele – auch gar nicht wenige erfolgreiche. Aber der Schwede Harald Mix spielt – zumindest für europäische Verhältnisse – in einer eigenen Liga: Er steht hinter drei Unicorns, wobei zumindest bei einem davon – dem Akku-Hersteller Northvolt – mittlerweile der Ausdruck Industriekonzern treffender ist. Wie sein bekanntestes Unternehmen sind auch die anderen beiden im (erweiterten) ClimateTech-Bereich angesiedelt: Polarium beschäftigt sich ebenfalls mit Energiespeicherung via Akku, H2 Green Steel produziert Stahl mit 95 Prozent weniger CO2-Ausstoß als industrieüblich, indem Kohle durch Wasserstoff ersetzt wird. Nun startete Mix ein weiteres Startup, wie das Magazin Sifted berichtet: Aira.

Nach drei B2B-Unicorns folgt Aira im B2C-Bereich

Im Gegensatz zu den ersten drei Unternehmen wird das neue Startup im B2C-Bereich aktiv sein. Aira bietet Endkunden selbst produzierte Wärmepumpen und Produkte im Bereich Haushaltsstrom an. Indem er sich dem häuslichen Energieverbrauch, insbesondere Heizungen zuwendet, gehe er ein Thema an, das bisher „unter dem Radar flog“, sagt Harald Mix gegenüber Sifted: „Nur wenige Menschen erkennen, dass dies ein viel größeres Problem ist als die Zement-, Eisen- oder Stahlproduktion. Es ist fast so groß wie die Emissionen sämtlicher PKWs“.

Start mit Wärmepumpe, dann auch Akkus und Solaranlagen

Während Wärmepumpen im Heimatland von Aira, Schweden, mit 43 Prozent aller Haushalte bereits sehr weit verbreitet sind, liegt der Anteil in vielen anderen europäischen Ländern im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Wärmepumpe soll zunächst im Zentrum des Angebots stehen, weitere Angebote wie Solaranlagen und Akkus sind geplant. Das Startup setzt dabei auf ein Abo-System, das bei rund 90 Euro pro Monat beginnen soll. Dabei will man auch von nationalen Förderungen profitieren.

Fabrik in Polen von Volvo übernommen

Produziert werden sollen die Wärmepumpen ab 2024 in einer Fabrik in Polen, die man kürzlich von Volvo übernahm. Der im Angebot geplante Akku wird dagegen vom Schwester-Unternehmen Polarium kommen. Bislang steckten Mix und seine Partner über die eigene Holding Varga 35 Millionen Euro in Aira. Insgesamt liegt der Kapitalbedarf bei 150 Millionen Euro, schätzt der Unternehmer gegenüber Sifted.

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Ex-Telekom-Austria-CEO Boris Nemšić beim Business Angel Summit in Kitzbühel | Foto: Martin Pacher | brutkasten

Boris Nemšić zählt zu den prägenden Figuren der österreichischen Telekom-Geschichte. 1957 in Sarajevo geboren, kam er 1984 nach Wien, promovierte an der TU Wien und stieg 1997 bei der mobilkom austria ein, die er später als CEO zu einer der führenden Mobilfunkgruppen Zentral- und Osteuropas ausbaute. Bis Anfang 2009 stand er an der Spitze der Telekom Austria Group, danach wagte er den Sprung nach Russland und führte bis 2010 den Telekom-Konzern VimpelCom.

Heute lebt Nemšić in Dubai und ist längst fixer Bestandteil des Startup- und Investoren-Ökosystems: Er ist Industry Advisor bei KKR im Technologie-Bereich, Gründungsmitglied der Austrian Angel Investors Association (aaia) und Aufsichtsrat in mehreren Hightech-Unternehmen, darunter die börsennotierte Frequentis AG. Als Beiratsvorsitzender begleitete er den kroatischen Kommunikationsanbieter Infobip auf dem Weg zum ersten Unicorn des Landes. In Österreich ist er unter anderem am Drohnen-Software-Startup Dimetor, am Fintech Seasonax und am Grazer Video-Tech-Unternehmen eyeson beteiligt.

Beim Business Angel Summit in Kitzbühel saß Nemšić am Panel „Quo vadis Europa und Austria“, das mit der provokanten Frage „Are we fucked?“ eröffnet wurde. Seine Antwort dort machte die Runde, im Gespräch mit brutkasten führt er aus, was er damit meint, warum er das Rennen um generative KI noch nicht verloren gibt und woran seine eigene Initiative gegen SMS-Spam gescheitert ist.


brutkasten: Du bist heuer beim Business Angel Summit und bist in mehrere österreichische Startups investiert. Wie würdest du deine Rolle als Investor selbst beschreiben?

Boris Nemšić: Business-Angel-Investor wäre zu breit als Beschreibung. Was ich für mich selbst gemacht habe, waren frühe Investments, schon in den Zehner-Jahren, in Startups, die in meinem Gebiet tätig sind: Technologie, Telekommunikation, ICT. Dort bilde ich mir ein, dass ich mich ein bisschen auskenne, was nicht immer stimmt. Aber das mache ich mit vollem Herzen. Es geht nicht um ein Finanzinvestment als solches, sondern darum, ob ein Produkt einen Nutzen für die Kunden bringen kann und die Technologie weiterbringt. Und vielleicht ergibt sich auch eine Wertsteigerung.

Gab es in deiner Investorenlaufbahn schon erfolgreiche Exits?

Ich habe bis jetzt größte Misserfolge dokumentiert. (lacht) Die Erfolge kommen noch. Obwohl, ich hatte auch einige, allerdings hauptsächlich in Verbindung mit meiner Tätigkeit für KKR, wo ich Industry Advisor bin und mitinvestieren darf. Das waren durch die Bank hervorragende Investments.

Hast du einen spezifischen Branchenfokus? In welcher Phase steigst du ein?

Natürlich schaue ich, dass ich in einer frühen Phase einsteige, weil da die Tickets so sind, dass ich sie persönlich stemmen und die Chancen ergreifen kann. Es ist hauptsächlich ICT, alles, was sich um die Telekom- oder IT-Industrie dreht. Ich hatte auch positive Exits im Education-Bereich, aber wieder IT-getrieben. Das Gebiet, das mich derzeit sehr interessiert, sind Drohnen. Allerdings Drohnen im Sinne der Kommunikation mit Drohnen, nicht die Drohne selbst. Ein fliegendes Objekt kann fast jeder bauen. Die Frage ist, wie man Drohnen beyond line of sight, also auf lange Distanzen, reguliert und verkehrstechnisch richtig steuert. Man braucht Command and Control. Dass Drohnen inzwischen eher eine Dual-Use- und Defense-Geschichte geworden sind, hat die Geschichte ergeben.

Bei welchem Unternehmen bist du da engagiert?

Bei Dimetor in Österreich, dort bin ich Mitinvestor. Zwei meiner guten Freunde kommen von der gleichen Schule, der TU Wien, junge Doktoranden damals, als ich noch auf der Uni tätig war. Das ist eigentlich ein Brainpool, der fantastisch ist. Wir haben Produkte, die sowohl zivil als auch für Defense möglich sind. Zum Beispiel können wir fliegende SIM-Karten entdecken. Und wenn diese fliegende SIM-Karte in einer Drohne ist, dann kann es unangenehm werden. Wir können das detektieren, und dann kann man entscheiden: Ist das eine freundliche oder eine feindliche? Und dann tut man was damit.

Du lebst aktuell in Dubai. Schaust du dir von dort aus weltweit Startups an oder hast du dennoch einen Österreich-Fokus?

Ich habe vor allem einen Europa-Fokus. Ich habe in Kroatien sehr viel gearbeitet und das erste Unicorn Kroatiens mitbetreut, als wir diese Bewertung bekommen haben. Dubai ist natürlich ein unglaublicher Umschlagplatz. Dort gibt es sehr interessante Firmen, die aus irgendeinem Grund dort ansässig geworden sind. Ich glaube kaum, dass Leute hinkommen und sagen: Ich mache jetzt in Dubai ein Startup, weil Dubai. Das ist nicht der Fall. Dubai hat den Vorteil, sehr nahe an Indien, Bangladesch und Pakistan zu sein, mit einem großen Ingenieurs- und Wissenspool.

Beim Panel „Quo vadis Europa und Austria“ wurdest du gefragt: „Are we fucked?“ Deine Antwort?

Ich habe es ein bisschen frech ausgedrückt: We are not fucked yet. Wir sind im Vorspiel. Das heißt, es kann alles rauskommen. Was ich gemeint habe: Wir nehmen diese Dinge noch nicht ernst. Das ist ein Kritikpunkt, den ich mich traue, sehr laut zu sagen. Was ist Europa? Es ist ein Friedensprojekt. Wir sind reich, wir sind frei, wir sind eigentlich die beste Gegend der Welt. Jeder will zu uns kommen. Und was jetzt passiert, ist: Wir schlafen fast ein und reagieren nicht auf die Entwicklungen, die rund um uns sind. Sind das Kriege? Leider. Sind das Entwicklungen wie AI? Sind das Businessentwicklungen? Am Ende brauchen wir Wachstum, wir brauchen eine funktionierende Wirtschaft. Was wir als Europa machen, ist hauptsächlich Fokussierung auf Regulierung und Verlangsamung von allem Möglichen. Mich wundert nur, dass sie noch nicht sagen: Ein Fußball darf nicht schneller als sechzig Kilometer pro Stunde fliegen, weil sonst ist es nicht fair. Ich sage das bewusst überspitzt. Es ist traurig, dass wir unsere hervorragenden Ressourcen, unser Wissen, unsere Leute, unser Entrepreneurship verwalten, statt sie freizulassen. Das ist keine Kritik an Österreich. Österreich hat manchmal vernünftige, manchmal supergute Ansätze. Wir können nur als ganzes Europa erfolgreich sein in diesem Rennen.

Kannst du das konkretisieren?

Ich sage es in einer Metapher: In Wien habe ich in der Wohnung meines Sohnes leider fünfzehn Megabit pro Sekunde Internetverbindung. Und er ist weltweit in Competition mit Südkoreanern, die ein Gigabit haben. Wer wird gewinnen? Oder: Wir haben sechzehn Jahre gebraucht, um den Hochspannungsring in Österreich zu schließen. Gott sei Dank ist es, dank dem Verbund und den anderen, zu keinem Blackout gekommen. Wir waren ein paar Mal sehr nahe dran. Warum haben wir das nicht schneller gemacht? Weil wir alles schützen außer den Menschen. Wir schützen jede Pflanze, Hochachtung. Jede Schnecke, Hochachtung. Nur der Mensch, habe ich den Eindruck, ist nicht so wichtig. Ich überspitze ganz bewusst. Da soll man sehr viel pragmatischer sein. Wenn wir schauen, wer heute erfolgreich ist: Es sind die pragmatischen Zugänge, ob in Dubai, in den Emiraten, in China oder in den USA. Ein Problem wird erkannt und die Lösung wird gesucht. Und nicht der Prozess zur Lösung.

Fairerweise muss man sagen: Das sind unterschiedliche politische Systeme. Europa ist eine Demokratie mit 27 Mitgliedstaaten.

Du hast recht. Nur das politische System soll den Menschen dienen und nicht die Menschen behindern. Das ist der große Unterschied. Wir können uns nicht damit rühmen, dass wir ein besseres System haben. Ja, wir haben es. Nur wenn das System uns behindert, dann soll man das System so anpassen, dass es für uns gut ist. Das ist so banal. Aber wir verlieren uns in Parteien, in Strukturen, in Diskussionen. Und im Endeffekt: Ich will Strom haben. Ich will Internet haben. Ich muss Gesundheit haben, Education haben. Es ist keine Ausrede, dass es so lange dauert, weil wir eine Demokratie sind. Das ist eine faule Ausrede, die ich persönlich nicht akzeptieren kann. Noch einmal: Ich lobe keine Diktaturen und Königreiche, bei Gott nicht. Aber wenn man sich anschaut, was in den Emiraten passiert: Es wird ein Ziel gesetzt, das der Wirtschaft, den Menschen, der Entwicklung dient. Und dann wird das durchgezogen.

Wo siehst du das Problem, wenn nicht in einer Fehlkommunikation zwischen Industrie und Politik?

Du bist ja sehr nett. Wenn man Dinge falsch macht, dann sagt man, es ist falsche Kommunikation. Das lasse ich nicht gelten. Die Politik hat alle Möglichkeiten, sich beraten zu lassen, und muss das gesamtheitlicher sehen. Die Politik ist nicht blöd. Sie hat leider oft Partikularinteressen. Und es ist eine nachvollziehbare, aber schwierige Situation, dass immer irgendwo Wahlen sind. Wenn das Interesse an einer Partikularwahl das große ganze Ziel überwiegt, dann haben wir ein Problem. Wenn wir nicht in der Lage sind, das zu lösen, dann werden Systeme, die dieses Problem nicht haben, die Oberhand gewinnen. Schau, was China ist: eine Planwirtschaft, ein Einparteiensystem, alles, was wir eigentlich nicht wollen. Aber die wesentlichen Dinge machen sie richtig. Die haben uns innerhalb von dreißig Jahren in unheimliche Abhängigkeiten gebracht. Unglaublich. Und ich bin sicher, dass das viele Menschen in Europa erkannt haben, nicht heute, sondern vor zwanzig Jahren. Warum reagieren wir nicht? Weil wir kurzfristige Ziele setzen. Das Ziel ist das nächste Quartal, das Ziel ist die nächste Wahl. Statt das große Ganze zu sehen. Wir haben die Wissenschaft, wir haben Hirn, wir haben Geld, wir haben Ressourcen, um breiter und größer zu denken. Nur irgendwo am Weg verlieren wir uns.

Hast du ein Beispiel, wo du selbst an dieser Regulierung gescheitert bist?

Ich habe mich die letzten zwei, drei Jahre mit SMS-Spam beschäftigt. Jeder von uns bekommt irgendwelche blöden SMS, wo oben eine Bank steht, Unicredit oder Bitpanda oder was auch immer, und drinnen steht irgendein Scam. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht: Wie kann man das verhindern? Weißt du, woran ich gescheitert bin? Am deutschen Briefgeheimnis. Das deutsche Briefgeheimnis wird auf SMS angewendet. Wie rückständig und ignorant muss man sein, um das anzuwenden? Es geht darum: Darf ich in den Header der SMS hineinschauen? Wenn dort Unicredit steht und ich erkenne, das ist die falsche Nummer, dann ist es Scam, und dann filtere ich es aus. Es ist so einfach. Die Erklärung ist: Das ist ein Verfassungsgesetz in Deutschland, es geht nicht. Und die Bevölkerung hat Millionen an Schaden. Wen schützen wir jetzt? Die armen Menschen, die auf das reinfallen und Millionen verlieren? Oder wen schützen wir da? Wenn ich krank bin, soll historisch gesehen auch ein Arzt kommen und mir Blut rauslassen statt eine CT zu machen. Ich meine, das ist absurd. Man muss mit der Zeit gehen.

Die Bundesregierung hat einige Maßnahmen für das Innovationsökosystem gesetzt, Stichwort Dachfonds. Wie bewertest du das?

Ich bewerte es positiv, eindeutig positiv. Ich habe mich 2011 als Chef der ÖIAG beworben. Bin es nicht geworden, Gott sei Dank. Eine meiner Thesen damals in meinen Bewerbungsunterlagen war, dass die ÖIAG-Companies, heute ÖBAG, einen Teil ihrer Dividende in einen Forschungsförderungsfonds oder Startup-Fonds einzahlen sollen, damit wir einen Geldpool haben, mit dem wir dieses Ökosystem stärken.

Das war vor fünfzehn Jahren. Jetzt wird genau das diskutiert.

Eben. Wenn eine Idee kommt und man sie fünfzehn Jahre später diskutiert, darf ich ein paar Fragezeichen stellen. Es gibt einen Punkt: Die Zeit kannst du nicht kaufen. Die Zeit kann man fast nie mit Geld erschlagen. Und ich glaube, wir gehen sehr sorglos mit der Zeit um. In der Wirtschaft ist das noch schlimmer.

Gibt es Tipping Points, die schon erreicht sind? In generativer KI etwa haben wir das Rennen doch verloren.

Nein, glaube ich nicht. Da bin ich anderer Meinung als einige Teilnehmer im Panel. Ich bin sicher, dass man das in drei Jahren aufholen kann. Weil das ist pure Force: Du nimmst so viel Geld, baust so viele Data Center. Wir haben die Wissenschaft, wir haben die Leute, die das können. In drei Jahren, so wie DeepSeek das gemacht hat, können wir es schaffen. Das Rennen ist nicht verloren. Es ist nur die Entscheidung, ob man es macht oder nicht. Mir wäre am liebsten, dass wir überhaupt nicht auf die Idee kommen müssen. Nur die Situation ist so, dass irgendjemand in den USA, China oder wo immer sagen kann: Mir gefällt überhaupt nicht, dass Österreich LLMs oder KI hat, ich drehe es ab. Das darf nicht passieren. Das heißt, wir brauchen einen gewissen Grad an Autonomie. Das heißt nicht, dass wir alles nachbilden und doppelt haben müssen. Aber man muss einen gewissen Grad an Selbstständigkeit haben oder mindestens Hebel, um diese Selbstständigkeit erhalten zu können.

In Europa ist nur ASML ein wichtiger globaler Player. Und nachdem er der Einzige ist, ist man erpressbar. Gott sei Dank haben wir das. Aber da sind wir nicht unbedingt die großen Meister. Ich habe noch die Hoffnung, dass sich die KI in eine Richtung entwickelt, dass die Industrievertikalen, die KI anwenden, so stark werden, dass sie sich selbstständig entwickeln. Eine wird in Europa sein, eine in Amerika, eine in Österreich, egal wo. Das wird sich ausgleichen. Aber die Infrastruktur muss man haben. Und auch damit gehen wir nicht besonders proaktiv um. Es ist blöd, dass ein Glasfaseranschluss in Österreich und Deutschland Pi mal Daumen dreitausend Euro kostet und gleichzeitig in Spanien zweihundertsechzig Euro. Es gibt ein paar Gründe dafür, ein paar sind legitim. Aber die Mehrzahl der Gründe ist einfach erfunden. Da sieht man, wie inkonsistent wir agieren.

Du hast sehr viel erreicht in deiner Karriere. Welche Ziele hast du dir noch gesteckt?

Ich habe mir in meiner Karriere, Karriere unter Anführungszeichen, nie persönliche Ziele gesetzt. Ich habe Business-Ziele gesetzt: Wenn ich Vorstand einer Firma bin, will ich diese und jene Ziele erreichen. Aber keine persönlichen Ziele, weil man so offen und so breit sein muss, dass man entscheiden kann, ob man eine Chance wahrnimmt oder nicht. Ich bin nach Russland gegangen, obwohl ich überzeugt bin, dass ich den besten Job in Österreich hatte, zehn Jahre lang.

Beim Summit haben zwölf Startups gepitcht, die noch am Anfang stehen. Was gibst du jungen Unternehmer:innen mit auf den Weg?

Es war interessant, dass die zwölf aus sehr verschiedenen Ecken kommen, was gut ist. Ich persönlich glaube an Startups, die entweder etwas sehr tangibles machen oder ein Businessmodell haben, das global anwendbar ist. Das kann eine kleine Sache sein, aber global anwendbar. Ich hoffe, sie denken in die Richtung, dass sie nicht nur ein kleines Problem lokal lösen, sondern dass ihre Plattform oder ihr Produkt eine globale Anwendung haben kann. Da gibt es viele Chancen, und auch viele Dinge, die man gut überlegen muss.

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Aira: Northvolt-Gründer startet nach drei Unicorns weiteres Startup

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Inhalt des Artikels zeigt, dass ein Serial Entrepreneur sich verstärkt auf den ClimateTech-Bereich konzentriert und ein neues Startup namens Aira im B2C-Bereich startet. Aira bietet Endkunden Produkte im Bereich Haushaltsstrom und Wärmepumpen an, um den häuslichen Energieverbrauch zu reduzieren. Dadurch kann das Bewusstsein für die Bedeutung der Energieeffizienz und des Klimaschutzes gestärkt werden und die Gesellschaft kann dazu angeregt werden, mehr in diese Technologie zu investieren. Zudem kann die Verbreitung von umweltbewussten Technologien helfen, den Klimawandel zu bekämpfen und die Umwelt zu schützen.

Aira: Northvolt-Gründer startet nach drei Unicorns weiteres Startup

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Harald Mix, der schon hinter drei erfolgreichen Unicorns im erweiterten ClimateTech-Bereich steht, hat ein weiteres Startup namens Aira gegründet. Im Gegensatz zu seinen bisherigen Unternehmen, die im B2B-Bereich aktiv waren, wird Aira im B2C-Bereich tätig sein und Endkunden selbst produzierte Wärmepumpen und Produkte im Bereich Haushaltsstrom anbieten. Ziel ist es, auf den häuslichen Energieverbrauch, insbesondere Heizungen, aufmerksam zu machen, das laut Mix ein „viel größer[es] Problem ist als die Zement-, Eisen- oder Stahlproduktion“. Aira plant, die Wärmepumpen ab 2024 in einer Fabrik in Polen zu produzieren und setzt dabei auf ein Abo-System. Der Kapitalbedarf für das Unternehmen wird auf 150 Millionen Euro geschätzt.

Aira: Northvolt-Gründer startet nach drei Unicorns weiteres Startup

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in sollte man sich für neue Technologien und Trends im ClimateTech-Bereich interessieren. Der Artikel beschäftigt sich mit dem Serial Entrepreneur Harald Mix, der bereits drei erfolgreiche Startups im Bereich Energiespeicherung und CO2-Reduktion gegründet hat und nun ein neues Unternehmen namens Aira ins Leben gerufen hat. Aira ist im B2C-Bereich tätig und bietet Wärmepumpen sowie weitere Produkte im Bereich Haushaltsstrom an. Das Unternehmen setzt auf ein Abo-Modell und will von nationalen Förderungen profitieren. Als Innovationsmanager:in kann man sich von diesen Entwicklungen inspirieren lassen und mögliche Potenziale für eigene Innovationsprojekte im Energiebereich identifizieren.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Als Investor:in könnte der Artikel für dich von Interesse sein, da er über das neue B2C-Startup „Aira“ des erfolgreichen, mehrfachen Gründer Harald Mix berichtet und weitere Pläne und Ziele des Unternehmens beschreibt. Da Mix bereits drei Unicorns im erweiterten ClimateTech-Bereich gegründet hat und auch Aira in diesem Bereich aktiv ist, könnte dies für dich eine vielversprechende Investitionsmöglichkeit darstellen. Das Unternehmen plant, selbst produzierte Wärmepumpen und Produkte im Bereich Haushaltsstrom über ein Abo-System anzubieten und setzt dabei auf nationale Förderungen, was auch für potenzielle Investoren relevant sein kann.

Aira: Northvolt-Gründer startet nach drei Unicorns weiteres Startup

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Dieser Artikel könnte für Politiker:innen von Interesse sein, die sich für den Bereich Klimaschutz und erneuerbare Energien engagieren. Der Gründer Harald Mix hat bereits drei erfolgreiche Unternehmen im ClimateTech-Bereich gegründet und startet nun ein weiteres Unternehmen namens Aira, das Endkunden selbst produzierte Wärmepumpen und Produkte im Bereich Haushaltsstrom anbietet. Das Unternehmen setzt auf ein Abo-Modell und will von nationalen Förderungen profitieren. Dadurch könnte dieses Startup ein Beispiel für innovative Geschäftsmodelle im Bereich erneuerbare Energien sein.

Aira: Northvolt-Gründer startet nach drei Unicorns weiteres Startup

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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Der schwedische Serial Entrepreneur Harald Mix hat mit seinem neuen Startup Aira sein viertes Unternehmen gegründet und wechselt damit vom B2B- zum B2C-Bereich. Aira wird Endkunden selbst produzierte Wärmepumpen und Produkte im Bereich Haushaltsstrom anbieten und sich damit einem Thema widmen, das bisher „unter dem Radar flog“: dem häuslichen Energieverbrauch, insbesondere Heizungen. Das Angebot startet in Schweden und soll dann auf andere europäische Länder ausgeweitet werden. Aira setzt dabei auf ein Abo-System, das bei rund 90 Euro pro Monat beginnen soll. Das Unternehmen plant auch von Förderungen zu profitieren und hat dafür eine Fabrik in Polen von Volvo übernommen. Durch den Fokus auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit greift das neue Startup von Mix aktuelle Entwicklungen und Forderungen im Bereich des Umweltschutzes auf und stellt somit einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft dar.

Aira: Northvolt-Gründer startet nach drei Unicorns weiteres Startup

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Harald Mix

Aira: Northvolt-Gründer startet nach drei Unicorns weiteres Startup

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Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Northvolt
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  • Volvo

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