23.06.2025
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AI Austria: Catherine Laflamme und Ruben Hetfleisch als neue Vorstände

Catherine Laflamme und Ruben Hetfleisch haben beide einen Hintergrund in der Forschung. Hetfleisch ist zudem Gründer von Klartext AI. Bei AI Austria sollen sie nun ihre Expertise einbringen.
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Catherine Laflamme und Ruben Hetfleisch sind neu im Vorstand von AI Austria | (c) AI Austria
Catherine Laflamme und Ruben Hetfleisch sind neu im Vorstand von AI Austria | (c) AI Austria

AI Austria versteht sich selbst als „unabhängiger Think-Tank“ und Plattform für den Austausch im Bereich Künstliche Intelligenz. Vor der letzten Regierungsbildung arbeitete die Organisation etwa auch Forderungen aus, wie brutkasten berichtete. Angesichts des andauernden KI-Booms setzt die 2018 gegründete Organisation nun weitere Professionalisierungsschritte, wie sie in einer Aussendung bekanntgibt, darunter die Anstellung eigener Mitarbeiter:innen. Zudem wurden zwei Expert:innen neu in den Vorstand gewählt: Catherine Laflamme und Ruben Hetfleisch.

Catherine Laflamme: Quantenphysikerin mit Expertise für Reinforcement Learning

Laflamme ist Quantenphysikerin und KI-Forscherin mit Schwerpunkt auf angewandte Künstliche Intelligenz. Ihr Spezialgebiet in der Forschung ist Reinforcement Learning (RL). Am Fraunhofer Austria zählt sie zu den ersten Forscher:innen, die Reinforcement Learning erfolgreich in industriellen Anwendungen zur Umsetzung bringen. Auch bei AI Austria behandelt sie das Thema bereits seit 2020.

Als neue Vorständin hat sie nun den Research & Industry Lead inne und soll ihre Expertise gezielt an der Schnittstelle zwischen Forschung und industrieller Anwendung einbringen. Gemeinsam mit Ruben Hetfleisch vertritt sie AI Austria nun auch im European AI Forum, wo sie dazu beitragen soll, die österreichische Perspektive in den europäischen KI-Diskurs einzubringen und das Netzwerk weiter auszubauen. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, hier die Brücke zwischen Forschung, Industrie und europäischem Austausch weiter zu stärken“, kommentiert Laflamme.

Ruben Hetfleisch: GenAI-Experte und Gründer

Auch Ruben Hetfleisch kann eine mehrjährige Forschungstätigkeit bei Fraunhofer Austria vorweisen, wo er sich intensiv mit Sprachmodellen und Knowledge Graphen beschäftigt. Danach gründete er das Unternehmen Klartext AI, das GenAI-Lösungen für Unternehmen entwickelt. Er gilt auch als prägende Stimme in der österreichischen GenAI-Szene. So initiierte er auch die heimische „GenAI Community“, die als zentrale Austauschplattform der heimischen KI-Szene fungiert.

Als Head of Partnerships & GenAI soll Hetfleisch nun AI Austria „beim Aufbau nachhaltiger Strukturen, um das weitere Wachstum der Organisation strategisch zu begleiten“, unterstützen. Neben der Organisation und Durchführung von Fachveranstaltungen verantwortet er auch den Ausbau von Partnerschaften mit Unternehmen, Institutionen und Fördergebern und vertritt AI Austria im European AI Forum. „Ich freue mich sehr, nun noch intensiver Verantwortung für die Entwicklung von KI und ein innovatives Österreich übernehmen zu dürfen. Mein Fokus liegt dabei auf dem Aufbau nachhaltiger Strukturen, um nationale Player weiter zu stärken“, kommentiert Hetfleisch.

AI Austria will weiter ausbauen

Generell wolle man nun einen „wesentlichen Fokus“ auf den Ausbau thematischer Veranstaltungsformate legen, heißt es von AI Austria. Zudem werde derzeit ein eigener Podcast entwickelt. Außerdem arbeite man an „klaren Mitgliedschaftsmodellen und Mitwirkungsformaten, um interessierten Akteur:innen eine effektive Beteiligung zu ermöglichen“. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem Aufbau langfristiger Partnerschaften mit Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Fördergebern.

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Novus-Gründer und CEO René Renger mit dem Novus One
(c) Novus

Als brutkasten erstmals über Novus berichtete, war das Fahrzeug aus Braunschweig noch ein Projekt mit guter Anekdote: 75 Kilogramm leicht, Vollcarbonrahmen, Motor im Hinterrad, und ein Team, das eine Kaufanfrage von Elon Musk ausgeschlagen hatte. Inzwischen ist aus dem Prototyp ein Serienfahrzeug geworden. Jetzt gibt das 2019 gegründete Unternehmen von Gründer und CEO René Renger, einem ehemaligen Lead Designer bei Volkswagen, eine Finanzierungsrunde in Höhe eines zweistelligen Millionen-Dollar-Betrags bekannt. Angeführt wird sie von 468 Capital mit Sitz in Berlin und San Francisco. Die genaue Summe nennt Novus nicht.

Serienauslieferungen seit dem Frühjahr

Das Novus One im Stadtverkehr
Das Novus One im Stadtverkehr (c) Novus

Die Serienauslieferungen des Novus One in Europa starteten laut Aussendung im Frühjahr 2026, das Fahrzeug ist in mehreren europäischen Ländern in Kundenhand. Die Founders Edition startet bei 21.300 Euro netto. Das Fahrzeug wiegt 121 Kilogramm, beschleunigt in unter zwei Sekunden von 0 auf 50 km/h und erreicht bis zu 130 km/h. Die 6,2-kWh-Batterie bietet laut Hersteller 150 Kilometer Reichweite und lädt in 90 Minuten von 0 auf 80 Prozent.

Novus bezeichnet das Fahrzeug als „Lightbike“ und reklamiert damit eine eigene Kategorie, die die Vorteile von E-Bike, Roller und Motorrad kombinieren soll. Der eigentliche Kniff liegt in der Zulassung: Das Fahrzeug fährt in zwei per Software einstellbaren Leistungsstufen, als Rollerklasse L1e bis 45 km/h und als Motorradklasse L3e bis 130 km/h. In der Einstiegskonfiguration reicht in den USA und in Europa laut Novus ein Autoführerschein, wobei die Voraussetzungen je nach Land und in den USA je nach Bundesstaat variieren. Damit zielt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf über 400 Millionen Autofahrer in Europa und Nordamerika statt auf die Nische des Zweiradmarkts.

„Unser Ziel ist nicht, den Motorradmarkt zu elektrifizieren oder nur ein weiteres Zweirad zu bauen. Unser Ziel ist, urbane Mobilität neu zu verteilen. Investoren dieses Kalibers an Bord zu haben, zeigt mir, dass der Markt das genauso sieht“, sagt Renger.

Vom Musk-Nein zum Tesla-Ingenieur an Bord

Das Shareholder-Ökosystem umfasst laut Novus über 30 Investoren. Mit an Bord ist Eric Bach, ehemaliger Chief Engineer bei Lucid Motors und Director of Engineering bei Tesla, der als Investor und Board Advisor an der Fahrzeugentwicklung mitwirkt. Zudem steigt Martin Hoffmann ein, der On vom Schweizer Startup zur globalen Premium-Performance-Marke skaliert und als CFO und Co-CEO an die Börse gebracht hat. Dazu kommen Gründer und Führungskräfte von Kembara VC, Adidas, Audi, BMW, Chrono24, FINN, Grover, Mercedes-AMG, New Balance, Vay und Xiaomi, Venture-Investoren aus dem Silicon Valley und Europa sowie Rennfahrerin Sophia Flörsch. Ein Zweiradhersteller findet sich unter den Gesellschaftern nicht.

„Wir haben uns nicht nach klassischen Mobilitätsinvestoren umgeschaut. Was wir aufgebaut haben, funktioniert eher wie ein eigener Y Combinator“, sagt Hannes A. H. Krieger, CSO und Gründungsmitglied von Novus.

USA 2027, Novus Two Ende 2027

Das frische Kapital soll in den Marktstart in den USA 2027, die Expansion in europäische Lifestyle-Metropolen und die Entwicklung des Novus Two fließen. Das zweite Modell soll die Lightbike-Kategorie zu einem niedrigeren Einstiegspreis in die Breite bringen, der Produktionsstart ist für Ende 2027 geplant.

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