17.03.2023

Unternehmen mit 2 Mrd. Dollar Umsatz hat seit Monaten eine AI als CEO – mit Erfolg

Das Hongkonger Gaming-Unternehmen NetDragon Websoft performt seit Start der neuen AI-CEO an der Börse überdurchschnittlich.
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AI-CEO AI Boss KI Roboter Robot
(c) Adobe Stock - AlexArty

Künstliche Intelligenz kann bekanntlich immer mehr Jobs ersetzen. Woran man dabei zunächst wohl eher nicht denkt, ist die bestbezahlte Stelle im Unternehmen – jene des CEO. Klar, müsste diese Entscheidung doch das Top-Management treffen, das sich damit selbst absägen würde. Das Hongkonger Gaming-Unternehmen NetDragon Websoft, das zuletzt 2,1 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz vermeldete, probierte aber genau das in seiner größten Konzerntochter aus. Die AI Tang Yu übernahm vergangenen August das Ruder.

AI-CEO: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche ohne Lohn

Als CEO übernimmt sie alle für den Job typischen Tätigkeiten wie das Auswerten von Top-Level-Analysen, das Treffen von Führungsentscheidungen, die Bewertung von Risiken und das Setzen von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung am Arbeitsplatz, berichtet das US-Magazin Hustle. Und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche ohne Lohn.

Deutlich überdurchschnittliche Performance an der Börse

Wie sich die KI-Führung auf die Umsätze auswirkt, verrät NetDragon Websoft aktuell leider noch nicht (als börsennotiertes Unternehmen muss es das aber bald tun). Die Performance der Aktie an der Hongkonger Börse, in den Monaten seit Tang Yu Chefin ist, lässt sich aber sehen. Im Vergleich zum Leitindex Hang Seng, der im letzten halben Jahr insgesamt leicht um 2,8 Prozent sank, steht die Aktie des Unternehmens mit einem Plus von 18,2 Prozent im selben Zeitraum erheblich besser da.

AI-CEO kann kein Socializing und Networking

Dem Top-Management von Unternehmen wird in Studien immer wieder eine sehr geringe Gefahr bescheinigt, durch Künstliche Intelligenz ersetzt zu werden. Das liegt vor allem daran, dass der CEO-Posten mit viel Socializing und Networking einhergeht und Chef:innen als Repräsentant:innen des Unternehmens dieses letztlich mit ihrem (menschlichen) Gesicht nach außen vertreten sollen.

Viel Einsparungspotenzial für Unternehmen

Die beschriebenen Tätigkeiten sind aber nur ein Teil des gesamten Jobs. Der Rest kann, wie das Beispiel von NetDragon Websoft Tang Yu zeigt, mitunter hervorragend automatisiert werden. Vor allem für etablierte internationale Unternehmen birgt das ein enormes Einsparungspotenzial. Bei den „Fortune 500“ verdienen CEOs im Durchschnitt rund 400-mal so viel wie ihre eigenen Angestellten.

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Foto: A1 Telekom Austria/APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger

Bei Energie und bei Verteidigung hat Europa spät und teuer gelernt, was strategische Abhängigkeit kostet. Im Digitalen – bei Betriebssystemen, Cloud und Künstlicher Intelligenz – ist die Abhängigkeit von wenigen außereuropäischen Anbietern mindestens genauso groß. Genau dort will eine neue Allianz heimischer Leitbetriebe gegensteuern.

Getragen wird die „Initiative Digitale Souveränität“ von A1 Telekom, Anexia, Erste Bank, Keba Group, Spar ICS, Umdasch Group und der Vienna Insurance Group – sieben Unternehmen aus sieben Branchen. Gemeinsam wollen sie Initiativen und Pilotprojekte vorantreiben, um den Digitalstandort Österreich und Europa zu stärken, mit besonderem Fokus auf den Schutz kritischer Infrastruktur.

Die Stoßrichtung ist dabei ausdrücklich keine defensive. „Digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung, sondern Wahlfreiheit und europäische Alternativen — besonders bei kritischen Daten“, sagte A1-Deputy-CEO Thomas Arnoldner. Souveränität sei kein Schutzwall, sondern ein Sprungbrett – und man müsse sie aufbauen, bevor man sie brauche.

Vorschlag: ein Gütesiegel für die öffentliche Beschaffung

Der konkreteste Vorschlag steht im Positionspapier selbst: ein „Gütesiegel für Souveränität“ für die öffentliche Beschaffung. Es soll verlässliche Qualitätsstandards im Cloud-Bereich sichtbar machen, Transparenz schaffen und sogenanntem „Sovereign-Washing“ vorbeugen – also dem bloßen Etikett „souverän“ ohne echte Substanz. Zugleich soll digitale Souveränität in den Bewertungskriterien öffentlicher Vergaben verankert werden; für besonders sensible Daten aus Verwaltung, Gesundheit oder Bildung schlägt die Initiative europäische beziehungsweise österreichische „Souveränitätszonen“ vor.

Foto: A1 Telekom Austria/APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger

Keba-CEO Christoph Knogler führte den Gedanken bei der Pressekonferenz aus Industriesicht aus: Ein solches Siegel müsse nachvollziehbar ausweisen, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden, wer die Infrastruktur betreibt und in welchem Rechtsraum das geschieht. Berücksichtige die öffentliche Hand Souveränität bei ihren Vergaben, sei das kein bürokratisches Zusatzmerkmal, sondern ein Qualitätskriterium. Zusätzlich warb Knogler dafür, nicht jede Anwendung in der Cloud zu betreiben: On-Device- und On-Edge-KI könnten sensible Daten direkt an Gerät oder Maschine verarbeiten.

Hinter der Debatte steht ein juristischer Kern. Auf Nachfrage aus dem Publikum verwiesen die Initiatoren auf den US Cloud Act als zentrales Problem bei der Frage, welchem Rechtsraum in Europa verarbeitete Daten unterliegen. Fertige Kriterien für das Gütesiegel gebe es noch nicht – die Arbeit laufe auf europäischer wie nationaler Ebene.

Anexia-CEO Alexander Windbichler brachte einen regulatorischen Vergleich ins Spiel: Wie einst im Telekom- und Energiemarkt die Netze geöffnet wurden, ohne Produkte vorzuschreiben, könnte im Cloud-Bereich eine klare Trennung zwischen Software und Betrieb – samt offener Schnittstellen – für fairen Wettbewerb sorgen.

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