12.02.2026
LAUNCH

Ahoi Kapptn!: Linzer Agentur startet KI-Plattform für den Profisport

Die Linzer Digitalagentur Ahoi Kapptn! bringt mit AhoiSports eine modulare, KI-gestützte Plattform für professionelle Sportorganisationen und Clubs auf den Markt. 
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Das Ahoi Kapptn! Gründer-Team v.l.n.r.: Gregor Pichler, Simon Kapl, Philipp Baldauf, Philipp Jahoda | (c) Stefan Beiganz
Das Ahoi Kapptn! Gründer-Team v.l.n.r.: Gregor Pichler, Simon Kapl, Philipp Baldauf, Philipp Jahoda | (c) Stefan Beiganz

Zu den bisherigen Kunden von Ahoi Kapptn! zählen unter anderem der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB), die Österreichische Bundesliga, der LASK, das Startup StadiumADS sowie der TSV 1860 München. Mit dem neuen Produkt AhoiSports soll dieses Know-how nun in einer eigenständigen, skalierbaren Lösung zusammengeführt werden.

Erweiterbare KI-Module

AhoiSports deckt drei zentrale Bereiche des Clubbetriebs ab: Fan Engagement, Commercial Operations und Sport Performance.

Im Bereich Fan Engagement umfasst die Plattform Module für App, Website, Streaming und E-Mail-Marketing. Commercial Operations integriert Funktionen wie Ticketing, Online-Shop, Sponsoring und Vertragsmanagement. Der Bereich Sport Performance wiederum bietet Werkzeuge für Analytics, Scouting und Spielerdaten.

Die Module sind einzeln nutzbar. Clubs können mit einer konkreten Anwendung, etwa einem Website-Relaunch oder der Einführung einer App, starten und das System schrittweise erweitern. Mit jedem zusätzlichen Modul wächst die Datenbasis der Plattform, wodurch Zusammenhänge umfassender analysiert werden können.

KI als zentraler Bestandteil

Im Zentrum des Konzepts steht die Frage der Datenkontrolle. AhoiSports setzt auf eine zentrale Customer Data Platform (CDP), die sämtliche Module verbindet und Sportorganisationen die Kontrolle über ihre Daten sichern soll.

„Wir sehen bei Sportorganisationen sowie Clubs überall ähnliche Herausforderungen: Daten, die in verschiedenen Systemen verstreut sind und oft nicht einmal dem Club gehören. Gleichzeitig verändert KI gerade grundlegend, was im digitalen Sportbusiness möglich ist. AhoiSports ist unsere Antwort darauf. Eine Plattform, die von Grund auf für KI gebaut wurde und Sportorganisationen die Hoheit über ihre eigenen Daten zurückgibt“, sagt Gregor Pichler, CEO & Co-Founder Ahoi Kapptn!.

„AhoiSports folgt einer konsequenten ‚AI-first‘-Architektur. Die Plattform wurde von Grund auf so konzipiert, dass KI nicht als Add-on fungiert, sondern als zentraler Bestandteil. Basis ist ein umfassender Data Lake, der weit über klassische Clubdaten hinausgeht: Durch die Korrelation mit externen Quellen wie Wetterdaten oder Eventkalendern liefern unsere Models präzise Prognosen, etwa für den Ticketverkauf oder für Fan/Kunden-Engagement“, ergänzt Philipp Jahoda, CTO von Ahoi Kapptn!.

Von der App zur Digitalagentur

Die Wurzeln des Unternehmens reichen mehrere Jahre zurück. 2017 starteten die Gründer Gregor Pichler, Simon Kapl, Philipp Baldauf, Philipp Jahoda mit der App myAlfred, die später unter dem Namen Butleroy firmierte. Nach einem weiteren Produkt-Pivot entwickelte sich das Unternehmen 2020 zur Digitalagentur Ahoi Kapptn! (brutkasten berichtete). 

2023 erzielte die Agentur siebenstellige Umsätze im Digitalgeschäft und steuerte im Jahr darauf auf ein Umsatzwachstum von knapp 50 Prozent zu. 

Mit AhoiSports erfolgt nun jedoch erneut eine strategische Verschiebung: weg vom rein projektbasierten Agenturgeschäft, hin zu einem eigenständigen, skalierbaren Produkt. Damit bewegt sich das Unternehmen wieder stärker in Richtung Startup-Modell.

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Hugues Chopard (SIRIUS Space) und Guillaume Brault (Tumbleweed) auf der World Space Business Week 2026 in Paris

Neue Medikamente entwickeln, reinere Kristalle züchten, Materialien testen: In der Schwerelosigkeit verhält sich Materie anders als auf der Erde. Für Pharma- und Materialforschung führt der Weg ins All bisher fast immer über die Internationale Raumstation ISS, die nach aktuellen Plänen Ende 2030 außer Betrieb gehen soll. Nun wollen das Wiener Weltraum-Unternehmen Tumbleweed und der französische Raketenbauer Sirius Space Services einen weiteren Zugang schaffen.

Pods als Zugang zur Schwerelosigkeit

Das Wiener Startup setzt auf standardisierte „Pods“, mit denen Kund:innen Experimente im All durchführen können. Der Zugang zur Schwerelosigkeit sei dadurch laut Tumbleweed zehnmal günstiger und fünfmal schneller als auf dem herkömmlichen Weg. Dafür haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Ziel ist es zu prüfen, ob die Forschungsbehälter der Wiener auf den Raketen der Franzosen ins All transportiert werden können.

Der erste Schritt: Suborbitale Testflüge

Den Auftakt der Zusammenarbeit soll der erste Testflug des französischen Unternehmens, „Sirius S1B Ballistic“ (S1B), markieren. Er soll laut Tumbleweed zentrale Raketentechnologien erproben und dabei Schwerelosigkeit bieten. Deshalb wäre die Mitnahme von Forschungsexperimenten möglich. Die beiden Unternehmen prüfen aktuell die technischen Schnittstellen und Betriebsbedingungen.

Einen konkreten Flugtermin nennen die Unternehmen nicht. Auf Nachfrage verrät man gegenüber brutkasten, dass der Testflug S1B, auf dem die Pods mitfliegen könnten, innerhalb der nächsten zwei Jahre stattfinden solle.

Langfristige Pläne: Der Weg in den Orbit

Langfristig zielt die Partnerschaft auf orbitale Missionen ab. Sobald das 2020 gegründete Unternehmen Sirius seine wiederverwendbaren Trägerraketen Sirius-1, Sirius-13 und Sirius-15 in Betrieb nimmt, soll evaluiert werden, wie die Tumbleweed-Pods damit in die Erdumlaufbahn gelangen können. Die Raketenfamilie soll laut Unternehmen Satelliten mit bis zu 1.100 Kilogramm in eine sonnensynchrone Umlaufbahn in 600 Kilometern Höhe bringen.

Einen konkreten Flugtermin nennen die Unternehmen nicht. Laut Medienberichten plant Sirius den Testflug S1B für 2027. Antoine Fourcade, CEO von Sirius Space Services, betont das Ziel, aus der ersten Gelegenheit auf der S1B konkrete Missionen zu machen und „die Grundlagen für künftige Startdienste auf unseren Orbital-Raketen“ zu legen.

Erfolgreiche erste Mission

Während die Kompatibilitätsprüfungen für den ersten Flug laufen, arbeitet das Team von Tumbleweed, das mittlerweile über 20 Mitarbeitende an den Standorten Wien und Delft umfasst, parallel bereits an „Oasis Beta“. Dies soll der rückkehrfähige Nachfolger der im Juli 2026 gestarteten Mission „Oasis Alpha“ werden, die vier Kundennutzlasten an Bord der SpaceX-Falcon-9-Rakete ins All brachte – brutkasten berichtete.

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