19.01.2021

ahead: Nach „Pleite“ bei DHDL nächster Versuch bei „2 Minuten 2 Millionen“

Das Hamburger Startup ahead entwickelt in Zusammenarbeit mit Ärzten, Athleten und Ernährungswissenschaftlern Performance Food-Produkte zur Steigerung der physischen und mentalen Leistungsfähigkeit. Mit ihrem Konzept waren sie bereits in der "Höhle der Löwen" und versuchen nun ihr Glück beim österreichischen Pendant.
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ahead, Ketogen, DHDL, 2 minuten 2 millionen, Performance Food, Leistungsfähigkeit, Mentale Stärke
(c) Puls 4/ Gerry Frank - Nachdem es in der Höhle der Löwen nicht klappte, versuchen es die beiden ahead-Gründer Johannes Sörensen und Philip Brohlburg nun in Österreich.

ahead, das Startup von Philip Brohlburg und Johannes Sörensen hat sich bereits 2019 in die Höhle der Löwen gewagt, konnte aber keinen Investor für sich gewinnen. Nun versuchen die Gründer die österreichischen TV-Investoren zu begeistern.

ahead: Steigerung der mentalen Fähigkeit

Bei ahead handelt es sich um ein „Prepare – Perform – Recover-Konzept“, das Performance Food adressiert. Kurz: natürliche Food-Produkte zur Steigerung der physischen und mentalen Leistungsfähigkeit.

Digitaler Coach

In der Sendung wollen die beiden Unternehmer nun mit der Entwicklung eines digitalen Coaches die Jury überzeugen. Die Browser-App arbeitet mit einem Algorithmus auf Basis der persönlichen Ziele, Gewohnheiten und Lifestyles, erstellt ein individuelles Gesundheitsprofil und zeigt auf, von welchen Nährstoffkombinationen und Biohacking-Routinen der Nutzer am meisten profitiert kann.

Ketogener Snack

Darüber hinaus präsentieren die beiden Gründer den Investoren auch ihre neustes Produkt, den ACHIEVE Bar – einen ketogenen Performance-Snack, der nachhaltig mentale Energie aus gesunden Fetten mit C8 MCTs liefern soll und weniger als zwei Gramm Zucker enthält.

ahead mit schwarzen Zahlen

Die zwei deutschen ehemaligen Bundeswehroffiziere haben bereits durch den ProSiebenSat.1 Accelerator einen Media-Deal im Wert von 1,3 Millionen Euro erhalten und schielen nun auf den österreichischen Markt. Das mittlerweile zwölfköpfige Team konnte ein Jahr nach der Gründung einen Umsatz von 500.000 Euro erwirtschaften und schreibt schwarze Zahlen.

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Das Gründerteam von Theradocx. (v.l.) Petronel Liciu, Selin Matun, Jan Hoppel | © Theradocx

Theradocx möchte den Arbeitsalltag von Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen erleichtern. Eine eigens entwickelte KI-Anwendung erstellt Protokolle und Zusammenfassungen, indem sie Sitzungen aufnimmt und analysiert, wie brutkasten berichtete. Kürzlich erhielt Theradocx ein FFG-Förderprojekt mit einem Projektvolumen von 580.000 Euro.

Verbesserung der KI

Im Zuge dieses Projekts will das 2025 gegründete Unternehmen seine KI weiterentwickeln. Das heißt: Die Transkription soll präziser werden, unterschiedliche Sprecher besser erkannt und die Erstellung von Protokollen sowie thematischen und emotionalen Analysen verbessert werden. „Ein großer Teil der Projektmittel fließt in den Ausbau unseres Entwicklungs- und Forschungsteams und damit direkt in die technologische Weiterentwicklung von Theradocx“, erklärt Co-Founderin Selin Matun.

Zudem wird laut Matun die Plattform auch rechtlich und regulatorisch weiterentwickelt. Stichwort: Datenschutz und EU AI Act.

Kooperation mit Sigmund Freud Privatuniversität

Im Zuge des geförderten Projekts ging Theradocx eine Kooperation mit der Sigmund Freud Privatuniversität ein, durch die seine KI-Systeme validiert werden sollen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Spracherkennung. Unterschiedliche Dialekte, Sprecher:innen und akustische Bedingungen sollen getestet werden, wodurch Schwachstellen identifiziert werden können. Zudem sollen die psychotherapeutischen Dokumentationen und Analysen durch Fachpersonal der Sigmund Freud Privatuniversität verbessert werden.

„Für uns ist diese Kooperation besonders wichtig, weil wir nicht nur technisch leistungsfähige KI entwickeln möchten. Wir wollen auch wissenschaftlich überprüfen, ob die Ergebnisse psychotherapeutischen Qualitätsstandards entsprechen und in der Praxis tatsächlich einen Mehrwert schaffen“, sagt Matun und ergänzt: „Gemeinsam möchten wir einen wissenschaftlich fundierten Evaluationsprozess etablieren, durch den die Qualität unserer KI-Ergebnisse nicht nur technisch, sondern auch anhand psychotherapeutischer Kriterien beurteilt und kontinuierlich verbessert werden kann.“

Etablierung im DACH-Raum

Neben der qualitativen Verbesserung der KI möchte Theradocx in Zukunft weiter skalieren und sich noch stärker im DACH-Raum festigen. Das Ziel sei laut Matun, zu einer „zentralen digitalen Arbeitsplattform für Psychotherapeut:innen“ zu werden. Anschließend möchte das Startup weitere europäische Märkte erschließen.

Brigitte-Hamann-Preis 2026

Kürzlich wurde das Projekt mit dem  Brigitte-Hamann-Preis 2026 in der Kategorie „Startup“ ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Leistungen von Studierenden und Absolvent:innen österreichischer Privatuniversitäten in den Bereichen Forschung, Startups und Kunst. Eine Fachjury zeichnet pro Kategorie eine Person aus.

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ahead: Nach „Pleite“ bei DHDL nächster Versuch bei „2 Minuten 2 Millionen“

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