31.03.2026
ÜBERNAHME

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen

Das Linzer Startup afreshed meldet sich nach einem Millionen-Investment vor einer Woche mit Neuigkeiten: Nun hat es ein deutsches Unternehmen übernommen.
/artikel/afreshed-linzer-startup-startet-expansion-und-uebernimmt-deutsches-unternehmen
Das Gründerteam von Afreshed | (c) Afreshed

Mit einer Akquisition und einem frischen Millionen-Investment (brutkasten berichtete bereits) läutet afreshed den nächsten Wachstumsschritt ein. Das Linzer Startup, das Bio-Lebensmittel-Retterboxen anbietet, übernimmt den deutschen Wettbewerber etepetete. Damit setzt das Unternehmen die Expansionsstrategie um, für die die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien zuletzt Kapital im mittleren siebenstelligen Bereich bereitgestellt hatte. Im Gegenzug erhielt die Holding eine Beteiligung von 25,1 Prozent.

etepetete als Vorbild

afreshed, 2021 von Lukas Forsthuber, Bernhard Bocksrucker und Maximilian Welzenbach direkt nach der Matura gegründet, übernimmt etepetete, ein deutsches Unternehmen im Segment der Online-Biokisten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Münchner Gründer Christopher Hallhuber und Georg Lindermair übergeben ein saniertes, laufendes Unternehmen: etepetete sei laut eigenen Angaben seit dem vierten Quartal 2024 wieder profitabel, nachdem das Startup in den Jahren nach der Pandemie erstmals Umsatzrückgänge verzeichnet hatte. Die operative Verantwortung geht nun nach Wien.

„etepetete war für uns immer ein Vorbild und hat den Markt maßgeblich geprägt. Dass wir dieses Unternehmen jetzt übernehmen, ist für uns ein besonderer Schritt und gleichzeitig eine große Motivation für die kommenden Jahre“, kommentiert afreshed-Co-Founder Forsthuber. Die Marke etepetete soll dabei erhalten bleiben, wie Bocksrucker sagt: „Die Übernahme gibt uns nicht nur sofortige Marktpräsenz, sondern auch lokales Know-how und einen bestehenden Kundenstamm, auf dem wir aufbauen können.“

Jahresumsatz von afreshed im achtstelligen Bereich

Das Grundprinzip von afreshed ist simpel: Obst und Gemüse, das wegen Normabweichungen nicht in den Handel kommt, wird in Retterboxen verpackt und per Abo direkt an Haushalte und Unternehmen geliefert (brutkasten berichtete). Rund 15 Landwirtschaftsbetriebe aus Österreich und Italien zählen zu den Hauptlieferanten, insgesamt kooperiert das Startup mit 50 bis 70 Landwirten. Der Jahresumsatz liegt laut Unternehmensangaben aktuell im achtstelligen Bereich. Außerdem habe afreshed den Break-even erreicht.

Was es dabei von reinen Versandanbietern unterscheiden soll, ist der Aufbau einer eigenen Logistik-Infrastruktur: Eine Flotte von knapp 20 Fahrzeugen übernimmt die Zustellung auf der letzten Meile, die Touren werden über eine eigens entwickelte Software CO₂-optimiert geplant. Genau dieses Modell soll nun auf Deutschland übertragen werden – schrittweise pro Bundesland, von Süd nach Nord.

„Unser Ziel ist es, der führende Anbieter für gerettete Lebensmittel im deutschsprachigen Raum zu werden. Unter der gemeinsamen Marke werden wir die Bekanntheit der Retterboxen weiter stärken“, heißt es vom Unternehmen. In weiterer Folge ist zudem eine Internationalisierung geplant.

Last-Mile-Logistik

Ein zentrales Element der Deutschlandstrategie ist der Aufbau eines flächendeckenden Mehrwegkonzepts in der Last-Mile-Logistik. Laut afreshed sei das eine Infrastruktur, die in dieser Form überregional noch nicht existiere. Die eigenen Fahrer:innen liefern nicht nur, sie holen auch die Mehrwegboxen wieder ab und schließen damit den Verpackungskreislauf. Für Kund:innen bedeutet das persönliche Zustellung kombiniert mit einem nachhaltigen Konzept.

„Der Gründungsgedanke beider Unternehmen ist im Kern derselbe: die Rettung von Lebensmitteln und deren direkte Weitergabe an die Verbraucherinnen und Verbraucher“, fasst Forsthuber zusammen.

Deine ungelesenen Artikel:
02.07.2026

8-Milliarden-Bewertung: Quantum Systems holt 1,2 Milliarden US-Dollar

Der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems hat eine Finanzierungsrunde über 1,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und ist jetzt acht Milliarden US-Dollar wert.
/artikel/8-milliarden-bewertung-quantum-systems-holt-12-milliarden-us-dollar
02.07.2026

8-Milliarden-Bewertung: Quantum Systems holt 1,2 Milliarden US-Dollar

Der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems hat eine Finanzierungsrunde über 1,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und ist jetzt acht Milliarden US-Dollar wert.
/artikel/8-milliarden-bewertung-quantum-systems-holt-12-milliarden-us-dollar
Das unbemannte Flugsystem „Reliant“ von Quantum Systems ist für die militärische Überwachung und Lageerfassung konzipiert © Quantum Systems

Das bayerische DefenceTech-Unternehmen Quantum Systems hat den Abschluss seiner Series-D-Finanzierungsrunde bekannt gegeben. Mit dem frischen Kapital in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar steigt die Post-Money-Bewertung des Scaleups auf rund acht Milliarden US-Dollar. Die Runde wurde von den Investmentgesellschaften Blackstone, Noteus, Airbus und Advent angeführt. Auch namhafte Bestandsinvestor:innen wie Balderton und HV Capital beteiligten sich erneut an der Finanzierung.

Die „Twister“-Drohne im Einsatz für die Überwachung und Lageerfassung auf kurze Distanz. | © Quantum Systems

Aufklärungsdrohnen und KI-Software

Konkret entwickelt und produziert Quantum Systems unbemannte Flugsysteme (UAVs) sowie softwaregesteuerte Robotikplattformen für den Militär- und Sicherheitsbereich zu Luft, Land und See. Die Produktpalette reicht von taktischen Aufklärungsdrohnen über KI-gestützte Lageerfassungssysteme bis hin zu autonomen Bodenfahrzeugen. Mit der Finanzierungsrunde hat Quantum Systems seine Unternehmensbewertung mehr als verdoppelt.

Ausbau der Multi-Domain-Strategie

Die neuen Mittel sollen primär genutzt werden, um das Wachstum zu beschleunigen und diese Systeme für koordinierte Einsätze in der Luft, an Land und auf dem Seeweg auszuweiten. Das Unternehmen plant hierbei den Übergang von einzelnen Plattformen zu einem vernetzten Gesamtsystem, das über das hauseigene Software-Ökosystem „MOSAIC UXS“ koordiniert wird.

Darüber hinaus fließen die Gelder in den Ausbau der weltweiten Produktionskapazitäten sowie in die Absicherung der Lieferketten für verbündete Märkte. Nach Unternehmensangaben absolvierten die Systeme von Quantum Systems allein im Jahr 2025 mehr als 19.000 Missionen in der Ukraine. Parallel dazu baute das laut CEO profitable Unternehmen seine Produktionspräsenz in Deutschland, der Ukraine, den USA, Australien, Rumänien, Großbritannien und den baltischen Staaten aus.

Das optional bemannte Multi-Mission-Luftfahrzeug „Pulse P19“ ist als MALE-UAV (Medium Altitude Long Endurance Unmanned Aerial Vehicle) für unterschiedlichste Einsatzszenarien ausgelegt. © Quantum Systems

Strategische Allianzen

Parallel zur Finanzierungsrunde vertieft Quantum Systems die strategische Zusammenarbeit mit Airbus Defence and Space, um die Entwicklung europäischer Verteidigungstechnologien voranzutreiben. Co-CEO und Co-Gründer Florian Seibel betont die veränderte Marktlage: „Verteidigung wird künftig durch autonome Systeme geprägt, die in Echtzeit über verschiedene Einsatzbereiche hinweg zusammenarbeiten.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

afreshed: Linzer Startup startet Expansion und übernimmt deutsches Unternehmen