31.05.2022

Adel verpflichtet: wefox holt Prinzen in den Verwaltungsrat

Das Berliner InsurTech wefox hat mit sofortiger Wirkung seine Durchlaucht Prinz Maximilian von und zu Liechtenstein in seinen Verwaltungsrat berufen.
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wefox, Prinz Max von Liechtenstein
(c) wefox - Prinz Max von Liechtenstein ist nun Teil von wefox.

Als Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender der LGT-Group hatte S.D. Prinz Maximilian von und zu Liechtenstein zuvor in wefox investiert. Nun wird er an der Seite von wefox Gründer und CEO Julian Teicke sowie dem kürzlich ernannten Verwaltungsratspräsidenten Young Sohn (ehemals Präsident von Samsung Electronics) direkt am Unternehmen mitwirken.

Wefox plant globale Entwicklung

„Wefox ist eines der erfolgreichsten europäischen Technologieunternehmen mit großem Potenzial für eine weitere Entwicklung auf globaler Ebene. Der Versicherungssektor ist ein spannender Markt mit großen Volumina. Ich bin fest davon überzeugt, dass wefox das Potenzial hat, diese Branche digital und nachhaltig zu verändern. Daher freue mich sehr, dem Verwaltungsrat von wefox beizutreten“, sagt Prinz Max von und zu Liechtenstein.

Seine Karriere begann nach seinem MBA an der Havard Business School in der Private Equity-Branche, in der er von 1993 bis 2005 für JPMorgen Partners und IK Partners tätig war.

Von 2006 bis 2020 war von und zu Liehctenstein CEO der LGT Group, bei der er 2021 zum Präsidenten des Verwaltungsrates berufen wurde. Er ist zudem Gründer und Vorsitzender des Venture-Capital und Private Equity-Fonds Lightrock, mit einem verwalteten Vermögen von mehr als drei Milliarden CHF (rund 2.900.000.000 Euro).

Nach Sohn nun ein Prinz

„Nach der Ernennung von Young Sohn zu unserem Chairman ist dies ein starkes Vertrauensvotum für unser Unternehmen. Mit der Aufnahme von S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein in unseren Verwaltungsrat bauen wir ein solides Führungsteam auf, um unser Unternehmen auf die nächste Stufe unseres Wachstums zu führen“, erklärt Julian Teicke, CEO des Berliner Startups diesen Schritt.

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(c) Karin Hackl Wirtschaftsagentur Wien

Die Stadt Wien und die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien haben die Einreichphase für ihr gemeinsames Finanzierungsinstrument Wiener Wachstum gestartet. Insgesamt stehen dafür sieben Millionen Euro Startkapital zur Verfügung. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis wachstumsorientierter Unternehmen zu stärken und ihnen die nächsten Entwicklungsschritte zu ermöglichen.

Bereits im April dieses Jahres wurde das Finanzierungsmodell angekündigt. Hinter der Initiative steht eine gemeinsame Gesellschaft der Wirtschaftsagentur Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Beide Partner stellen jeweils 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

„Mit Wiener Wachstum wollen wir KMU in kritischen Wachstumsphasen gezielt begleiten und Investitionen in Innovation, Internationalisierung sowie Technologie ermöglichen“, erklärt Martin Hauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.

Wer kann sich bewerben?

Das Angebot richtet sich an Wiener Startups, Scaleups sowie KMU aus der Gesundheits- und Digitalwirtschaft. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, Medizintechnik, Pharma und Diagnostik sowie Software, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und Cybersecurity.

Voraussetzung ist unter anderem, dass die Unternehmen als Kapitalgesellschaft eingetragen sind, über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügen und seit „mindestens zwei bis drei Jahren“ eine Betriebsstätte in Wien haben. Unterstützt werden sollen insbesondere Vorhaben zur Skalierung, Internationalisierung, technologischen Weiterentwicklung oder Erweiterung von Produktionskapazitäten.

Keine klassische Förderung, sondern eine Beteiligung

Bei Wiener Wachstum handelt es sich nicht um eine klassische Förderung, sondern um eine Finanzierung. Die vereinbarte Summe wird vollständig an die Unternehmen ausbezahlt. Im Gegenzug führen erfolgreiche Unternehmen später einen vertraglich vereinbarten Anteil ihrer Gewinne an Wiener Wachstum zurück. Diese sollen künftig für weitere Unternehmensfinanzierungen eingesetzt werden und damit einen langfristigen Finanzierungskreislauf schaffen.

„Wir beschreiten mit Wiener Wachstum einen ganz neuen Weg abseits unserer bestehenden Fördermöglichkeiten“, erklärt Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Die Finanzierung stärke die Eigenkapitalbasis der Unternehmen und werde flexibel an deren Anforderungen angepasst.

Pro Unternehmen sind Finanzierungen zwischen 100.000 und 500.000 Euro möglich. Dabei kommen beispielsweise direkte Unternehmensbeteiligungen oder eigenkapitalähnliche Finanzierungen, etwa in Form qualifizierter Nachrangdarlehen, infrage. Bei direkten Beteiligungen liegt die Beteiligungsquote bei maximal 25 Prozent. Der vorgesehene Beteiligungszeit beträgt sieben bis zehn Jahre mit einer klaren Exitstrategie. Die konkreten Konditionen werden individuell vereinbart.

Einreichungen ab sofort möglich

Interessierte Unternehmen können sich ab sofort über die Website der Wirtschaftsagentur Wien für eine Finanzierung bewerben. Eine fixe Einreichfrist gibt es nicht. Nach einer ersten Prüfung der eingereichten Unterlagen folgen Gespräche über ein mögliches Investment sowie eine vertiefte Unternehmensprüfung. Der gesamte Prozess kann laut Wirtschaftsagentur Wien vier bis sechs Monate dauern.

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