17.06.2021

AbHof: Energie Steiermark übernimmt ein Viertel von Nachhaltigkeits-Startup

Seit 2015 widmet sich das Startup AbHof der Online-Vermarktung von nachhaltigen und regionalen Lebensmitteln aus heimischen Bauernhöfen. Und gab jetzt 25,1 Prozent Anteile an Energie Steiermark ab.
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AbHof, Energie Steiermark,
(c) Energie Steiermark - Energie Steiermark beteiligt sich an den Direktvermarkter-Plattform AbHof: V.l.n.r. Christian Purrer (Energie Steiermark), Franz Habel (Vulcano), Rene Gruber und Beatrix Lechner (GruberÕs Fruchtzauberei) und die beiden Founder Gerhard Günther mit Hannes Harborth.

Die Plattform AbHof beantwortet seit Jahren Fragen, die sich nachhaltige Konsumenten stellen. Woher kommt mein Fisch? Wie war die Reise der Tomate oder welche regionalen Alternativen gibt es abseits vom Supermarkt? Bis dato sind über 20.000 landwirtschaftliche Betriebe und Genusshandwerker mit über 1.000 Produkten beim Unternehmen zu finden, 300 mit eigenem Online-Shop – die Hälfte davon aus der Steiermark. Der Vorteil gegenüber anderen Anbietern: Über AbHof kauft man direkt bei Landwirten und nicht über einen Zwischenhändler. Nun hat sich die Energie Steiermark am Unternehmen beteiligt. Und zwar mit 25,1 Prozent. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Unterstützung der Direktvermarktung

„Landwirte sind wesentliche Partner in unserer Nachhaltigkeits-Strategie. Durch die neue Kooperation möchten wir sie in ihrer Direktvermarktung unterstützen“, erklärt Christian Purrer, Vorstandssprecher der Energie Steiermark. „Es ist das Ziel, gemeinsam mit dem bestehenden Team neues Wachstum zu ermöglichen. Und neue Angebote – auch im Bereich Schulung und Produktentwicklung – auf den Markt zu bringen.“

AbHof-Gründer: „Vision des nachhaltigen Lebensmittelbezugs“

Die beiden Founder und Geschäftsführer von AbHof Gerhard Günther und Hannes Harborth sehen durch die Kooperation mit der Energie Steiermark den Gewinn eines „tatkräftigen Partners“, der ihre Vision des nachhaltigen Lebensmittelbezugs teilt und gemeinsam vorantreibt, wie sie sagen.

AbHof mit Lösung für Partner

Franz Habel, Geschäftsführer der Vulcano Schinkenmanufaktur in Auersbach, ist seit drei Jahren bei AbHof mit dabei: „Direktvermarktung ist sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll. Die Umsetzung birgt aber auch für etablierte Betriebe Herausforderungen. AbHof bietet hierfür die ideale Lösung“, sagt er und findet in René Gruber und Beatrix Lechner von Gruber‘s Fruchtzauberei Anbieter mit ähnlicher Einstellung.

„Als nachhaltig agierendes Unternehmen mit starken Wurzeln in unserer Region liegt uns auch eine dementsprechende Ausrichtung unseres Vertriebs am Herzen“, so der Gründer und Gründerin aus Reigersberg bei Ilz. „Über AbHof finden unsere Produkte die passenden Abnehmer – und das komplett umweltfreundlich.“

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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