15.03.2018

A1 und Nokia starten IoT-Entwicklungslabor für Startups

A1 und Nokia machen gemeinsame Sache und starten in Wien ein "IoT-Entwicklungslabor für Partner, Startups und junge Talente". Man will darin IoT-Anwendungen für "alle Lebensbereiche" entwickeln.
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IoT-Entwicklungslabor
(c) A1: Smart Mirror

„IoT ist die größte innovative Kraft, die unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft verändern und prägen wird. Durch intelligente, neue Technologien können wir viele Chancen nützen“, wird A1-CEO Marcus Grausam in einer Aussendung zitiert. Dabei geht es um das „A1 IoT Ökosystem“, ein IoT-Entwicklungslabor in Kooperation mit Nokia, das nun präsentiert wurde. Dort will man gemeinsam mit Partner-Unternehmen und Startups und in Kooperationen mit Bildungseinrichtungen und Universitäten Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen des Internet of Things kreieren.

+++ Startup Campus: Das ist die neue Strategie von A1 +++

2020: Zehn Mal mehr vernetzte Geräte als Menschen

Im Jahr 2020 würden in Österreich etwa 80 Millionen vernetzte Geräte miteinander kommunizieren. Damit werde es in Österreich zehn Mal mehr vernetzte Geräte geben als Menschen, heißt es von A1. Das neue Labor biete die Möglichkeit, Prototypen mit voller Kontrolle von Umgebung, Prozessen und Konnektivität zu testen und Fehler zu beheben. A1-Berater und Systemarchitekten würden bei der Einrichtung der Laborausrüstung helfen, Testverfahren vorbereiten und durch die Grundlagen der verfügbaren Technologie führen.

Video-Interview von der A1 IoT Night:

„Alle Lebensbereiche“ im IoT-Entwicklungslabor

A1 will mit dem IoT-Entwicklungslabor „alle Lebensbereiche“ abdecken. Der Telekom-Riese gibt einige Besipiele: In Industrie und Landwirtschaft würden IoT-Anwendungen zu einer Steigerung von Produktivität und Qualität führen. IoT Anwendungsfelder würden dabei vom Bereich der Nutztierhaltung über die Vernetzung von Industrieanlagen, der Steuerung von Drohnen bis hin zur Lokalisierung von Baumaschinen reichen. Durch die Anwendung von Robotik in Verbindung mit IoT-Plattformen würden Produkte schnell, maßgeschneidert sowie hochwertig entwickelt. Diese Flexibilisierung ermögliche es, Teile der Wertschöpfung wieder regional zu verlagern und stärke somit den Wirtschaftsstandort Österreich. Auch die Themen Smart City und Smart Home, in denen A1 in der Vergangenheit bereits mehrere Initiativen gestartet hat, sollen natürlich ausreichend Platz finden.

+++ Wiener Blockchain-Startup in IoT-Verband mit Cisco und Bosch +++


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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
(c) Adobe Stock

„Für das zweite Quartal könnten die Vorzeichen kaum schlechter stehen“, zitierte brutkasten Venionaire im April zur Veröffentlichung des European Venture Sentiment Index für das erste Quartal. Doch – wie so oft – kam es dann doch anders. Die im ersten Quartal durch den Angriff der USA auf den Iran hervorgerufene Krise schlug sich nämlich – anders als etwa die Krise nach Beginn des Ukraine-Kriegs – nicht auf die Risikokapital-Volumina nieder.

Die Zahlen sahen laut Venionaire-Analyse im zweiten Quartal nämlich gut aus: Die Gesamtinvestitionen am europäischen Risikokapitalmarkt nahmen weiter zu und erreichten mit 29 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Weiters konnte auch die reine Deal-Anzahl um rund fünf Prozent auf 965 Deals gesteigert werden.

(c) Venionaire Capital

Knapp negativer Indexwert – abermals pessimistischer Ausblick

Dennoch sind die für den quartalsweisen Index befragten Investor:innen nicht in Jubelstimmung. Der Indexwert liegt mit 4,8 knapp unter der neutralen Marke 5. Er ist damit besser als der Wert im Vorquartal und besser als der für das Quartal erwartete Wert (siehe Grafik), aber immer noch nicht positiv. Auch die Erwartung für das kommende Quartal ist mit 4,4 wieder schlechter. „Die Zahlen zeichnen ein positiveres Bild als die Stimmung. Investor:innen sind weiterhin zurückhaltend und warten mit Investments“, analysiert Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Venionaire Capital AG.

(c) Venionaire Capital

Man erkenne eine leichte Stabilisierung, so Baurek-Karlic weiter zum Index-Wert. „Zwar erwarten Investor:innen mehr Aktivität und Wettbewerb im dritten Quartal, doch die großen Sorgen rund um geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheit sind aber weiterhin da.“ Es verwundere also nicht, dass der erwartete Index-Wert lediglich 4,4 betrage. Investor:innen würden kurzfristig ohne verlässlichen Ausblick auf die kommenden Quartale agieren, meinen die Analysten von Venionaire Capital.

DeepTech im Vorteil

Und langfristig könnte sich eine Veränderung der Investitionskriterien abzeichnen, erwarten die Analysten. Effizienz und Produktdifferenzierung würden zunehmend als Grundvoraussetzungen gelten. In den Mittelpunkt rücke stattdessen die Frage, ob ein Unternehmen über einen dauerhaft verteidigungsfähigen Wettbewerbsvorteil verfüge. „Investoren hinterfragen verstärkt, ob KI-basierte Produkte tief in Infrastruktur und Arbeitsabläufen verankert sind oder lediglich auf bestehenden Basismodellen aufsetzen. Geschäftsmodelle, deren Kernfunktion kurzfristig von einem großen KI-Anbieter in dessen Plattform integriert werden könnte, werden entsprechend kritischer bewertet“, so Baurek-Karlic.

Davon würden insbesondere Bereiche mit höheren technologischen und physischen Eintrittsbarrieren profitieren, darunter DeepTech, Biotechnologie, Hardware, Robotik und fortschrittliche Fertigung. „Vielleicht stehen wir vor einem goldenen Zeitalter der DeepTech-Unternehmen“, mutmaßt der Venionaire-Gründer.

Größte Runden und stärkste Länder

Diese Erwartungen würden sich in den Top-Investments des zweiten Quartals widerspiegeln: Mit Eurowind Energy (2,3 Mrd. US-Dollar, Energie- und Abfallwirtschaft), Isomorphic Laboratories (2,1 Mrd. US-Dollar, KI-Biotechnologie) und Stegra (1,6 Mrd. US-Dollar, erneuerbare Energien) seien die größten Finanzierungsrunden an Unternehmen gegangen, die nicht einfach vom Markt verdrängt werden können. Im europäischen Risikokapital-Länderranking führte einmal mehr das Vereinigte Königreich (12,3 Mrd. US-Dollar) überlegen vor Deutschland (3,6 Mrd. US-Dollar) und – überraschend dank Eurowind Energy – Dänemark (3 Mrd. US-Dollar).

(c) Venionaire Capital

Und wie geht es weiter? Baurek-Karlic analysiert: „Der Risikokapitalmarkt befindet sich momentan im Wandel. Investor:innen sind bereit, mehr Kapital zur Verfügung zu stellen, wollen dafür aber auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch im dritten Quartal werden es etabliertere Unternehmen mit einem felsenfesten Geschäftsmodell leichter haben.“

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