29.11.2018

A1 Live Shop: neues Shopping-Erlebnis per Video-Chat

Mit dem A1 Live Shop startet der Mobilfunkanbieter ein neues Store-Konzept. Über Videotelefonie können Kunden mit A1-Mitarbeitern in Kontakt treten und sich über Produkte beraten lassen. A1 möchte damit das Angebot seines Online-Shops erweitern.
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A1 Live Shop
(c) Screenshot A1 Live Shop

Wer kennt dieses Gefühl nicht? Über das Internet zu shoppen, ist zwar angenehm, manchmal stößt man dabei jedoch an Grenzen – insbesondere wenn es um die Beantwortung komplexer Fragen geht.  So praktisch Onlineshops oder Chatbots auch sein mögen, bis dato können sie die Vorzüge eines „echten“ Verkäufers nicht ersetzen. Wer jedoch nicht von der Couch aufstehen möchte und dennoch eine Face-to-Face-Beratung mit einem Menschen bevorzugt, für den hat A1 mit dem A1 Live Shop nun eine Alternative entwickelt.

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A1 Live Shop mit Video-Anruf

Bei dem A1 Live Shop handelt es sich im Prinzip um einen stationären A1-Store mit „richtigen“ Mitarbeitern. Einziger Unterschied: Er kann nur online mittels Video-Anruf besucht werden. Timo Zöller, Leiter Customer Interaction bei A1, erläutert das Konzept hinter dem neuen „Shop“: „Kunden, die im Onlineshop Hilfe brauchen, erreichen mit einem Mausklick am Computer oder einem Wisch am Touchscreen ihres Smartphones einen der sechs Live-Berater. Diese können dann im Rahmen eines Video-Chats Smartphones vergleichen, Smart Home-Lösungen vorführen oder auch einfach einen neuen Tarif erklären.“

Der Kunde bleibt anonym

Der A1-Live-Shop eignet sich auch für kamerascheue Menschen. Der Kunde sieht zwar den Mitarbeiter auf seinem Smartphone-Display, bleibt für diesen jedoch unsichtbar. Durch die Sichtbarkeit des Beraters können laut A1 auch Fragen beantwortet werden, die im Onlineshop nur schwer abbildbar sind. Dies umfasse insbesondere die visuelle Produktpräsentation. So können Mitarbeiter Produkte aus elf verschiedenen Kamerapositionen präsentieren.

Geöffnet von 10 bis 22 Uhr

Einen Vorteil bietet der neue A1 Live Shop hinsichtlich den Öffnungszeiten. Im Gegensatz zu konventionellen Stores ist der A1 Live Shop zwischen 10 bis 22 geöffnet. Natascha Kantauer-Gansch, Chief Customer Officer Consumer bei A1, betont, dass der Konzern mit dem neuen Angebot veränderten Kundenbedürfnissen nachkommen wollen. Mittlerweile würden sich 90 Prozent aller Kunden vorab auf der Website des Anbieters über die Vor- und Nachteile des gewünschten Produktes informieren. „Die Bedürfnisse unserer Kunden ändern sich mit rasender Geschwindigkeit. Mit dem A1 Live Shop probieren wir, gerade im Kaufentscheidungsprozess und in der Beratung unserer Kunden, etwas Neues aus. Wir sind überzeugt davon, dass unsere Kunden begeistert sein werden.“


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Die Oceanloop-Gründer Fabian Riedel und Bert Wecker | (c) Oceanloop
Die Oceanloop-Gründer Fabian Riedel und Bert Wecker | (c) Oceanloop

„Diese Finanzierung markiert den Beginn der industriellen Skalierung von Oceanloop“, erklärt Fabian Riedel, Gründer und CEO des Aquakultur-Scaleups mit Sitz in München. Das 2023 durch eine Fusion entstandene Unternehmen kommunizierte nun eine große Finanzierungsrunde: Das Unternehmen hat sich Zusagen über bis zu 38,5 Millionen Euro gesichert, um die erste kommerzielle Riesenzackenbarsch-Zucht in Europa aufzubauen und seine softwaregesteuerte Kreislauftechnologie (Recirculating Aquaculture Systems, RAS) zu skalieren.

Millioneninvestment und riesiger EIB-Kreditrahmen

Die aktuelle Finanzierung besteht aus einem Investment und einer Kreditzusage. Angeführt wird die Eigenkapitalrunde von der Investmentfirma Hatch Blue und deren „Blue Revolution Fund“. Als strategischer Partner beteiligt sich zudem Stolt Ventures. Deren Muttergesellschaft Stolt-Nielsen bringt über 50 Jahre Erfahrung im Bereich der landgestützten Plattfischzucht in die Partnerschaft ein. Den maßgeblich größeren Anteil der Finanzierung stellt allerdings die Europäische Investitionsbank (EIB) im Rahmen einer Venture-Debt-Fazilität, also eines Kreditrahmens, über 32 Millionen Euro bereit. Dieser bereits 2024 vereinbarte Kredit wurde im Juli 2026 erweitert, um speziell die Zucht von Riesenzackenbarschen abzudecken. Abgesichert wird das Darlehen durch das InvestEU-Programm der Europäischen Union.

Zackenbarsch im Fokus, Garnelen in Planung

Der Fokus des Jungunternehmens liegt auf dem Riesenzackenbarsch, der vor allem in asiatischen Premium-Märkten für sein festes Fleisch und seine kulinarische Vielseitigkeit geschätzt wird. Mit der lokalen Produktion in Europa wolle man eine neue Premium-Kategorie für die Gastronomie etablieren und gleichzeitig eine nachhaltigere Alternative zu weit gereisten Importen bieten, heißt es vonseiten des Unternehmens in einer Aussendung. Da die verwendete Technologie modular aufgebaut und softwaregesteuert ist, bleibt sie hochgradig flexibel. Oceanloop forscht parallel an der landgestützten Garnelenzucht und führt bereits Lizenzgespräche für internationale Partnerschaften.

Zwischen Schleswig-Holstein und Gran Canaria

Die Skalierung erfolgt in zwei Schritten: Am bestehenden Entwicklungsstandort im schleswig-holsteinischen Strande bei Kiel läuft der kommerzielle Vertrieb über das Schwesterunternehmen Honest Catch bereits seit April 2026. Für das laufende Jahr wird mit einer Ernte von rund 20 Tonnen gerechnet, die im kommenden Jahr auf 40 Tonnen anwachsen soll. Noch vor Ende 2026 soll am Standort der Bau einer neuen Anlage mit einer Jahreskapazität von 250 Tonnen beginnen, die zugleich als Referenz- und Schulungszentrum dient. Ab 2029 ist schließlich der Bau einer industriellen Großanlage mit einer Kapazität von 2.000 Tonnen auf Gran Canaria geplant, wo eine Tochtergesellschaft das Vorhaben bereits vorbereitet.

„Erhebliches Interesse von Partnern“

„Landgestützte Aquakultur kann zu einer wichtigen zusätzlichen Säule der europäischen Fischversorgung werden“, betont CEO Riedel mit Blick auf die EIB-Finanzierung. Diese erlaube es dem Unternehmen, mit einer langfristigen Perspektive in Technologie und Biokapazitäten zu investieren, was durch rein klassisches Startup-Kapital nur schwer darstellbar sei. Georg Baunach, Gründer und CEO von Hatch Blue, attestiert dem Scaleup eine starke Marktstrategie sowie ein Team, „das technisches Fachwissen, biologisches Verständnis und geschäftliches Geschick vereint“. Auch CTO Bert Wecker sieht den Horizont weit über Europa hinausreichen: Die breitere Plattform sei für eine internationale Replikation konzipiert. „Wir sehen erhebliches Interesse von Partnern, die erstklassige Meeresfrüchte näher am Konsumort produzieren möchten, ohne die erforderliche Biologie, Technik, Software und betriebliche Expertise von Grund auf neu entwickeln zu müssen“, so Wecker.

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