21.09.2021

A1 IoT Day 2021 rückt Digitalisierung des Weltalls ins Zentrum

A1 holt den ESA-Direktor Josef Aschbacher auf den IoT Day 2021. Außerdem gibt es spannende Talks und Showcases.
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Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, spricht 2021 am IoT Day von A1 © ESA/Montage
Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, spricht 2021 am IoT Day von A1 © ESA/Montage

Der Telekom-Anbieter A1 lädt am 7. Oktober zum mittlerweile traditionellen IoT Day und präsentiert dort österreichische Vorzeigeprojekte aus den Bereichen Smart City, Industrie 4.0 und intelligente Gebäude. 2021 werden die Grenzen jedoch erweitert, denn der Stargast ist heuer Josef Aschbacher. Der Österreicher ist seit heuer Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA und spricht am IoT Day ab 18 Uhr über die Rolle der Digitalisierung im Weltall. Neue Technologien in der Raumfahrt tragen unter anderem dazu bei, die Klimakrise einzudämmen.

Intelligentes Graz, denkende Dächer und Security

Danach geht es auf der Hauptbühne um IoT-Showcases aus Österreich. Da geht es zum Beispiel um die Stadt Graz, die heuer an der Fachhochschule Campus 02 ein eigenes IoT-Labor eingerichtet hat, in dem der Wandel zur Smart City vorangetrieben werden soll. In Graz sind beispielsweise bereits smarte Abfallbehälter im Einsatz, die Füllstände erheben und übermitteln. A1 holt noch weitere Use Cases auf die Bühne: RPM-Geschäftsführer Otmar Petschnig erzählt, wie mitdenkende Dächer effektiv vor Feuchtigkeit schützen. Julian Jäger, Vorstandsdirektor des Flughafen Wien, erklärt, wie IoT für mehr Sicherheit am Flugfeld sorgt. Wintersteiger-CFO Harold Kostka spricht über Effizienzsteigerungen bei Schischleif- und Erntemaschinen.

Weitere Anwendungsbeispiele werden wie gewohnt in der Exhibition Area präsentiert und reichen von Construction, Retail, Health, Tourism, über Manufacturing bis hin zu Transportation. Bereits ab 10 Uhr gibt es unterschiedliche Talks zu den Themen Cybersecurity, 5G, IoT, Startups und Nachhaltigkeit. Der gesamte IoT Day kann virtuell verfolgt werden – die Teilnahme ist kostenlos. „Das Internet der Dinge ändert nicht nur die Spielregeln in der Wirtschaft, es beeinflusst auch maßgebend, wie wir unsere Zukunft gemeinsam nachhaltig gestalten. Daher freue ich mich sehr über die hochkarätigen Gäste am A1 IoT Day und die Möglichkeit, gemeinsam die Hintergründe und das Potenzial von smarten Lösungen in unseren Städten, Unternehmen und Fabriken zu beleuchten“, sagt Gastgeber und A1-CEO Markus Grausam.

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© Lara Jameson via Pexels

Aufgrund wachsender geopolitischer Unsicherheiten und steigender Anforderungen durch Künstliche Intelligenz gerät die Abhängigkeit europäischer Unternehmen von außereuropäischen Tech-Konzernen zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund haben der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich und der Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI) den sogenannten „Austrian Cloud Atlas“ veröffentlicht. Die interaktive Plattform soll heimischen Betrieben als Orientierungshilfe bei der Wahl digitaler Lösungen dienen.

Transparenz bei Datenhoheit und Angeboten

Das Tool erfasst Rechenzentren, Cloud-Anbieter:innen sowie Managed Service Provider in Österreich. Damit soll die Übersicht bestehende Branchen-Initiativen wie die Österreichische KI-Landkarte ergänzen. „Unternehmen müssen wissen, wo ihre Daten liegen, von welchen Technologien sie abhängig sind und welche Alternativen ihnen zur Verfügung stehen“, betont Wilfried Drexler, Obmann des Fachverbands UBIT.

Laut den Initiator:innen stehe die Förderung der digitalen Handlungsfähigkeit im Mittelpunkt. Das Angebot solle Firmen dabei unterstützen, bewusste Entscheidungen über ihre IT-Kapazitäten zu treffen und strategische Abhängigkeiten von internationalen Hyperscalern schrittweise zu reduzieren. „Die Daten basieren auf freiwilligen Einreichungen und werden laufend erweitert“, heißt es auf der Website.

Ruf nach abgestimmtem Zielbild

Neben der rein informativen Funktion nutzen die beteiligten Verbände den Launch für politische Forderungen. Während auf EU-Ebene derzeit am „Cloud and AI Development Act“ gearbeitet werde, fehle es in Österreich laut Branchenvertreter:innen an einem einheitlichen Rahmen. Zunehmende länderspezifische Einzelregelungen erschwerten den zielgerichteten Ausbau der Infrastruktur.

Martin Madlo, Präsident der Austrian Datacenter Association, verweist diesbezüglich auf fehlende Standards: „Was fehlt, ist ein abgestimmtes nationales Zielbild.“ Ein solches sei laut der Branchenvertretung jedoch notwendig, um die heimische Daten-Infrastruktur künftig gemeinsam mit der Energieversorgung und dem Netzausbau zukunftsfähig aufzustellen.

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