21.02.2020

Das A1 Business Summit präsentiert digitale Business-Trends kompakt an 2 Tagen

Am 25. und 26. Februar 2020 findet im A1 Headquarter das A1 Business Summit statt. Unternehmen jeder Größe können sich hier über digitale Business-Trends informiern.
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Von Biohacking bis zu Internet der Dinge: Beim A1 Business Summit, das am 25. und 26. Februar 2020 im A1 Headquarter (Lassallestraße 9, 1020 Wien) stattfindet, werden innovative Projekte und neue Trends präsentiert.

+++A1 startet bislang größtes 5G-Netz in Österreich+++

Der A1 Business Summit findet 2020 bereits zum zweiten Mal statt und rückt jene Fragen in den Fokus, die Unternehmen weltweit beschäftigt: Welche Chancen bietet die Digitalisierung der Businesswelt meinen Betrieb? Ist mein Unternehmen fit für eine digitale Zukunft? Und wie kann ich selbst vom digitalen Wandel profitieren, vielleicht gar zum Vorreiter der Entwicklung werden?

Die Speaker des A1 Business Summit

Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, wird sich in ihrer Keynote dem Thema „Regionen im Wandel: Digitalisierung und regionale Entwicklung“  widmen. Mit dem Vortrag „Digitalisierung – Grundlage von Wirtschaft und Gesellschaft“ wird Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, die Sicht auf den Wirtschaftsstandort Österreich richten.

Business Angel Michael Altrichter, Digitalisierungsexperte Mic Hirschbrich, Humangenetiker Markus Hengstschläger und viele weitere Experten aus Wissenschaft und Forschung präsentieren zudem in ihren Keynotes weitere Ausblicke auf Entwicklungen, Technologien und Business-Modelle.

Das Programm im Überblick

Zukunftsthemen wie Kryptoökonomie, Blockchain und Cybersecurity bilden den Schwerpunkt des ersten Tages. Der zweite Tag dreht sich um Technologien wie Künstliche Intelligenz und beleuchtet in einem Vortrag von Siegfried Meryn auch die Zukunft der Medizin. Aber auch die neuen Herausforderungen werden mit Experten diskutiert: Agiles Arbeiten, Innovationsmanagement und disruptive Geschäftsmodelle bilden daher weitere Schwerpunkte des Events.

Der A1 Business Summit bietet – neben fundierten Keynotes und Vorträgen – Raum für Diskussionen und persönliche Gespräche mit Experten renommierter Unternehmen wie PwC Österreich, Alcatel-Lucent Enterprise, Unify – atos collaboration solutions, Microsoft, Cisco, Barracuda Networks, Accenture Österreich, FACC und Samsung.

+++In diesen 129 Gemeinden gibt es ab 25. Jänner das 5G-Netz von A1+++

Abgerundet wird das Programm durch „Meet the Expert“-Sessions, in denen Experten von A1 aufzeigen, welche Möglichkeiten Österreichs Marktführer den Unternehmen jeder Größe bietet, um die Digitalisierung von Kern-Geschäftsprozessen voranzutreiben und dadurch fit für die Zukunft zu werden.

Der A1 Business Summit findet am 25. und 26. Februar in der Unternehmenszentrale von A1 (Lassallestrasse 9, 1020 Wien) statt. Anmeldung zur kostenlosen Teilnahme und Programm-Details unter diesem Link

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Mathias Lipp-Rosenthal, Gründer der KI Schmiede | Foto: Lipp-Rosenthal

Das im August veröffentlichte Gesamtstaatliche Lagebild 2026 des Krisensicherheitsberaters im Bundeskanzleramt enthält einen Satz, der bislang wenig Beachtung fand: Angesichts der Cyberbedrohung rücke digitale Souveränität weiter in den Fokus der nationalen Sicherheit. Daraus leitet es eine unbequeme Handlungsoption ab, nämlich die Förderung von EU-Anbietern und den Verzicht auf externe Anbieter bei künftigen Beschaffungen. Im (ersten) Lagebild 2025 kam der Begriff nicht vor. Aus einem Standortthema wurde binnen eines Jahres eine Sicherheitsfrage.

Der Ist-Zustand ist bekannt. Verwaltung und Wirtschaft in Österreich laufen weitgehend auf Infrastruktur dreier US-Konzerne. Der CLOUD Act erlaubt US-Behörden den Zugriff auf Daten, die diese Unternehmen verarbeiten, unabhängig vom Standort des Rechenzentrums. Als Microsoft im Frühjahr 2025 plötzlich das Konto des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs sperrte, wurde sichtbar, dass die Verfügbarkeit einer digitalen Grundleistung an einer Entscheidung außerhalb Europas hängen kann. Die Leistungsfähigkeit der Hyperscaler steht außer Streit. Zu klären ist, welche Funktionen ein Staat in fremder Hand belassen kann.

Vorbilder im öffentlichen Sektor

Das Österreichische Bundesheer hat mit der Umstellung auf LibreOffice die Kontrolle über einen zentralen Arbeitsplatzbaustein zurückgeholt, die Schweizer Armee migriert ihr Kommando Cyber auf openDesk.

Am weitesten gehen die Niederlande. Dort stellt die Regierung die gesamte Bundesverwaltung auf digitale Souveränität um. Seit Juli 2026 ist von US-Clouds für E-Mail und Dokumente abzuraten, Daten müssen in Europa bleiben und für jeden Dienst muss ein Ausstiegsplan vorliegen.

Sicherheit als Grundbedürfnis der Wirtschaft

Die Frage stellen sich zunehmend auch heimische Unternehmen. Sie wollen wissen, ob ihre Daten in Europa liegen, wer darauf zugreifen kann und ob der Dienst, auf dem ihr Tagesgeschäft läuft, morgen noch verfügbar ist. Souverän zu arbeiten heißt für sie vor allem, Sicherheit zu haben: dass Daten nicht von Drittstaaten abgegriffen werden können und dass sie sich auf die Infrastruktur, die ihr Geschäft trägt, tatsächlich verlassen können.

Anbieter, die diesen Wechsel möglich machen, gibt es in Österreich und Europa bereits. Sie stellen Rechenleistung, Plattformdienste und KI-Modelle bereit, die europäischem Recht unterliegen und deren Betrieb nachvollziehbar bleibt. Was ihnen fehlt, ist nicht die Kompetenz, sondern die Nachfrage, die sie in jene Größe trägt, in der sie für den Mittelstand zur echten Option werden.

Mehr als ein Hackathon

Im Mai 2026 haben das Bundeskanzleramt und die TU Austria dazu einen Public AI Hackathon veranstaltet. In 48 Stunden entwickelten 25 Talente Prototypen für die öffentliche Verwaltung, präsentiert vor Staatssekretär Alexander Pröll und einer Jury aus Verwaltung, Politik und Forschung. Das Format zeigt, dass der Wille zur Zusammenarbeit zwischen Staat und Nachwuchs vorhanden ist. Es zeigt auch, wo die Grenze liegt. Zwei Tage Hackathon ersetzen keine Strategie, mit der die Startup-Szene dauerhaft in den Aufbau souveräner Infrastruktur eingebunden wird. Auf einen Prototyp sollte eine Beschaffung folgen, auf eine Veranstaltung ein Förderprogramm, auf ein Teilnahmezertifikat ein zahlender Kunde.

Der Hebel heißt öffentliche Nachfrage

Genau hier liegt der Hebel für Österreich. Öffentliche Nachfrage entscheidet, ob heimische Anbieter jene Größe erreichen, die sie brauchen, um für die Wirtschaft eine echte Option zu sein. Wenn Bund, Länder und Förderstellen gezielt bei europäischen und österreichischen Anbietern beschaffen, stärkt das deren Marktposition und signalisiert der gesamten Startup-Branche, dass sich Investitionen in souveräne Technologie lohnen. Souveränität und Innovation stehen dabei nicht im Widerspruch, sie bedingen einander: Wer die Kontrolle über seine Infrastruktur behält, kann auf ihr aufbauen, statt sie nur zu mieten.

Für Österreich heißt das, die Empfehlung des Lagebilds über einzelne Prototypen hinaus zu denken. Jede Ausschreibung, jedes Förderprogramm und jede Anschlussfinanzierung entscheidet mit darüber, ob die österreichische Startup-Branche zu jenem Anbieter heranwächst, von dem Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Mittelstand in zehn Jahren abhängen können. Wer Gründerinnen und Gründer heute mit mehr als einem Zertifikat ausstattet, entscheidet mit über die technologische Souveränität von morgen.


Über den Gastautor:

Mathias Lipp-Rosenthal ist Gründer der KI Schmiede, einer im Juni 2026 gestarteten Beratung, die Unternehmen im DACH-Raum bei der Einführung und Schulung von KI begleitet. Zuvor war er stellvertretender Klubdirektor der Neos und Mitgründer von Voter AI; die Gründung der KI Schmiede hat brutkasten hier bereits vorgestellt.

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