26.03.2026
WIRTSCHAFTSSTANDORT

93 Mio. Euro für Startups und Spinoffs: FFG präsentiert Bilanz für 2025

Die FFG präsentierte am Donnerstag in Wien ihre Jahresbilanz für 2025 und lieferte auch Zahlen zu Förderungen von Startups und Spinoffs.
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FFG-Geschäftsführerinnen Henrietta Egerth und Karin Tausz (v.l.) | (c) Philipp Stambera/FFG

Im abgelaufenen Jahr sagte die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) Fördermittel in Höhe von 878 Millionen Euro zu. Der Großteil davon, konkret 588 Millionen Euro oder 67 Prozent, floss direkt an Unternehmen. Die Bilanz zeigt jedoch auch einen Finanzierungsengpass: Das Volumen für konkrete Ausschreibungen sank 2025 auf 927 Millionen Euro, nachdem es 2024 noch bei 1.390 Millionen Euro gelegen war.

Zurückzuführen ist dieser Rückgang der verfügbaren Mittel auf die derzeitige allgemeine budgetäre Problemsituation sowie auf das wirtschaftlich angespannte Umfeld. Die Folge dieser Entwicklung spiegelt sich in den Förderentscheidungen wider: Im Jahr 2025 mussten 34 Prozent der beantragten Förderungen abgelehnt werden – nicht aus Qualitätsgründen, sondern wegen fehlender Mittel. Dies entspricht mehr als 430 Millionen Euro, wodurch rund 760 Projekte nicht realisiert werden konnten.

Aufholbedarf bei Spinoffs

Um die heimische Wertschöpfung dennoch zu sichern, legt die FFG einen starken Fokus auf die Frühphase der Unternehmensgründung. 2025 investierte die FFG 93 Millionen Euro in Startups, Scaleups und Spinoffs und ermöglichte damit Innovationsprojekte im Wert von 145 Millionen Euro. FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth betonte, dass Österreich im Pre-Seed- und Seed-Bereich europaweit sehr gut aufgestellt sei. Gleichzeitig sieht Egerth jedoch noch ungenutztes Potenzial im akademischen Sektor: Sie nahm die Universitäten in die Pflicht, sich dem Thema Ausgründungen stärker zu widmen. Aktuell sei dies schlicht „nicht der Fokus der Universitäten“, erklärte sie.

Egerth regte in diesem Zusammenhang auch an, die Finanzierungsstruktur der heimischen Universitäten zu überdenken. Derzeit gebe es im System sehr viel „institutionelles Geld“ – also fixe Budgets, die den Universitäten ohnehin sicher zur Verfügung stehen. Im Gegenzug fehle es an Mitteln, um die sich die Hochschulen im aktiven Wettbewerb bemühen müssen. Die Logik dahinter: Wenn Universitäten einen größeren Teil ihres Budgets durch eigene, innovative Projekte einwerben müssten, entstünde ein viel stärkerer Anreiz, riskante Ausgründungen aktiv voranzutreiben. Spinoffs seien „die neuen Industrien“ und dürften daher auch in Zeiten knapper Kassen keinesfalls vernachlässigt werden, da sie eindeutig die Zukunft des Standorts darstellen

Fokus auf Schlüsseltechnologien

Gleichzeitig setzt die FFG gemeinsam mit der Bundesregierung einen strategischen Schwerpunkt auf Schlüsseltechnologien. Mit der Industriestrategie 2035 stehen für die Jahre 2026 bis 2029 rund 2,6 Milliarden Euro für Zukunftsfelder wie Künstliche Intelligenz oder Quantentechnologie zur Verfügung. Bereits jetzt adressieren rund zwei Drittel der FFG-geförderten Projekte ausschließlich diese Schlüsseltechnologien. Entscheidend sei es nun, diesen Anteil weiter zu erhöhen und die Forschung schneller in industrielle Anwendungen zu überführen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Standorts zu stärken.

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datum.coffee
Das Gründerteam von datum.coffee: Christoph Konheisner (links) und Nikolaus Potapow (rechts). Foto: datum.coffee

Es gibt Dinge, die im Jahr 2026 einfach zusammengehören: das Rennrad und der Espresso danach. Beide sind vom Nischenhobby zum Lifestyle-Statement aufgestiegen, beide haben ihre eigene Fachsprache und Preisklassen nach oben offen. Doch während das Rennrad losfährt, sobald man aufsteigt, ist guter Kaffee zu Hause bisher eine Wissenschaft für sich. Specialty Coffee boomt, aber in der eigenen Küche bleibt oft nur die Wahl zwischen komplexen Siebträgermaschinen mit unzähligen Einstellungen und Vollautomaten, die geschmacklich enttäuschen. Genau hier setzt das Innsbrucker Startup datum.coffee an.

„Wir machen Kaffee in Siebträgerqualität, aber ohne, dass du 1.000 Einstellungen machen musst, jedes Mal, wenn du die Kaffeebohne wechselst“, bringt es Mitgründer Nikolaus Potapow auf den Punkt. Gemeinsam mit Christoph Konheisner hat er 2025 datum.coffee gegründet. Kennengelernt haben sich die beiden Industriedesigner vor rund zehn Jahren an einer HTL. Seither kamen sie vom Thema nicht mehr los. Nach Jahren bei Haushaltsgeräte- und Kaffeemaschinenherstellern beschlossen sie vor zweieinhalb Jahren, die Sache grundlegend neu anzugehen.

Foto statt Fummelei

Kern des Konzepts ist ein offenes Kaffee-Ökosystem aus Espressomaschine, Mühle und digitaler Rezeptplattform. Nutzer:innen fotografieren die Verpackung ihrer Kaffeebohnen, den Rest erledigt das System. Die passenden Parameter (Mahlgrad, Brühdruck, Temperatur, Kaffeemenge, Flow) sind als Rezept auf der Plattform hinterlegt und werden per Bluetooth auf die Geräte gespielt. So sitzt laut den Gründern schon der erste Espresso. Mühle und Maschine kommunizieren dabei miteinander und optimieren die Extraktion in Echtzeit.

(c) datum.coffee

Die Rezepte stammen einerseits von Partner-Röstereien, andererseits aus der Community. Siebträgerqualität heißt für das Team: gleicher Siebdurchmesser, gleicher Druck, gleiche Temperatur wie bei klassischen Maschinen. Über offene Schnittstellen sollen sich künftig auch andere Hersteller einklinken. So positioniert sich datum.coffee als universelle Schnittstelle zwischen Röstereien, Kaffeeliebhaber:innen und ihren Maschinen.

Mit High-End-Boliden wie einer La Marzocco will man bewusst nicht konkurrieren. Die Zielgruppe sind vielmehr jene, die sich bisher nicht an eine Siebträgermaschine herangetraut haben, ohne die Nerds auszuschließen: Wer will, kann dank verbauter Sensoren jeden Parameter selbst justieren.

Aufgeteilt haben sich die beiden Gründer entlang ihrer Stärken: Konheisner verantwortet die technische Entwicklung, Potapow Marketing und Kommunikation. „Design entsteht viel im gemeinsamen Austausch“, betont Konheisner. Vom Standort Innsbruck zeigt er sich überzeugt. Das Ökosystem sei „klein und fein“, man kenne rasch jede:n im Netzwerk. Aktuell laufen Community-Aufbau und Social-Media-Kampagnen parallel zur Produktentwicklung.

Prototypen, Patente und ein YouTube-Ritterschlag

Datum.coffee steckt noch in der Entwicklung, ist aber weiter als viele Hardware-Startups: Aktuell läuft die dritte, voll funktionsfähige Prototypen-Generation, bereits mit Röstereien und Kund:innen erprobt. Vier Patentanmeldungen sowie Marken- und Design-IP von den USA bis Singapur sichern die Idee ab. Partner-Röstereien in Österreich und Deutschland sind an Bord, Förderungen von über 200.000 Euro (aus dem Boost.Up!-Programm von Startup Tirol sowie einer größeren Landesförderung gemeinsam mit der Universität Innsbruck und Maschinenbau Grissemann Kufstein) fließen in die serienreife Entwicklung.

Auch Fachpublikum wurde bereits aufmerksam: Der Basler Kaffee-YouTube-Kanal „Kaffeemacher“, einer der reichweitenstärksten im deutschsprachigen Raum, kürte datum.coffee nach Angaben des Startups zum „Highlight der World of Coffee Brüssel 2026“. Zudem planen die Gründer für Ende 2026 eine Kickstarter-Kampagne. Preislich zielt das Bundle aus Maschine und Mühle im Vorverkauf auf 1.000 bis 1.500 Euro, also dort, wo Einsteiger-Siebträger und Mittelklasse-Vollautomaten liegen. Woher der Name? „Es ist Zeit für Veränderung in der Kaffeewelt“, sagt Potapow.

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