14.05.2019

8000 Dollar-Marke geknackt: Wie Donald Trump den Bitcoin-Kurs befeuert

Innerhalb der vergangenen sieben Tage kletterte der Bitcoin-Kurs mehr als 2000 US-Dollar und steht mit über 8000 US-Dollar so hoch wie seit August 2018 nicht mehr. Als einen der Gründe dafür machen Finanzexperten die Handelspolitik von Donald Trump aus.
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(c) Gage Skidmore - US-Präsident Donald Trump sorgt mit seiner Zoll-Politik für Verwirrung.

Es fällt schwer, hier keine Analogie herzustellen: Der US-Aktienleitindex Dow Jones musste gestern mit mehr als 600 Punkten bzw. rund 2,4 Prozent Minus nach einer bereits mäßigen Woche den stärksten Verlust seit Anfang Jänner hinnehmen. Der tech-lastige Index Nasdaq 100 sank gar um 3,46 Prozent. Am selben Tag sprang der Bitcoin-Kurs nach einer bereits starken Woche um rund 1000 US-Dollar (ca. 15 Prozent) und knackte erstmals seit August 2018 wieder die 8000 US-Dollar-Marke. Zumindest einen Grund haben die beiden Entwicklungen, folgt man Finanzexperten, gemeinsam: Donald Trump.

+++ Gold ist das neue Bitcoin, oder was? +++

Trump vs. China: Apple mit stärkstem Tagesverlust

Konkret geht es um die weitere Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Vergangene Woche hatten die USA Handelszölle auf chinesische Produkte im Gesamtwert von rund 200 Milliarden US-Dollar von zehn auf 25 Prozent angehoben – begleitet von der für Präsident Donald Trump typischen undiplomatischen Rhetorik. Gestern schlug China dann zurück und legte einen 25 Prozent-Zoll auf 2500 US-Produkte ab Juni fest. Am stärksten litten darunter im Leitindex Dow Jones die Aktien von Apple mit einem Minus von 5,81 Prozent.

Bitcoin als „Safe Haven“ – Fidelity als weiterer Kurstreiber

Bitcoin dürfte in dieser Situation (vorübergehend) von vielen Anlegern, ebenso wie Gold, als „Safe Haven“ angesehen werden, meinen einige Finanzexperten. Vor allem Anleger aus Japan, Korea und China selbst würden sich derzeit in die Kryptowährung flüchten. Zusätzlich beflügelt werde der Kurs derzeit von einem neuen Bitcoin-Angebot des US-Vermögensverwalters Fidelity, der somit als großer institutioneller Investor in den Kryptomarkt einsteigt.

FOMO: Die Hobby-Trader sind zurück

Und wie für den Handel mit Bitcoin und Co. üblich spielt auch FOMO (fear of missing out) wieder eine entscheidende Rolle. Viele Kleinanleger und Hobby-Trader, die in den letzten Monaten wohl eher zurückhaltend waren, springen nun wieder auf den Zug auf und verstärken den Kurssprung. Bitcoin nimmt dabei übrigens, wie gewohnt, auch zahlreiche weitere Kryptowährungen mit. Vier der Top 5 (nach Coinmarketcap) stiegen in den vergangenen 24 Stunden um mehr als zehn Prozent an.

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(v.l.) Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind für den Bierlein-Preis 2026 nominiert.

Der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis geht 2026 in die zweite Runde. Er zeichnet Frauen unter 35 für unternehmerische oder innovative Leistungen mit Österreichbezug aus. Aus rund 100 Bewerbungen haben das Wirtschaftsministerium (BMWET) und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) 35 junge Frauen in die Shortlist aufgenommen, darunter Gründerinnen, Forscherinnen und Führungskräfte.

Die Preisträgerinnen werden mit je 5.000 Euro in drei Kategorien prämiert: „Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge“, „Forschung, Innovation & Transfer“ sowie mit dem „Maria-Rauch-Kallat-Ehrenpreis für gesellschaftlichen Impact & Role Model“. Beim Ehrenpreis kommt zusätzlich ein Mentoring-Platz im „WoMentoring“-Programm des club alpha hinzu.

Unter den Nominierten sind auch mehrere Startup-Gründerinnen:

Antonia Riva-Frizberg (Lumetry): Lungenmonitoring für zu Hause

Riva-Frizberg gründete im März 2022 gemeinsam mit Christian Neubauer das Grazer Medtech Lumetry Diagnostics. Das Startup entwickelt Geräte, mit denen Patient:innen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma ihre Lungenvitalität zu Hause messen können. Langfristig will man auch Menschen mit Lungenentzündungen oder Long Covid helfen. 2023 sammelte das Team ein sechsstelliges Investment „weit über eine halbe Million“ ein. Prototypen gibt es bereits, gelauncht soll das Produkt laut Website noch 2026 werden.

Vor der Gründung war Riva-Frizberg unter anderem bei der Innovations-Beratung Pioneers als auch beim Zyklustracker-Startup breathe ilo beschäftigt, das 2023 Konkurs anmeldete.

Das Produkt soll noch 2026 gelauncht werden. © Lumetry

Theresa Kohl (DiLT Analytics): Energie sparen mit Gebäude-Software

Kohl ist Mitgründerin und CEO von DiLT Analytics, einem 2021 gegründeten Spin-off der TU Graz. Die Software soll Ineffizienzen in Gebäuden sowie in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen erkennen und den Energieverbrauch senken. Aktuell entwickelt das Team sein neues Produkt „FaciliMind“, eine KI-basierte Softwareplattform zur datenbasierten Optimierung von Energieeffizienz und Betriebskosten in Gebäuden. Das System benötigt laut eigenen Angaben keine neuen Sensoren, sondern dockt an bestehende Leitsysteme an und deckt dort Fehlsteuerungen auf.

Unterstützt wurde das Startup unter anderem durch FFG-Förderungen und konnte bereits Pilotprojekte mit Partnern wie der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) umsetzen. Vor der Gründung war Kohl unter anderem bei AEE – Institut für Nachhaltige Technologien und als Projekt- und Innovationsmanagerin bei der Energie Agentur Steiermark tätig.

Johanna Marie Reinedahl (WeGait): Exoskelett für die Reha

Reinedahl ist Gründerin und Geschäftsführerin der WeGait FlexCo. Das Robotik-Startup entwickelt ein Exoskelett für die Gangrehabilitation nach Schlaganfall oder Rückenmarksverletzung, das Abläufe in Rehazentren effizienter machen soll. Unter dem ehemaligen Namen Nexo Skeleton wurde das Startup als eine der ersten beiden Beteiligungen von WU Ignite Ventures aufgenommen.

Im Juli 2026 benannte man sich in WeGait um. Reinedahl war vor der Gründung außerdem ein Jahr als Venture Capital Investment Analyst bei Arax Capital Partners tätig.

Sara Kapeller (twistor): Schneeräumung per System

Kapeller gründete 2025 die twistor GmbH im Vorarlberger Bludenz. Den Anstoß dazu gab eine persönliche Erfahrung: Eine tonnenschwere Dachlawine ging direkt von dem Haus ihres Großvaters ab. Daraufhin entwickelte sie ein automatisiertes Schneeräumungssystem für Gebäude und Photovoltaikanlagen, das laut Unternehmensangaben seit 2024 patentiert ist.

Die Lösung richtet sich vor allem an Eigentümer:innen von PV-Anlagen in schneereichen Regionen. Der doppelte Vorteil: Die kontrollierte Räumung beugt nicht nur gefährlichen Personen- und Sachschäden vor, sondern sichert auch in den Wintermonaten den Stromertrag der Solarmodule. Das System ist nach Firmenangaben bereits serienreif und unter anderem auf dem Dach der Aletsch Arena auf der Schweizer Riederalp im Einsatz.

Der twistor befreit Dächer und PV-Anlagen von Schneemassen. © twistor

Die Preisverleihung findet am 7. Dezember 2026 statt.

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