02.07.2025
ENERGIE

80 Prozent Marktanteil auf Malediven: Swimsol aus Wien holt neuen Großauftrag

Das österreichische Unternehmen Swimsol sorgt bereits seit 2012 für saubere Energie auf tropischen Inseln. Auf den Malediven konnte sich Swimsol einen Marktanteil von 80 Prozent sichern - und will noch weiter ausbauen.
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Swimsol: Bislang sind die schwimmenden Solar-Anlagen in den Tropen im Einsatz (hier auf den Malediven). Im Verbund X Accelerator wird nun auch ein Einsatz in Österreich ausgelotet.
(c) Swimsol: Mit schwimmenden Solarpanelen will Swimsol Dieselaggretoren den Kampf ansagen.

Die Swimsol GmbH mit Sitz in Wien hat sich seit über einem Jahrzehnt darauf spezialisiert, Solarlösungen für tropische Inseln anzubieten. Ziel ist es, fossile Brennstoffe durch saubere sowie wirtschaftlich attraktive Energie zu ersetzen. Mit schwimmenden Solarplattformen sollen neue Maßstäbe im Kampf gegen Dieselgeneratoren gesetzt werden, so das Unternehmen. Brutkasten hat bereits mehrfach über das Unternehmen berichtet – zum Beispiel 2021, als Swimsol 14 Millionen US-Dollar Kapital für den Ausbau von Solarpaneelen auf den Malediven erhalten hat. Zudem ist Swimsol auf der diesjährigen Expo vertreten, die in Japan stattfindet. Auch darüber hat Brutkasten bereits berichtet.

Große Nachfrage

Nach einem Vorzeigeprojekt auf den Malediven – dem LUX* South Ari Atoll Resort, wo 2019 die erste schwimmende Solaranlage installiert wurde – gibt es weitere Nachfrage vom Resort. Auf Basis der positiven Erfahrungen will man nun einen großflächigen Ausbau anstreben. Swimsol erhielt den Auftrag des Resorts, zwei zusätzliche MWp-Solaranlagen mit einem Batteriespeicher von zwei MWh Kapazität zu errichten. Mit dem Ausbau könne man das Resort rund acht Stunden täglich vollständig mit Solarstrom versorgen. Die Dieselgeneratoren bleiben in dieser Zeit vollständig ausgeschaltet.

Neue Crowdinvesting-Kampagne mit Rockets

Um der steigenden Nachfrage nach PV-Anlagen von Swimsol gerecht zu werden, startet das Unternehmen nun eine neue Crowdinvesting-Kampagne. Dabei setzt man auf Bewährtes: Martin Putschek freut sich über die erneute Zusammenarbeit mit der Crowdinvesting-Plattform Rockets. Swimsol konnte bereits gute Erfahrungen mit dem Unternehmen machen – mehrere tausend Investor:innen haben insgesamt rund eine Million Euro in Swimsol investiert. Ziel ist es, an diesen Erfolg anzuknüpfen und den Ausbau der PV-Anlagen weiter voranzutreiben und damit nachhaltige Energie zu fördern.

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notarity-Gründer: Alexander Gugler, Sebastian Wodniansky, Jakobus Schuster, Max Pointinger
Die notarity-Gründer (vlnr.): Alexander Gugler, Sebastian Wodniansky, Jakobus Schuster, Max Pointinger | (c) Alexander Schindler

Im Sommer 2021 ging das Wiener LegalTech-Startup notarity mit einem klaren Produktversprechen an den Start: die Online-Abwicklung notarieller Dienstleistungen einfacher und angenehmer zu machen. Damit konnte im Heimatmarkt Österreich bald ein signifikanter Anteil der Notariate überzeugt werden, nicht aber die Notariatskammer, die über eine Tochtergesellschaft ein eigenes Angebot in dem Bereich hat. Es kam zu einem jahrelangen Rechtsstreit – brutkasten berichtete zuletzt über das Urteil in zweiter Instanz.

Rund 2.000 internationale Unternehmen als Nutzer

Unter anderem deswegen fokussiert notarity seit Jahren auf das internationale Geschäft. Schon Anfang 2024 verkündete man, mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erzielen. Mittlerweile sind es mehr als 70 Prozent, wie es nun vom Startup heißt. Dabei lege man einen besonderen Fokus auf internationale Konzerne.

Aktuell würden knapp 2.000 internationale Unternehmen mit großteils mehr als 500 Beschäftigten notarity für digitale Notariatsakte nutzen. Dazu zählen internationale Wirtschaftskanzleien wie DLA Piper und Baker McKenzie. Die Zahl digitaler Dokumenten-Beglaubigungen für internationale Unternehmen, Kanzleien und institutionelle Kunden über die Plattform habe sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht.

Mit Umsatzverdopplung Break-even erreicht

So sei zuletzt auch eine Verdopplung des Umsatzes im Jahresvergleich gelungen. „Damit haben wir den Break-even erreicht und den entscheidenden Schritt vom wachstumsstarken Startup zum profitablen Global Champion gemacht“, kommentiert Co-Founder und CEO Jakobus Schuster. Rund 400 Notar:innen hätten mittlerweile mehr als eine Viertelmillion digitale Beglaubigungen über die Plattform abgewickelt, monatlich seien es derzeit rund 10.000.

Zu den wichtigsten Märkten außerhalb der EU zählen das Vereinigte Königreich, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz. „Mit dem Erreichen der Gewinnzone schaffen wir die Grundlage, um unsere internationale Expansion künftig aus einer Position finanzieller Stärke voranzutreiben“, so Schuster.

Novelle der Notariatsordnung 2020 als Anstoß

Möglich hat das alles auch die heimische Rechtslage gemacht. Mit einer 2020 beschlossenen Novelle der österreichischen Notariatsordnung wurde die Basis für Online-Notariatsdienstleistungen im Inland geschaffen. Mittlerweile gelten elektronische Beglaubigungen von Unterschriften über notarity in mehr als 100 Ländern. „Unser Produkt entstand unter hohen regulatorischen, datenschutzrechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen.

Genau diese Standards werden heute international immer wichtiger und haben uns den Eintritt in regulierte Märkte erheblich erleichtert“, sagt Schuster und gibt das Ziel aus: „die weltweit führende Infrastruktur für digitale Beglaubigungen internationaler Unternehmen bereitzustellen und diese Position in weiteren Märkten auszubauen.“

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