09.09.2025
CONTINUATION FUNDS

60 Millionen Euro für zwei neue Speedinvest-Fonds

Der Wiener Frühphasen-VC-Fonds Speedinvest, der derzeit mehr als 1,2 Milliarden Euro Beteiligungsvermögen verwaltet, bringt mit zwei neuen Continuation Funds ein Finanzinstrument nach Europa, das in den USA längst etabliert ist.
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Speedinvest-CEO Oliver Holle | Foto: Klaus Vyhnalek
Speedinvest-CEO Oliver Holle | Foto: Klaus Vyhnalek

Eines der größten Probleme auf dem europäischen Venture-Capital-Markt: Es dauert oft über ein Jahrzehnt, bis Investor:innen (LPs) Geld aus einem Fonds zurückbekommen. Continuation Funds sollen dieses Liquiditätsdilemma entschärfen.

Dabei verkauft ein Fonds Anteile an seinen vielversprechendsten Unternehmen an neue Investor:innen. Die bisherigen Investor:innen erhalten dadurch früher Geld zurück, während die Startups zusätzliches Kapital und mehr Zeit für ihr Wachstum gewinnen. So entsteht eine Win-Win-Situation: Liquidität für die Investor:innen, Stabilität und Unterstützung für die Gründer:innen.

Win-Win-Situation

Das Gesamtvolumen der beiden neuen Fonds beträgt 60 Millionen Euro. Laut Speedinvest sei das ein Teil einer “ganzheitlichen, proaktiven Strategie für das Liquiditätsmanagement im europäischen Tech-Sektor”.

“Es ist eine Win-Win-Situation: Investoren erzielen Rendite, ohne langfristige Vorteile zu verpassen, und Gründer werden nicht zu vorzeitigen Ausstiegen gedrängt”, sagt Oliver Holle, Gründer und CEO von Speedinvest. Der erste Fonds habe das Ziel, den LPs etwa das Drei- bis Vierfache des investierten Geldes zurückzuzahlen.

Für den ersten Fonds mit einem Volumen von 30 Millionen Euro wurden Anteile an fünf Portfoliounternehmen aus dem 2015 aufgelegten Speedinvest II transferiert. Um welche Startups es sich konkret handelt, bleibt unter Verschluss. Dieser zweite Fonds, an dem vor allem Privatpersonen und Family Offices beteiligt sind, investierte in rund 100 Startups – darunter GoStudent und refurbed. Heute ist davon noch etwa die Hälfte im Portfolio übrig.

Angeführt wird der neue Fonds von Molten Ventures aus Großbritannien und dem spanischen Risikokapitalgeber Acurio Ventures. Ersteres habe laut mehreren Medienberichten insgesamt 18 Millionen Euro für den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung von 58 Prozent am Speedinvest Continuation Fund I zugesagt. Ein zweiter Fonds über weitere 30 Millionen Euro soll in den kommenden Wochen folgen.

Holle: „wirklich herausfordernd“

“Unser Ziel? Über Einzeltransaktionen hinauszugehen und nachhaltige, wiederholbare Wege zu schaffen – sowohl für frühe Ausschüttungen als auch für langfristige Wertsteigerung zugunsten unserer Gründer:innen und LPs”, heißt es von Speedinvest.

Solche Transaktionen seien allerdings “wirklich herausfordernd”, betont Holle. “Da deutlich mehr Parteien – und Interessen – beteiligt sind als bei einer typischen Fundraising-Runde, sowohl intern als auch extern.”

Speedinvest V in Planung

Neben den Continuation Funds plant Speedinvest auch wieder einen neuen Hauptfonds. Speedinvest V soll laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins trend ein ähnliches Volumen wie sein Vorgänger haben, der bei 350 Millionen Euro lag – brutkasten berichtete.

„Wir sind zudem dabei, einen signifikanten Wachstumsfonds aufzustellen, der unseren ersten 230 Millionen Euro schweren Growth Fund deutlich übertreffen soll“, wird Holle von trend zitiert. Damit will Speedinvest auch Investor:innen aus Japan, Südkorea und Singapur an Bord holen.

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Heimzma
© Alissar Najjar - Alexander Valtingojer, Michael Kowatschew und Valentin Perkonigg von Heizma.

2024 als Wärmepumpen-Installateur gestartet positioniert sich das Wiener Startup Heizma mittlerweile als „ganzheitlicher Anbieter moderner Energielösungen“. Der Hintergrund: Der Wärmepumpen-Ausbau wurde bis Ende 2024 massiv gefördert und das Unternehmen baute sein Geschäftsmodell – zunächst sehr erfolgreich – darauf auf. Mit dem Förderstopp brach der Markt um 85 Prozent ein und Heizma reagierte unter anderem mit Produktdiversifizierung (brutkasten berichtete).

Zuletzt 2 Mio. Euro Monatsumsatz

Hinzu kamen Photovoltaik, Stromspeicher und E-Auto-Ladestationen. Zudem wurde mit meo Energy eine Energiemanagement-Lösung aus der Insolvenz übernommen und später in „Optima“ umbenannt. Der Strategiewechsel trägt Früchte: Zuletzt vermeldete Heizma im April mit zwei Millionen Euro den bislang höchsten Monatsumsatz.

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Nun kommt mit Teilma ein neues Angebot im Bereich Energiegemeinschaft hinzu. Über dieses können auch Haushalte, die selbst keine Photovoltaik-Anlage betreiben, überschüssigen Strom anderer Teilnehmer beziehen. Das passiert parallel zum Bezug vom bisherigen Stromanbieter und wird über „Optima“ gesteuert. Kund:innen sollen dabei letztlich von Preisvorteilen profitieren.

Kowatschew: „Machen Sonnenstrom alltagstauglicher“

Durchschnittlich sollen damit laut Heizma 80 Prozent des Stromverbrauchs abgedeckt werden, an sonnigen Tagen sogar bis zu 98 Prozent. Der Clou: Die Versorgung geht dank Stromspeicher auch in der Nacht weiter, wenn die Photovoltaik-Anlagen nicht produzieren. „Energiegemeinschaften sind großartig – aber häufig mit einer Schwachstelle verbunden: der Nacht. Genau dann, wenn besonders viel Energiebedarf herrscht, war Gemeinschaftsstrom bisher oft nicht verfügbar. Mit Teilma schließen wir diese Lücke“, kommentiert Heizma-Co-Founder und -CEO Michael Kowatschew. Man mache Sonnenstrom damit alltagstauglicher.

Günstigere regionale Variante

Einspeiser erhalten 8,40 Cent, Bezieher zahlen 10,90 Cent pro Kilowattstunde netto. Dabei gibt es die „Bürgerenergiegemeinschaft“ in zwei Varianten: einer österreichweiten und einer regionalen innerhalb einzelner Netzgebiete. Bei letzterer entfallen Teile der Netzentgelte. Wenn so eine regionale Zuordnung möglich sei, erfolge diese für Mitglieder automatisch, heißt es vom Startup.

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