Das 5starts Inkubator-Programm hat eine erfolgreiche erste Saison hinter sich. Beim Demo Day pitchten die Teilnehmer aus Runde 1. Im Juni startet nun die nächste Saison. Wer diesmal dabei ist, erfahrt ihr hier.
Mit einem Demo Day wurde die erste Saison des 5starts Inkubator-Programms abgeschlossen. Dabei pitchten die drei von 5starts betreuten Startups ChillBill, ExtraSauber und PageStrip vor Publikum ihre Ideen. Fünft Monate lang wurden sie von dem Inkubator betreut, nahmen sich Zeit zur Produktentwicklung und besuchten Workshops, diverse Trainings und Hackathons.
Im Juni startet 5starts nun in die zweite Runde. Diesmal sind fünf ausgewählte Startups dabei.
Das sind die Teilnehmer 2016
Vienna Würstelstand
Dabei handelt es sich nicht, wie man meinen könnte, um ein Gastronomie-Unternehmen, sondern um eine Medien-Firma. Im Mittelpunkt stehen ein Online-Magazin und ein Urban Living Guide für Wien. Durch ein diverses Business-Modell ist Vienna Würstelstand ein innovatives Projekt im veralteten Verlagswesen.
The World Population Projekt
Ein riesiges Dataset, das für alle Menschen auf der Welt die Lebenserwartung ausrechnet. Derzeit arbeitet das Startup an seiner sogenannten „poverty clock“, die Armut und Einkommens-Level in Echtzeit misst.
Hand Cheque
Das Startup hat eine Smart-Card entwickelt, die alle Kunden-, Gutschein- und Zahlungskarten in einer Karte vereint.
Folyo
Eine Werbeplattform, die es Car-Sharing Firmen wie Uber oder DriveNow möglich macht, ihre Autos mit Werbung auszustatten.
Retention Machine
Dabei handelt es sich um ein Spin-off von ExtraSauber aus der ersten Saison des Programms.
Wettersatelliten von NASA verwenden Hochtechnologie aus Österreich
Die genaue Position neuer NASA-Satelliten wird durch Navigationsempfänger von Beyond Gravity Austria, einem Weltraumunternehmen mit Sitz in Wien-Meidling, bestimmt werden.
Wettersatelliten von NASA verwenden Hochtechnologie aus Österreich
Die genaue Position neuer NASA-Satelliten wird durch Navigationsempfänger von Beyond Gravity Austria, einem Weltraumunternehmen mit Sitz in Wien-Meidling, bestimmt werden.
Beyond Gravity Austria (vormals RUAG Space Austria) zählt mit rund 57 Millionen Euro Umsatz (2025) und rund 250 Mitarbeitenden zu den größten österreichischen Weltraumtechnikunternehmen. Das Hochtechnologieunternehmen rüstet weltweit Satelliten und Trägerraketen mit Elektronik, Mechanik und Thermalisolation aus und hat eigenen Angaben nach eine Exportquote von rund 100 Prozent. Erst kürzlich hat der Weltraumzulieferer seine Produktionsfläche in Niederösterreich verdoppelt – brutkasten berichtete über den 4,5-Millionen-Euro-Ausbau.
Beyond Gravity: Navigationsempfänger für zwei NASA-Wettersatelliten
Nun wird die nächste Generation von US-Wettersatelliten mit Technologie aus Österreich ausgestattet. Beyond Gravity Austria liefert – wie man vermeldet – hochpräzise Navigationsempfänger für zwei NASA-Wettersatelliten, die ab 2032 für die US-Wetterbehörde NOAA ins All starten sollen. Gebaut werden die Satelliten vom US-Unternehmen Lockheed Martin in Colorado.
Die Navigationsempfänger aus Wien werden – so der Claim – die Position der Satelliten in rund 36.000 Kilometern Höhe mit einer Genauigkeit von weniger als 20 Metern bestimmen.
„Im Rahmen unseres ersten Vertrags mit Lockheed Martin werden wir Navigationsempfänger für zwei NASA-Wettersatelliten liefern. Je genauer die Position des Satelliten durch unseren Empfänger bestimmt wird, desto genauer sind die Wetter- und Umweltdaten“, sagt Kurt Kober, Geschäftsführer von Beyond Gravity Austria. Die Wettersatelliten namens GeoXO sollen die Vorhersage von Unwettern sowie die Überwachung von Umwelt- und Klimaphänomenen in der westlichen Hemisphäre deutlich verbessern.
Nicht die erste NASA-Partnerschaft
Beyond Gravity Austria lieferte schon mehrmals Technik für NASA-Satelliten, etwa einen Navigationsempfänger für den 2018 gestarteten NASA-Umweltsatelliten ICESat-2 oder Navigationsempfänger für den 2024 gestarteten Klimaschutzsatelliten PACE inklusive Thermalisolation für ein NASA-Instrument des Satelliten.
Die Wettersatelliten GeoXO (Geostationary Extended Observations) werden in einer geostationären Umlaufbahn über dem Äquator betrieben. In dieser Höhe von rund 36.000 Kilometern bewegen sie sich mit derselben Geschwindigkeit, wie die Erdrotation und können dadurch kontinuierlich dieselbe Region der Erde beobachten.
„Unsere GEORIX-Empfänger bieten selbst in einer Entfernung von 36.000 Kilometern eine Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von weniger als 20 Metern. Damit setzen wir neue Maßstäbe für präzise Echtzeit-Navigation an Bord von Satelliten“, so Kober. Im Jahr 2023 wurde der erste GEORIX-Navigationsempfänger ins All geschickt; er bestimmt die Position des NASA-Klimainstruments TEMPO, das atmosphärische Gase (Ozon, Stickstoffdioxid und Formaldehyd) sowie Aerosole über Nordamerika misst.
Rund 30 Satelliten nutzen Navigationsempfänger von Beyond Gravity
Insgesamt nutzen derzeit etwa 30 Satelliten Navigationsempfänger von Beyond Gravity zur Positionsbestimmung. Die Empfänger kommen bei Satelliten von der niedrigen Erdumlaufbahn (LEO) bis zur geostationären Erdumlaufbahn (GEO) zum Einsatz, also in Entfernungen von etwa 1.000 Kilometern bis 36.000 Kilometern von der Erde. Alle weltraumgestützten Navigationsempfänger werden am österreichischen Standort von Beyond Gravity in Wien entwickelt und produziert.
Die GeoXO-Mission soll Bilder und atmosphärische Messungen der westlichen Hemisphäre der Erde und eine Echtzeit-Erfassung der Blitzaktivität liefern sowie kurzfristige Wettervorhersagen und Warnungen vor Extremwetter und Umweltgefahren unterstützen.
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