06.02.2020

So reagieren die Führungskräfte der Telcos auf 5G-Kritiker

Das Jahr 2020 wird jenes sein, in dem der Ausbau 5G Fahrt aufnimmt - was auch Kritiker auf den Plan ruft. Der brutkasten hat bei A1, Magenta und Drei nachgefragt, wie man auf die Bedenken reagiert.
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(c) Magenta Telekom, Lipiarski, Rene Del Messier

Das Jahr 2020 wird als jenes in die Geschichte des österreichischen Mobilfunks eingehen, in dem der neue Mobilfunkstandard 5G Fahrt aufgenommen hat. Neben dem Ausbau der Netze durch die Mobilfunker kommen immer mehr 5G-taugliche Endgeräte auf den Markt, und neue Use Cases werden erarbeitet.

+++In diesen 129 Gemeinden gibt es ab 25. Jänner das 5G-Netz von A1+++

Doch die neue Technologie hat nicht nur Freunde, sondern wird auch von Teilen der Bevölkerung mit Argwohn betrachtet – unter anderem werden starke Auswirkungen auf die Gesundheit befürchtet. Der brutkasten hat in einem Faktencheck eruiert, ob 5G der Gesundheit schadet – und außerdem bei Österreichs Telekommunikationsunternehmen nachgefragt, wie sie auf die Kritiker reagieren.

Marcus Grausam: „Strenge Auflagen zu Emissionswerten“

„Es ist verständlich, dass Menschen vor neuen Dingen Angst haben. Jedoch stimmen viele Mythen nicht, die zur Zeit verbreitet werden“, sagt dazu A1 CEO Marcus Grausam: „Daher ist es nun unsere Aufgabe, Fakten auf den Tisch zu legen. Und das tun wir laufend.“

+++Das sind die Preise für die 5G-Tarife von A1+++

5G sei keine Revolution, sondern eine Evolution aus bisher verwendeter und nun verbesserter Technik. „Übertragungsform und Übertragungsmedium sind bestens bekannt“, ergänzt Grausam: „Betreffend der Emissionswerte von Anlagen gibt strenge Auflagen der WHO, die regelmäßig gemessen und deutlich unterschritten werden.“

Jan Trionow: „5G in vielen Punkten mit 3G und 4G vergleichbar“

Ähnliches antwortet Jan Trionow, CEO von Drei. „Viele technische Aspekte von 5G sind mit jenen bisheriger Mobilfunkstandards 3G und 4G vergleichbar“, sagt er: „Deshalb sind die aktuellen Mobilfunk-Grenzwerte (der Weltgesundheitsorganisation WHO, der internationalen Strahlenschutzkommission und der EU) auch auf 5G anwendbar.“ Durch den enthaltenen Sicherheitsfaktor von 50 sorgen dieser Grenzwerte auch für die Sicherheit besonders schutzbedürftiger Personengruppen (wie Älteren, Kranken und Schwangeren), sagt Trionow: „Wir nehmen die Bedenken unserer Kunden sehr ernst und halten uns streng an die von der WHO empfohlenen Grenzwerte für Mobilfunk.“

+++5G-Ausbau: EU-Länder können einzelne Netzwerkausrüster ausschließen+++

Zum Thema Datenschutz ergänzt er, dass Drei die  Telekommunikationsnetze im Einklang mit der DSGVO und der ePrivacy-Richtlinie betreibe.

Maria Zesch: „Kein Zusammenhang mit Netzneutralität“

Maria Zesch, CCO Business & Digitalization Magenta Telekom, argumentiert schließlich, dass es zu 5G viele Studien und daraus resultierende internationale Normen und Bestimmungen gibt. „Selbstverständlich halten wir uns daran und operieren weit unter dem Grenzwert. Wir informieren über den Stand der Wissenschaft und die Vorsorgegrenzwerte, die unter anderem durch die WHO anerkannt sind“, sagt Zesch.

+++Mehr über die 5G-Pläne 2020 der einzelnenen Anbieter+++

Zesch geht auch auf die 5G-Technologie des „Network Slicing“ ein, mit der Teile des Netzes isoliert und somit für bestimmte Anwendungen reserviert werden können – Kritiker fürchten, dass dadurch die Netzneutralität eingeschränkt werden kann. „Zwischen Network Slicing und Netzneutralität sehe ich keinen Zusammenhang. Es ist mir aber bewusst, dass dazu Diskussionen geführt werden, die wir ernst nehmen und unseren Standpunkt einfließen lassen“, sagt Zesch: „Das grundlegende Netz bleibt wie heute offen für alle.“ Sollte ein Unternehmen ein Netz wie Narrowband-IoT benötigen, um wenige Daten zu übertragen, kann für diesen Zweck ein „Network Slice“ genutzt werden, wie Zesch erläutert: „Es entsteht keine Konkurrenz zum normalen Nutzungsverhalten. Generell wird das Thema Netzneutralität aufgrund der enormen Kapazitäten von 5G aus unserer Sicht an Bedeutung verlieren, weil ausreichend Platz für alle Anwendungen sein wird.“

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Pröll, Länderbericht, Digital
© BKA/Regina Aigner - Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Der kürzlich veröffentlichte 4. Länderbericht zur Digitalen Dekade der Europäischen Union zeigt Österreichs Fortschritte bei der digitalen Transformation. Besonders stark schneidet die Republik bei digitalen Verwaltungsservices ab: Im eGovernment Benchmark 2026 erreicht Österreich mit 85,5 Punkten Platz sechs unter den EU-Mitgliedstaaten und liegt damit über dem EU-Schnitt von 76,6 Punkten.

Ziel Top 3

Weitere Stärken zeigt der Bericht bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Services, den digitalen Grundkompetenzen, der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen sowie bei der Quantentechnologie.

„Wir nähern uns unserem Ziel, unter die Top 3 in der EU zu kommen. Der EU-Länderbericht zeigt klar: Österreichs digitale Transformation nimmt stetig an Tempo zu. Platz 6 im eGovernment Benchmark und Platz 1 bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsservices bestätigen den eingeschlagenen Weg. Unsere Anstrengungen rund um die ID Austria, digitale Kompetenzen und Public AI zeigen Wirkung. Das Motto lautet: digitale Verwaltung muss für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einfacher, schneller und alltagstauglicher werden“, sagt Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Verbesserung digitaler Grundkompetenzen

Österreich erreicht im europäischen Vergleich Platz 1 bei der Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsleistungen auf Mobilgeräten – gemeinsam mit Luxemburg und Malta. Grundlage dafür sei ein starkes eID-Ökosystem. Die Weiterentwicklung und breitere Nutzung der ID Austria trügen dazu bei, digitale Amtswege einfacher und mobil besser nutzbar zu machen, heißt es.

Auch bei den digitalen Grundkompetenzen verbessert sich Österreich weiter und steigt von Platz 8 auf Platz 7 im europäischen Vergleich. 69,8 Prozent der Bevölkerung verfügen demnach über zumindest grundlegende digitale Fähigkeiten. Damit liegt Österreich über dem EU-Durchschnitt von 60,4 Prozent. Frauen liegen in Österreich mit 70,75 Prozent vor Männern mit 68,79 Prozent und damit entgegen dem EU-Trend.

KI-Nutzung steigt

Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen. Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil der österreichischen Unternehmen, die KI einsetzen, von 10,79 Prozent auf 29,95 Prozent gestiegen. Österreich liegt damit im DESI 2026 (Anm.: Index für digitale Wirtschaft der EU) auf Platz 7 von 27 Mitgliedstaaten – der EU-Schnitt beträgt 19,95 Prozent. Bei Großunternehmen nutzen bereits 68,26 Prozent KI. Auch bei der erstmals erhobenen KI-Nutzung durch Bürgerinnen und Bürger liegt Österreich mit 39,42 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 32,66 Prozent.

Der Bericht hebt auch Österreichs starke Position in der Quantentechnologie hervor. Österreich gilt insbesondere rund um Wien und Innsbruck als europäischer Vorreiter in der Quantenforschung. Die Initiative Quantum Austria wird mit 107 Millionen Euro aus der Recovery and Resilience Facility finanziert und stärke damit gezielt Forschung, Technologieentwicklung und Standortkompetenz.

Auch Aufholbedarf

Neben den Verbesserungen zeigt der Bericht gleichzeitig weiteren Aufholbedarf, insbesondere beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur, der Nutzung von Cloud- und Datenanalyse-Lösungen durch Unternehmen sowie der Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen.

„Der Bericht ist Rückenwind und Arbeitsauftrag zugleich. Österreich ist in vielen Bereichen stark unterwegs, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Gerade bei Glasfaser, Cloud, Datenmanagement und KMU-Digitalisierung müssen wir schneller werden“, betont Pröll abschließend.


Hintergrund: Digitale Dekade der EU

Mit der Digitalen Dekade hat sich die Europäische Union ambitionierte Ziele bis 2030 gesetzt. Dazu zählt unter anderem der Ausbau digitaler Kompetenzen, moderne digitale Infrastrukturen, leistungsfähige digitale Verwaltungsservices, digitale Identitäten sowie die Stärkung der digitalen Transformation von Unternehmen. Der Länderbericht bewertet jährlich die Fortschritte der Mitgliedstaaten anhand definierter Ziele und Indikatoren.

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So reagieren die Führungskräfte der Telcos auf 5G-Kritiker

Das Jahr 2020 wird als jenes in die Geschichte des österreichischen Mobilfunks eingehen, in dem der neue Mobilfunkstandard 5G Fahrt aufgenommen hat. Doch es gibt auch Kritiker, welche Auswirkungen auf die Gesundheit befürchtet. Die Führungskräfte der Telekommunikationsunternehmen entgegen hingegen, dass alle vorgegebenen Werte eingehalten werden und somit keine Gefahr besteht.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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