19.05.2022

Gigabit Academy: Wie Startups vom „5G International Exchange Forum“ profitieren können

Im Rahmen der Gigabit Academy 2022 findet am 1. Juni im Haus der Musik in Wien das 5G International Exchange Forum statt. Startups haben die Möglichkeit auf der Bühne zu pitchen und die eigene 5G-Applikation vorzustellen. Jetzt kostenlos anmelden.
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Das Austauschforum zu 5G beleuchtet die internationalen Perspektiven und Möglichkeiten von 5G Use Cases für Startups und richtet sich insbesondere an alle, die schon immer wissen wollten, wie 5G tatsächlich eingesetzt werden kann. Zukünftige Entwicklungen sind ebenso Programm wie aktuelle Use Cases. Nationale wie internationale Startups und Corporates stellen vor, welche 5G-Anwendung sie bereits gestartet haben.

Was erwartet Dich?

  • Pitches von nationalen und internationalen Startups die 5G schon einsetzen wie z.B. Robotics Cats aus Hongkong, miicare aus London, ITC – Intelligent Traffic Control aus Tel Aviv, ViewMagine aus Südkorea, Smart Inspection aus Wien und andere
  • Expert Talk zu Drohnen und 5G
  • Insights von 5G Use Cases von Ericsson, Huawei, T-System, Ars Electronica, A1 etc.
  • Aktuelle Themen rund um 5G, wie z.B. Krisen- und Katastrophenmanagement 
  • Explorer Lounge mit 1:1 Matchmaking vor Ort
  • Networking & Lunch

Exklusiv für Startups

Speziell Startups können sich auf eine Reihe exklusiver Highlights freuen und sich jede Menge Insider-Wissen von renommierten Unternehmen abholen. Neben der Möglichkeit selbst auf der Bühne zu pitchen und die eigene 5G-Applikation vorzustellen, wird es am Ende der Veranstaltung eine Matchmaking Option vor Ort geben, um sich direkt in 1:1 Meetings auszutauschen und das eigene Knowhow zum Thema 5G und Gigabit aufzubauen.

Während der Veranstaltung werden außerdem zahlreiche Fragen beantwortet, die es Startups ermöglichen, sich bestmöglich auf den Fortschritt durch die 5G Technologie und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen vorzubereiten. Dabei geht es vor allem darum herauszufinden, wie Startups von 5G am besten profitieren können. Unter anderem werden folgende Fragestellungen behandelt:

  • Welche Vorteile beziehungsweise Nachteile kann man sich dadurch erwarten?
  • Welche Rolle werden Startups im 5G-Ökosystem und Zusammenspiel mit anderen Unternehmen einnehmen?
  • Wie kann man die Veränderungen durch die 5G-Technologie für sich und sein Unternehmen am besten nutzen?

Hard-Facts zum Event

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Gigabit Academy 2022 statt. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG und das Bundesministerium für Landwirtschaft Regionen und Tourismus laden gemeinsam mit dem Global Incubator Network (GIN) und der Wirtschaftsagentur Wien am 1. Juni von 9-14 Uhr ins Haus der Musik ein. Das Event findet während der Startup Week Vienna Up‘ 22 statt. 

Nutze Deine Chance und Bewirb Dich jetzt:

Startups haben jetzt noch die Chance am 1. Juni beim 5G International Exchange Forum zu pitchen und ihre 5G-Anwendung zu präsentieren. Bewerbe Dich mit Deinem Pitch Deck direkt bei uns unter [email protected]. Aktuelle Informationen werden laufend auf der Plattform der Gigabit Academy ergänzt. Zudem wird der brutkasten als Partner laufend über die Academy und wichtige Programmpunkte berichten.

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03.06.2026

fixed: Erste Doku von refurbed zeigt die Vielschichtigkeit von E-Waste

Im April 2026 machte sich refurbed Co-Founder Kilian Kaminski mit einem Team auf, um den Umgang mit E-Waste in Ghana in einer Dokumentation festzuhalten. Der bislang erste Film des Wiener Scaleups hinterfragt außerdem Europas Verständnis von globalem Elektroschrott. Gestern präsentierte Kaminski die Dokumentation in den Breitenseer Lichtspielen, wo brutkasten vor Ort war.
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Ein Mann in Accra sitzt in einer Garage und repariert einen alten Computer (c) refurbed
Schrotthändler Fuseini Yakubu arbeitet im informellen Sektor von Accra. (c) refurbed

Ein Blick auf Ghanas Hauptstadt Accra. Im sogenannten „informellen Sektor“ der E-Waste-Verarbeitung liegt Agbogbloshie, eine der größten Elektromüllhalden der Welt. Hier werden Berge an Elektroteilen gesammelt, sortiert, repariert und weiterverarbeitet. Das ist die Einstiegszene der neuen refurbed-Doku „fixed“.

Brennende Müllberge im globalen Süden sind Bilder, die uns in Europa bekannt sind und unser Narrativ über Elektroschrott prägen. Während kaputte Geräte in Europa sehr schnell als Müll betrachtet werden, was die Wegwerfgesellschaft ankurbelt, hat sich in Ghana durch den E-Müll eine formelle wie auch informelle Reparatur- und Recyclingwirtschaft entwickelt.

Um die unterschiedliche Wahrnehmung von E-Waste aufzuzeigen, hat ein Team rund um refurbed-Co-Founder Kilian Kaminski im April die erste eigene Doku „fixed – Accras Antwort auf Europas Elektroschrott“ vor Ort in Ghana gedreht.

Elektroschrott als Krise, aber auch als Ressource

„In den letzten Jahren drehten sich Gespräche rund um Nachhaltigkeit oft um CO2-Emissionen, und das ist auch wichtig. Aber im Hintergrund brodelt eine weitere Krise, die ständig wächst: der Elektroschrott. Dazu gehören Berge von ausrangiertem Elektroschrott, giftige Umgebungen und Gemeinschaften, die für Konsumgewohnheiten bezahlen müssen, die sie selbst gar nicht verursacht haben“, hält Kaminski in seinen Begrüßungsworten bei der Präsentation der Dokumentation fest.

Gleichzeitig hat der E-Schrott eine innovative Reparaturkultur in Ghana entwickelt. Dr. Michael Osei Asibey, Experte für Umweltpolitik an der ghanaischen KNUST-Universität, forscht seit Jahren intensiv zum Recyclingsektor und plädiert im Film für ein radikales Umdenken. Seine prägnante Formel „Waste is a resource in the wrong place“ (Abfall ist eine Ressource am falschen Ort) bringt das Kernanliegen der Dokumentation auf den Punkt: Elektronik darf kein kurzlebiges Wegwerfprodukt sein. Vielmehr müssen wir ausgediente Geräte als wertvolle Materiallager begreifen, die dauerhaft in einem Kreislaufsystem gehalten werden.

Co-Founder von refurbed Kilian Kaminski (r.) bei den Dreharbeiten in Ghana. (c) refurbed

Vielschichtige Blockaden der Kreislaufwirtschaft

Politische, wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche Blockaden verhindern in Europa die Umsetzung von flächendeckenden Kreislaufwirtschaften. Kaminski sieht Blockaden in der Politik vor allem darin, dass der Fokus meist auf kurzfristigen Themen liegt. „Man konnte das gut im März 2020 beobachten, als Covid kam. Plötzlich waren Nachhaltigkeit und die Kreislaufwirtschaft nicht mehr die wichtigen Themen. Das Thema Nachhaltigkeit wird immer als ein Zukunftsproblem behandelt, obwohl es eigentlich ein aktuelles Problem ist, weil wir jetzt dagegen vorgehen müssen“, so der Co-Founder von refurbed.

Unternehmen seien gefragt, auf langlebige Produkte zu setzen. Die Praxis der künstlichen Obsoleszenz – also das bewusste Kaputtgehen von Geräten für schnellere Upgrades – sollte nicht weiter gefördert werden.

„Und als Privatpersonen sollten wir wirklich überdenken: Was und wie konsumieren wir? Behalten wir vielleicht ein Produkt länger? Geben wir alte Produkte weiter? Also einfach ein Verständnis zu entwickeln, dass der Wert des Gerätes viel höher ist, als wir eigentlich denken. Es geht nicht nur um den finanziellen Wert. Die Rohstoffe, die in den Produkten sind, haben einen sehr langen Lebenszyklus und kommen oftmals aus der gesamten Welt zurück zu einem Ort.“

Durch die Dokumentation soll ein differenzierteres Bild von E-Waste geschaffen werden. (c) refurbed

Kreislaufwirtschaft als Thema für Startups

Im Thema Kreislaufwirtschaft stecke für Startups und Jungunternehmen laut Kaminski gerade sehr viel Potenzial. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann die Wirtschaft den Fokus auf diese Themen lege. „Wir stehen mit der Kreislaufwirtschaft ganz am Anfang. Und ich glaube, jetzt kann man vor allem die großen Unternehmen speziell mit Geschäftsmodellen, die die Kreislaufwirtschaft im Herzen haben, viel mehr challengen, als mit Geschäftsmodellen, die einfach dasselbe machen, wie es seit 100 Jahren gemacht wurde. Und das beinhaltet ja am Ende des Tages ganz viele Nachhaltigkeitsthemen, egal ob es Energie oder Rohstoffe sind.“

Auf die Frage, welches Problem Kaminski heute als Startup lösen würde, antwortet er: „Ich würde nach wie vor den E-Waste bekämpfen.“

Über refurbed

Ziel des 2017 von Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl in Wien gegründeten Unternehmens refurbed ist es, den Konsum in ganz Europa dauerhaft zu verändern. Mittlerweile ist das Scaleup in 24 europäischen Ländern aktiv und zählt zu den führenden Online-Marktplätzen für generalüberholte Produkte.

Die ganze Dokumentation von refurbed wurde gestern auf YouTube veröffentlicht und vorab präsentiert.

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