10.08.2020

Nächste 5G-Auktion: Ländliche Gebiete im Fokus

Mitte August startet die nächste 5G-Auktion, bei der es vor allem um die Versorgung ländlicher Gebiete geht.
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5G-Auktion A1 T-Mobile Drei
(c) fotolia.com - Alexander

In der zweiten Augusthälfte wird die österreichische Regulierungsbehörde RTR den Startschuss für die zweite 5G-Auktion geben. Das Frequenzvergabeverfahren soll im 3. Quartal 2020 abgeschlossen sein. Zur Vergabe gelangen insgesamt 27 Frequenzpakete aus den Frequenzbereichen 700 MHz (6 Blöcke), 2100 MHz (12 Blöcke) und 1500 MHz (9 Blöcke), heißt es seitens der RTR.

Corona zeigte 5G-Bedarf

„Unser Ziel ist dabei, vor allem die Versorgung mit ultraschnellem mobilen Breitband in der Fläche voranzutreiben“, sagt dazu Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) für den Fachbereich Telekommunikation und Post: Wie wichtig die Versorgung mit „hochleistungsfähiger Infrastruktur“ sei, habe man ja gerade im Laufe des Lockdowns erfahren müssen. „Ein schneller 5G-Ausbau ist daher eine wichtige Zukunftsinvestition“, sagt Steinmaurer.

5G in ländlichen Gebieten

Mit der „Versorgung in der Fläche“ ist vor allem die 5G-Anbindung jener Gemeinden gemeint, die derzeit schlecht mit Mobilfunk versorgt sind. „2.100 Katastralgemeinden sind derzeit schlecht bis gar nicht mit hochwertigen Mobilfunkbreitbanddiensten versorgt“, sagt dazu Steinmaurer: „Um im Sinne der Breitbandstrategie des Bundes einen möglichst flächendeckenden Versorgungsgrad der Bevölkerung mit leistungsfähigem Mobilfunkbreitband zu erreichen, haben wir den Erwerb von 700 MHz-Frequenzpaketen mit der Auflage verknüpft, 900 unterversorgte Katastralgemeinden flächendeckend mit 5G auszustatten.“

Bonus-System für 1200 Gemeinden

„Für die restlichen 1.200 Katastralgemeinden haben wir speziell für diese Auktion ein ‚Bonus-System‘ entwickelt: Die Bieter ersteigern zusätzliche Versorgungsverpflichtungen für einzelne Katastralgemeinden und erhalten dafür einen Bonus in Form eines Preisabschlags“, sagt Steinmaurer.

Weitere Versorgungsauflagen sind vorgesehen, etwa für hochrangige Verkehrswege. Für die Versorgung von Autobahnen, Schnellstraßen und Bahnstrecken setzt die Regulierungsbehörde auf Kooperationen zwischen Betreibern dieser Verkehrswege einerseits und den Erwerbern der versteigerten Frequenzen andererseits.

Telco-Infrastruktur ist teuer

Dabei geht Steinmaurer auch auf den Kritikpunkt ein, dass die Einrichtung einer Telco-Infrastruktur teuer ist und sich diese vor allem in dünn besiedelten Gebieten oft weniger rentiert. „Im Einklang mit dem TKG stehende, moderate Mindestgebote sowie die Verlängerung der Zuteilungsdauer der Frequenzen auf fast 25 Jahre bieten den Erwerbern Rechtssicherheit und den nötigen Gestaltungspielraum, die den erforderlichen Investments durchaus gute Marktmöglichkeiten gegenüberstellen“, sagt er dazu.

Ziel: Mehr Abdeckung mit weniger Masten

Außerdem sollen die Rahmenbedingungen für Kooperatiomnen verbessert werden. „Wir wollen mehr Abdeckung mit möglichst wenig Sendern erreichen“, sagt Steinmaurer. Hier sei es auch von Vorteil, dass die aktuell zu vergebenden 5G-Frequenzen im gleichen Frequenzbereich wie 4G-Frequenzen liegen und überwiegend auf den gleichen, bereits bestehenden ‚Makrostandorten‘ verwendet werden könnten.

Bedenken zu 5G-Strahlung

Schließlich nimmt er noch Bezug auf diverse Bedenken in er Bevölkerung, bei denen ein vermeintlicher Zusammenhang zwischen 5G und gesundheitlichen Problemen unterstellt wird. Diese Bedenken nehme man sehr ernst, betont Steinmaurer: „Daher sehen die Frequenz-Vergaberichtlinien der Regulierungsbehörde seit jeher vor, dass die Betreiber hinsichtlich der Strahlung die Grenzwerte der WHO einhalten müssen. Bei Einhaltung dieser Grenzwerte bestehen nach dem aktuellen Wissensstand keine gesundheitlichen Risiken.“

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Das Arivo-Gründerteam (v.l.) Dominik Wieser und Philipp Reitter © Arivo

Vor einem halben Jahrzehnt titelte brutkasten: „Nie mehr Parktickets“. Damals trat das 2017 gegründete Grazer Startup Arivo an, um die Schrankenanlagen dieser Welt ins digitale Zeitalter zu holen (hier geht es zum damaligen Artikel). Spult man fünf Jahre vor, hat das Gründer-Duo bestehend aus Dominik Wieser und Philipp Reitter laut eigenen Angaben dieses Ziel weitgehend erreicht und das Geschäftsmodell zusätzlich strategisch weiterentwickelt.

Vom Einzelsystem zum Parking Ökosystem

„Unser Ziel war immer, das Parken digital und einfach zu machen – das haben wir mittlerweile eigentlich schon erreicht“, blickt Wieser im Gespräch mit brutkasten zurück. Das Grazer Unternehmen versteht sich in der Zwischenzeit als Anbieter eines ganzheitlichen Park-Ökosystems. Dabei kombiniert man eigens entwickelte Hardware mit modularen Software-Anwendungen wie digitaler Kundenverwaltung oder Pre-Booking-Lösungen.

Dieser technische Ansatz ermöglicht es Betreiber:innen, vom Hotel bis zum Skigebiet, ihre Flächen effizienter auszulasten und durch datenbasierte Angebote Zusatzumsätze zu generieren. Laut Wieser verzeichnen Kunden dadurch teils bis zu 40 Prozent mehr Umsatz. Auf rund 1.500 Flächen ist die Technologie mittlerweile im Einsatz.

Die Arivo Hardware im Parkhaus der Messe Graz © Arivo

Zweistellige Millionenumsätze & der Schlüssel zum Erfolg

Arivo arbeitet laut eigenen Angaben profitabel und verzeichnet mittlerweile einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich. 70 Prozent davon erwirtschaftet das Grazer Scaleup im Ausland, wobei Deutschland den mit Abstand stärksten Markt bildet.

Das Team ist auf knapp 100 Köpfe angewachsen und belegt im Grazer Headquarter inzwischen zwei Stockwerke. Für Wieser liegt genau hier der größte Lernprozess und der Schlüssel zum Erfolg: „Was sich schon immer wieder bestätigt ist, dass eigentlich alles an den Leuten hängt“. Trotz steigender Mitarbeiterzahlen habe man es geschafft die hands-on-Mentalität nicht zu verlieren.

„Wir suchen Leute, die nicht sagen: Das war immer schon so, sondern die auch hinterfragen und eigenständig Themen übernehmen, ownen und weitertreiben.“, erklärt Wieser. Aktuell hat Arivo einige Stellen im Softwaredevelopment ausgeschrieben und überlegt auch einen zusätzlichen, kleinen Standort in Klagenfurt aufzubauen.

Der bargeldlose Arivo Screen im Parkhaus der Messe Graz © Arivo

Bootstrapping statt VC-Millionen

Trotz des starken Wachstums bleibt Arivo weiterhin komplett eigenfinanziert. Anfragen externer Kapitalgeber schlägt das Gründerteam konsequent aus: „Ich glaube, es kommen jede Woche fünf Mails wo irgendwer sagt, er möchte investieren. Aber wir finden es sehr angenehm, nicht von Investoren abhängig zu sein“, gibt sich Wieser im Gespräch pragmatisch.

Die strategische Linie bleibt damit unverändert klar: Das Scaleup plant, den DACH-Raum vorerst aus eigener Kraft weiter zu durchdringen. Lediglich für eine spätere Internationalisierung über diesen Kernmarkt hinaus schließt der Gründer eine Finanzierungsrunde in der Zukunft nicht gänzlich aus.

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AI Summaries

Nächste 5G-Auktion: Ländliche Gebiete im Fokus

  • In der zweiten Augusthälfte wird die österreichische Regulierungsbehörde RTR den Startschuss für die zweite 5G-Auktion geben.
  • Das Frequenzvergabeverfahren soll im 3. Quartal 2020 abgeschlossen sein.
  • Zur Vergabe gelangen insgesamt 27 Frequenzpakete aus den Frequenzbereichen 700 MHz, 2100 MHz und 1500 MHz, heißt es seitens der RTR.
  • „Unser Ziel ist dabei, vor allem die Versorgung mit ultraschnellem mobilen Breitband in der Fläche voranzutreiben“, sagt dazu Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) für den Fachbereich Telekommunikation und Post: Wie wichtig die Versorgung mit „hochleistungsfähiger Infrastruktur“ sei, habe man ja gerade im Laufe des Lockdowns erfahren müssen.
  • „2.100 Katastralgemeinden sind derzeit schlecht bis gar nicht mit hochwertigen Mobilfunkbreitbanddiensten versorgt“, sagt dazu Steinmaurer: „Um im Sinne der Breitbandstrategie des Bundes einen möglichst flächendeckenden Versorgungsgrad der Bevölkerung mit leistungsfähigem Mobilfunkbreitband zu erreichen, haben wir den Erwerb von 700 MHz-Frequenzpaketen mit der Auflage verknüpft, 900 unterversorgte Katastralgemeinden flächendeckend mit 5G auszustatten.“
  • „Für die restlichen 1.200 Katastralgemeinden haben wir speziell für diese Auktion ein ‚Bonus-System‘ entwickelt: Die Bieter ersteigern zusätzliche Versorgungsverpflichtungen für einzelne Katastralgemeinden und erhalten dafür einen Bonus in Form eines Preisabschlags“, sagt Steinmaurer.

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Nächste 5G-Auktion: Ländliche Gebiete im Fokus

  • In der zweiten Augusthälfte wird die österreichische Regulierungsbehörde RTR den Startschuss für die zweite 5G-Auktion geben.
  • Das Frequenzvergabeverfahren soll im 3. Quartal 2020 abgeschlossen sein.
  • Zur Vergabe gelangen insgesamt 27 Frequenzpakete aus den Frequenzbereichen 700 MHz, 2100 MHz und 1500 MHz, heißt es seitens der RTR.
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Nächste 5G-Auktion: Ländliche Gebiete im Fokus

  • In der zweiten Augusthälfte wird die österreichische Regulierungsbehörde RTR den Startschuss für die zweite 5G-Auktion geben.
  • Das Frequenzvergabeverfahren soll im 3. Quartal 2020 abgeschlossen sein.
  • Zur Vergabe gelangen insgesamt 27 Frequenzpakete aus den Frequenzbereichen 700 MHz, 2100 MHz und 1500 MHz, heißt es seitens der RTR.
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  • Das Frequenzvergabeverfahren soll im 3. Quartal 2020 abgeschlossen sein.
  • Zur Vergabe gelangen insgesamt 27 Frequenzpakete aus den Frequenzbereichen 700 MHz, 2100 MHz und 1500 MHz, heißt es seitens der RTR.
  • „Unser Ziel ist dabei, vor allem die Versorgung mit ultraschnellem mobilen Breitband in der Fläche voranzutreiben“, sagt dazu Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) für den Fachbereich Telekommunikation und Post: Wie wichtig die Versorgung mit „hochleistungsfähiger Infrastruktur“ sei, habe man ja gerade im Laufe des Lockdowns erfahren müssen.
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  • Das Frequenzvergabeverfahren soll im 3. Quartal 2020 abgeschlossen sein.
  • Zur Vergabe gelangen insgesamt 27 Frequenzpakete aus den Frequenzbereichen 700 MHz, 2100 MHz und 1500 MHz, heißt es seitens der RTR.
  • „Unser Ziel ist dabei, vor allem die Versorgung mit ultraschnellem mobilen Breitband in der Fläche voranzutreiben“, sagt dazu Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) für den Fachbereich Telekommunikation und Post: Wie wichtig die Versorgung mit „hochleistungsfähiger Infrastruktur“ sei, habe man ja gerade im Laufe des Lockdowns erfahren müssen.
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