01.12.2025
EUSHIPMENTS.COM

55-Mio.-Euro-Deal: Österreichische Post kauft Mehrheit von E-Commerce-Scaleup

Die Post kündigt an, 70 Prozent des 2012 gegründeten bulgarischen Scaleups euShipments.com zu übernehmen. Damit soll die Präsenz in Ost- und Südosteuropa weiter gestärkt werden.
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(c) Österreichische Post AG
(c) Österreichische Post AG

Rund 350 Mitarbeiter:innen, etwa 1.300 Unternehmenskunden und prognostizierte 50 Millionen Euro Umsatz dieses Jahr „bei guter Profitabilität“ – das sind einige Eckdaten von euShipments.com. Das bulgarische Fulfillment-Scaleup wurde 2012 gegründet und ist im ost- und südosteuropäischen Raum aktiv.

Dabei bietet es Dienstleistungen entlang der gesamten E-Commerce-Wertschöpfungskette an – von E-Fulfillment über grenzüberschreitende-E-Commerce Zustelllösungen bis hin zu Zusatzleistungen wie Retourenmanagement, Zahlungsabwicklung und „Import-One-Stop-Shop“-Lösungen.

Post übernimmt 70 Prozent mit Option auf den Rest

Wie die Österreichische Post nun in einer (für börsennotierte Unternehmen verpflichtenden) Ad-hoc-Meldung bekanntgab, will sie für rund 55 Millionen Euro 70 Prozent von euShipments.com übernehmen. Zudem wurden Optionen auf den Kauf der restlichen 30 Prozent Anteile innerhalb der nächsten vier Jahre vereinbart. Entsprechende kartellrechtliche Genehmigungen stehen noch aus – das Closing ist für das erste Quartal 2026 geplant.

Nicht die erste Übernahme in Südosteuropa

„Die Übernahme stärkt die regionale Präsenz der Österreichischen Post in Südost- und Osteuropa und erweitert zugleich ihr Angebot für internationale E-Commerce-Lösungen“, heißt es von der Post in der Adhoc-Meldung. Der Konzern hat bereits in den vergangenen Jahren mehrere Logistik-Unternehmen im ost- und südosteuropäischen Raum sowie in der Türkei (teilweise) übernommen, darunter etwa den Zusteller Express One, der in Bulgarien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und der Türkei tätig ist.

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Letzte Hardware-Dokumentation der integrierten Ausbringungseinheit im Reinraumlabor © Exolaunch

Wer im Orbit forschen oder produzieren will, sieht sich meist mit langwierigen Freigabeprozessen und Branchenbürokratie konfrontiert, heißt es in einer Aussendung des Wiener Space-Tech Startups. Tumbleweed will diese Prozesse nun beschleunigen und hat in unter neun Monaten die Hardware für die erste kommerzielle Mission „Oasis Alpha“ fertiggestellt. Die Übergabe an den Startdienstleister Exolaunch, der bereits über 790 Satelliten-Transporte abgewickelt hat, ist erfolgt.


Visualisierung von Oasis Alpha im Orbit © Tumbleweed

Standardisierte Transportboxen für Experimente

Tumbleweed nutzt für seine Missionen sogenannte „Pods“. Dabei handelt es sich um standardisierte Behälter, die wie Frachtcontainer für den Weltraum funktionieren. Kunden können ihre Experimente direkt in diese Boxen einsetzen, ohne tiefgehendes raumfahrttechnisches Fachwissen besitzen zu müssen. Die gesamte technische Integration sowie die behördlichen Zulassungsverfahren werden von Tumbleweed übernommen, wie es von Unternehmensseite heißt.


Detailansicht von Oasis Alpha auf dem Integrations-Führungsschienensystem vor
dem Einsetzen © Exolaunch

Laut dem Startup reduziert sich der Gesamtaufwand für Kunden dadurch um das Siebenfache im Vergleich zu einer selbst organisierten Weltraummission. Guillaume Brault, CTO des Startups, erklärt den strategischen Ansatz dahinter: „Unser Ziel ist es, den Weg in die Schwerelosigkeit so einfach zu machen wie den Paketversand auf der Erde“. Die Kundenpreise für den kleinsten „Pod Nano“ Behälter mit den Maßen 10 x 10 x 2.5 cm beginnen auf der Website des Unternehmens bei 15.000 Euro.

Unterschiedliche Anwendungsfälle

Die Anwendungsfälle für die Forschung in der Mikrogravitation sind vielfältig, da physikalische, biologische und chemische Prozesse dort ohne schwerkraftbedingte Einflüsse wie Auftrieb oder Sedimentation ablaufen. Unternehmen nutzen diese Bedingungen gezielt, um beispielsweise neue Medikamente zu entwickeln, hochwertigere Proteinkristalle zu züchten oder neuartige Materialien wie ultradünne ZBLAN-Glasfaserkabel und künstliche Netzhäute herzustellen.

Die erste Satellitenmission ist bereits komplett ausgebucht. Zu den vier internationalen Kunden aus der Pharma-, Biotech- und Materialforschung zählen die Technische Universität Delft (TU Delft), das European Space Resources Innovation Centre (ESRIC), das Spring Institute for Forests on the Moon sowie das Unternehmen MassBalance.

Von der Mars-Forschung zum Erdorbit

Das Unternehmen wurde im November 2024 gegründet und beschäftigt derzeit ein 15-köpfiges Expertenteam an den Standorten Wien und Delft in den Niederlanden. Bevor sich das Startup auf die kommerzielle Mikrogravitationsforschung im Erdorbit konzentrierte, wurde zum Beispiel an windbetriebenen Mars-Robotern im Rahmen des Projekts „Tumbleweed Mars“ gearbeitet.

Während Oasis Alpha für den Start vorbereitet wird, nimmt Tumbleweed bereits Buchungen für die Folgemission „Oasis Beta“ entgegen. Julian Rothenbuchner, CEO von Tumbleweed, betont die Notwendigkeit schnellerer Prozesse: „Wenn das Weltall eine Plattform für die Produktion werden soll, muss es sich auch im Tempo der Industrie bewegen“.


Mitglieder des Tumbleweed-Teams © Tumbleweed
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